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Hashimoto kann Ursache von Schilddrüsenunterfunktion sein

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Hashimoto-Syndrom  

Hashimoto-Syndrom kann zu Schilddrüsenunterfunktion führen

17.07.2012, 11:39 Uhr | nho

Hashimoto kann Ursache von Schilddrüsenunterfunktion sein. Das Hashimoto-Syndrom kann eine Schilddrüsenunterfunktion auslösen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Das Hashimoto-Syndrom kann eine Schilddrüsenunterfunktion auslösen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Depressionen, Haarausfall, Gewichtsverlust, Frieren und Müdigkeit - das sind nur einige Symptome, die auf eine rätselhafte Erkrankung der Schilddrüse hindeuten. Die sogenannte Hashimoto-Thyreoiditis ist eine der häufigsten Autoimmunerkrankungen des Menschen und nicht selten Ursache einer primären Schilddrüsenunterfunktion.

Berufstätige Frauen besonders betroffen

Bei Menschen, die unter Hashimoto leiden, liegt eine Entzündung der Schilddrüse vor. Diese führt dazu, dass das eigene Immunsystem die Schilddrüse angreift. Folge: die Funktion des wichtigen Organs ist über Jahre hinweg eingeschränkt und in schweren Fällen sogar komplett gestoppt. Wichtige Schilddrüsenhormone werden nicht mehr genügend hergestellt. Die Ursachen der Erkrankung sind vielfältig: Neben genetischer Vererbung, unbekannten Viren und Bakterien oder hormonellen Veränderungen wie einer Schwangerschaft oder der Pubertät, können dauerhafter Stress und psychische Belastung die Erkrankung auslösen. Vor allem berufstätige Frauen leiden in Deutschland an Hashimoto. Beruflicher oder privater Druck verschlimmert die Symptome.

Bei Hashimoto versagt die Immunabwehr

Bei einer Autoimmunerkrankung wie Hashimoto arbeitet das Immunsystem gegen den eigenen Körper. Häufig ist dann der gesamte Organismus betroffen. Die Krankheit äußert sich individuell sehr unterschiedlich und kann in zwei Phasen verlaufen. Zunächst führt die Entzündung zu einer erhöhten Ausschüttung von Hormonen in der Schilddrüse. Dies kann zu einer Überfunktion führen und der Stoffwechsel läuft auf Hochtouren. Typische Symptome in dieser Phase sind Nervosität, Hektik und ein ständiges Unruhegefühl. Einige Betroffene leiden unter Herz-Rhythmus-Störungen und Stress, manche hören ihren Puls laut im Ohr.

Erst in der zweiten Phase schlagen die Symptome um und es setzt eine dauerhafte Unterfunktion ein. Mögliche Folgen sind dann Verstimmungen bis hin zu Depressionen, Kreislaufprobleme, Motivationslosigkeit, unkontrollierte Gewichtszunahme und brüchiges Haar.

Die Schilddrüse: Ein Organ mit vielen Funktionen

Die Schilddrüse erfüllt wichtige Aufgaben im Stoffwechsel und hat deshalb Einfluss auf Leistungsfähigkeit, Wachstum und Psyche. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, verschiedene Hormone zu bilden. Sie regulieren beispielsweise den Fettstoffwechsel, die Schweißproduktion und die Darmtätigkeit. Außerdem wirken sie auf das Herz-Kreislauf-System: Die Hormone können die Blutgefäße erweitern, den Herzschlag beschleunigen und den Blutdruck erhöhen. Produziert die Schilddrüse zu viel oder zu wenig Hormone, kommt es zu Beschwerden. In Deutschland leidet etwa jeder dritte Erwachsene an einer Überfunktion oder Unterfunktion der Schilddrüse.

Abtasten, Ultraschall und Bluttest

Vielen Betroffenen ist nicht bewusst, dass eine Fehlfunktion der Schilddrüse schuld an ihren Beschwerden ist. Bei einem Schilddrüsen-Check kann der Arzt durch Abtasten der Halsregion eine vergrößerte Schilddrüse oder knotenförmige Veränderungen erkennen. Besteht der Verdacht auf eine kranke Schilddrüse, wird eine Ultraschall-Untersuchung durchgeführt. Durch sie können Größe und Lage der Schilddrüsenveränderung festgestellt werden. Die Schilddrüse ist unter anderem an der Bildung der Hormone Thyreotropin (TSH), Trijodthyronin (T3) und Thyroxin (T4) beteiligt. Anhand eines Bluttests kann untersucht werden, in welcher Konzentration Thyreotropin im Körper vorkommt. Ein hoher TSH-Wert bei gleichzeitig niedrigen T3 und T4-Werten weist auf eine Schilddrüsenunterfunktion hin.

Eine Hormontherapie kann helfen

Hashimoto kann nicht geheilt aber behandelt werden. Laut der Deutschen Gesellschaft für Autoimmun-Erkrankungen e.V. werden 80 Prozent der Patienten durch eine angepasste Hormontherapie von den Symptomen befreit. Die restlichen 20 Prozent der Erkrankten haben trotz Behandlung mit zahlreichen Beschwerden zu kämpfen haben.

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