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Gefährliche Augenkrankheiten: Wenn die Brille nicht mehr weiterhilft

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Wenn die Brille nicht mehr weiterhilft

06.09.2011, 11:25 Uhr | t-online.de

Gefährliche Augenkrankheiten: Wenn die Brille nicht mehr weiterhilft. Sehschwäche: Wenn die Brille nicht genügt. (Quelle: imago)

Hinter einer Sehverschlechterung kann eine Augenkrankheit stecken. (Quelle: imago)

„Ich habe doch erst vor ein paar Monaten eine neue Brille bekommen.“ Solche Sätze hören Augenärzte häufig, wenn Patienten sich über eine Sehverschlechterung beklagen. Dabei steckt oft mehr dahinter als ein mangelhafter Ausgleich eines Sehfehlers. Was viele nicht wissen: Einige Augenerkrankungen können unbehandelt bis zur Erblindung führen. „Jede Sehminderung sollte deshalb zunächst beim Augenarzt abgeklärt werden“, betont Dr. Georg Eckert vom Berufsverband der Augenärzte Deutschlands.

Warum ein Sehtest nicht immer ausreicht

Der Sehtest, wie ihn auch Optiker anbieten, ist nicht zu verwechseln mit einer fachärztlichen Augenuntersuchung, bei der nach einer eventuell bestehenden Krankheit geforscht wird. Bei einem Sehtest wird abgeklärt, welche Brechkraft das Auge hat und ob eine Brille nötig ist. Dabei bleiben wichtige die Augengesundheit betreffende Fragen außen vor: Ist die Hornhaut gesund? Gibt es Probleme mit einer Linsentrübung? Sind der Sehnerv und die Netzhaut in Ordnung? Das alles kann nur der Augenarzt beurteilen.

Gefährliche Augenkrankheiten der Generation 40 Plus

Viele Krankheiten können das Sehvermögen bedrohen. Die Altersweitsichtigkeit ist noch die harmloseste Erkrankung der Generation 40 Plus. Ihr kann man mit einer entsprechenden Brille begegnen. Die häufigste Ursache für den Verlust der Sehkraft sind die Altersbedingte Makula-Degeneration (AMD), das Glaukom (Grüner Star) und die diabetische Retinopathie. Das Tückische an allen drei Erkrankungen ist, dass die Betroffenen jahrelang weder Schmerzen haben, noch eine Einschränkung ihres Sehvermögens bemerken. Lässt die Sehkraft dann aber spürbar nach, ist die Augenkrankheit meist weit fortgeschritten und das Augenlicht möglicherweise gefährdet. Da es im frühen Stadium gute Behandlungsmöglichkeiten gibt, ist eine Früherkennung wichtig. Häufig tritt im fortgeschrittenen Alter auch die Katarakt (Grauer Star) auf, eine Linsentrübung, die mit einer Operation geheilt werden kann. Störungen des Tränenfilms sorgen für ein trockenes Auge, das ebenfalls für ernste Beschwerden verantwortlich sein kann.

An Grünem Star kann man erblinden

Die tückischste Augenkrankheit ist der Grüne Star - auch Glaukom genannt. Rund 500.000 Menschen in Deutschland leiden an der Krankheit, die vor allem durch einen zu hohen Augeninnendruck entsteht. Jedem zehnten davon droht der Verlust des Augenlichts. "Die Leute erblinden, weil sie lange Zeit nichts merken", sagt Augenarzt Eckert. "Vermutlich gibt es beim Grünen Star eine hohe Dunkelziffer". Dem Experten zufolge ist die Krankheit hierzulande die zweithäufigste Ursache für Erblindung.

Makuladegeneration ist eine Volkskrankheit

Kaum einer kennt den Begriff "Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)" - dabei ist die Krankheit hierzulande die häufigste Ursache für Erblindung. Die AMD tritt meist nach dem 50. Lebensjahr auf. Bei den Über-75-jährigen ist etwa jeder dritte bis fünfte Deutsche betroffen. Bei der Krankheit gehen die Sinneszellen an der Stelle des schärfsten Sehens zugrunde. Betroffene bemerken beim Lesen zunächst eine verschwommene Stelle oder einen grauen Schatten, haben aber keine Schmerzen.

Grauen Star bekommt fast jeder

Bei mehr als 90 Prozent der Menschen über 65 trübt sich die Linse allmählich ein - es entwickelt sich der altersbedingt Graue Star, auch Katarakt genannt. Im Frühstadium ist die Sehkraft kaum beeinträchtigt, später haben Betroffene das Gefühl, durch eine trübe Scheibe oder einen Schleier zu sehen. Eckert zufolge ist die Krankheit jedoch gut zu behandeln. Etwa 600.000 Deutschen wird jedes Jahr eine künstliche Linse eingesetzt. Die Sehkraft wird damit wieder vollständig hergestellt.

Moderne Diagnostik

Der Berufsverband der Augenärzte empfiehlt allen Menschen ab einem Alter von 40 Jahren regelmäßige Früherkennungsuntersuchungen, um Augenkrankheiten rechtzeitig zu entdecken. "Augenärzte sind heute nicht nur in der Lage, krankhafte Veränderungen am Auge sehr frühzeitig zu erkennen, sondern sie können sie in den meisten Fällen auch erfolgreich behandeln. Damit bietet die augenärztliche Untersuchung gegenüber dem reinen Sehtest einen erheblichen Zusatznutzen.“

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