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Niereninsuffizienz: Kranke Nieren sterben schleichend

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Nierenkrankheiten  

Kranke Nieren sterben schleichend

30.01.2013, 14:42 Uhr | cme / akl

Niereninsuffizienz: Kranke Nieren sterben schleichend. Kranke Nieren bleiben meist lange unerkannt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kranke Nieren bleiben meist lange unerkannt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nach Angaben des Infozentrums für Prävention und Früherkennung (IPF) leiden rund fünf Millionen Menschen in Deutschland an Nierenfunktionsstörungen - viele ohne es zu wissen. Denn eine kranke Niere leidet zunächst ohne Symptome. Lebensgefährlich werde es, wenn die Nieren nur noch 15 Prozent ihrer Leistung bringen. Dialyse und Nierentransplantation sind oft der letzte Ausweg. Wie Sie Nierenerkrankungen erkennen und wer gefährdet ist.

Niereninsuffizienz entwickelt sich schleichend

Während Nierensteine und Nierenbeckenentzündungen heftige, akute Schmerzen verursachen, merkt man chronische Nierenleiden - zum Beispiel Durchblutungsstörungen der Niere - zunächst nicht. Doch gerade diese Schäden sind tückisch: "Chronische Niereninsuffizienz entwickelt sich langsam und schleichend, das merken Sie nicht", sagt Dr. Michael Daschner, Nephrologe und Vorsitzender des Verbands Deutsche Nierenzentren. Die Leistung der Niere nimmt kontinuierlich ab, ohne dass sich deutliche Symptome zeigen. "Erst kurz vor Ende zeigen sich Symptome wie Appetitlosigkeit und Übelkeit", sagt der Nierenspezialist. "Dann besitzen die Nieren aber oft nur noch 20 Prozent ihrer Funktion - bis zur Dialyse dauert es dann nicht mehr lange", so der Experte.

Nierenversagen endet tödlich

Erst wenn beide Nieren komplett versagen, sind die Anzeichen eindeutig: Es wird kein Harn mehr produziert, dafür lagert sich Wasser in den Beinen und der Lunge ein. Diese Harnvergiftung (Urämie) beziehungsweise Überwässerung führt innerhalb weniger Tage bis Wochen zu Herzschwäche, Übelkeit und Hirnschäden. Erhält der Patient keine Dialyse, verläuft ein Nierenversagen binnen weniger Wochen tödlich. Rund 60.000 Patienten hängen bereits an Dialyse-Apparaten, so die Angaben des IPF.

Vorsicht bei Diabetes und Bluthochdruck

Die häufigsten Ursachen für chronische Niereninsuffizienz sind Diabetes, Gicht oder Bluthochdruck. Das Nierengewebe wird aufgrund dieser Krankheiten schlecht durchblutet und stirbt langsam ab. Weitere Gründe sind die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln oder eine familiäre Veranlagung für Nierenerkrankungen.

Frühzeitig Niere kontrollieren lassen

Risikopatienten sollten einmal im Jahr ihre Nierenfunktion ärztlich untersuchen lassen. Wird die Niereninsuffizienz relativ früh festgestellt wird, lassen sich weitere Schäden vermeiden. Für die Nierenuntersuchungen reicht dem Arzt meist schon eine Blut- oder Urinprobe. Die Bestimmung des Kreatinins im Blut sei derzeit die am meisten verbreitete Methode zur Bestimmung der Nierenfunktion, teilt das IPF mit. Allerdings sei der Wert stark abhängig von Alter, Muskelmasse und Geschlecht. Die Konzentration des Kreatinins steige erst an, wenn die Nieren nur noch die Hälfte ihrer Leistung erbringen.

Neue Testverfahren sind genauer

Doch es gibt neuere Testverfahren, die eine frühere und genauere Erkennung ermöglichen. So lässt sich die Konzentration der Eiweiße Cystatin C, Albumin sowie von Kreatinin, einem Produkt des Muskelstoffwechsels, messen. Besonders das Cystatin C lasse besonders detaillierte Rückschlüsse auf die Filtrationsleistung der Nieren zu, erklärt das IPF.

Niereninsuffizienz ist nicht heilbar

Heilen kann man die Niereninsuffizienz zwar nicht - aber man kann einen schweren Krankheitsverlauf verhindern. Dafür ist es wichtig, die Grunderkrankung, wie zum Beispiel Bluthochdruck, zu behandeln. Auch durch eine angepasste Ernährung sowie Medikamente lässt sich das Voranschreiten der Krankheit verzögern.

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