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Verdauung: Unangenehme, aber wichtige Fakten über unsere Verdauung

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Verdauung  

Unangenehme, aber wichtige Fakten über unsere Verdauung

17.01.2013, 15:20 Uhr | akl

Verdauung: Unangenehme, aber wichtige Fakten über unsere Verdauung. Die Verdauung ist ein Tabuthema, über das man nicht so gerne spricht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Verdauung ist ein Tabuthema, über das man nicht so gerne spricht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Oben rein, unten raus: Täglich verzehren wir eine ganze Menge verschiedener Speisen - und verlassen uns darauf, dass unsere Verdauung reibungslos funktioniert. Doch: Jeder dritte Patient in Deutschland klagt über Beschwerden im Magen-Darm-Bereich, sagt die Deutsche Gastro-Liga. Wir erklären, welche Fakten Sie über das Tabuthema kennen sollten.

Jeder Bissen legt sechs Meter zurück

Rund eineinhalb Liter Speichel produzieren wir jeden Tag. Dieser versorgt unseren Zahnschmelz mit wichtigen Mineralstoffen, neutralisiert schädliche Säuren und bekämpft mit Hilfe von sogenannten Muzinen Bakterien und Viren. Besonders für die Nahrungsaufnahme ist es wichtig, dass unser Speichel eine schleimige Konsistenz besitzt. Denn so wird die Nahrung zu einer weichen Masse geformt, die beim Schlucken keine Schäden an der Speiseröhre anrichtet und verhindert, dass man sich verschluckt. Zudem setzt der Speichel erste Verdauungsprozesse in Gang: Enzyme spalten Fett, aber auch die Stärke aus Kohlenhydraten.

Nach Angaben der Deutschen Gastro-Liga legt jeder Bissen, den wir hinunterschlucken, einen Weg von rund sechs Metern zurück. Der Magen-Darm-Kanal erstreckt sich vom Mund bis zum After.

Bis zu fünf Stunden Aufenthalt im Magen

Zuerst gelangt der Bissen in den Magen. Dort bleibt er für ein bis fünf Stunden. In dieser Zeit wird die Nahrung mit Hilfe der Magensäure zerkleinert und zu einem Speisebrei, dem sognannten Chymus, verarbeitet. Ein muskulärer Verschlussmechanismus verhindert, dass der Brei in die Speiseröhre zurückfließt. Anschließend wird der Speisebrei in kleinen Portionen in den rund vier Meter langen Dünndarm weitergeleitet, in dem sich auch der Zwölffingerdarm befindet. Würde man die Schleimhaut des Dünndarms auffalten, hätte sie eine Fläche von fast zwei Tennisplätzen, erklärt die Deutsche Gastro-Liga.

Die Galle färbt den Stuhl dunkel

Die Verdauungssäfte des Dünndarms neutralisieren die Magensäure und zersetzen den Speisebrei. Ungefähr fünf Liter Verdauungssekrete werden im oberen Magen-Darm-Kanal zum Speisebrei gemischt. Zudem werden wichtige Nährstoffe herausgelöst. Das geschieht mit Hilfe des Bauchspeicheldrüsen-Sekrets und der Galle. An der Darmwand befindliche Zotten nehmen die Nahrungsbestandteile auf und führen sie dem Körper zu. Zusätzliche Ausstülpungen an den Darmzellen garantieren eine größtmögliche Aufnahmekapazität.

Unverdauliches gelangt in den Dickdarm

Die Bestandteile der Nahrung, die nicht verdaut werden können, werden in den Dickdarm weitergeleitet, der in den Mastdarm übergeht und an dessen Ende der After liegt. Hier geht alles wesentlich langsamer voran: Zwischen fünf bis 70 Stunden kann es dauern, bis die unverdaulichen Reste ausgeschieden werden, so die Deutsche Gastro-Liga. Das liegt daran, dass das in der Masse befindliche Wasser nun herausgefiltert und wieder in den Körper zurückgeführt wird. Morgens ist der Dickdarm besonders aktiv.

50 Prozent des Stuhlgewichts sind Bakterien

Zudem befinden sich im Dickdarm eine ganze Menge Bakterien, die unverdauliche pflanzliche Faserstoffe spalten und verhindern, dass sich krankmachende Keime ausbreiten. Das Stuhlgewicht besteht zu 50 Prozent aus Bakterien, sagt die Deutsche Gastro-Liga. Und auch wenn die Faserstoffe nicht verwertbar sind, so halten sie doch den Stuhl weich - und das beugt Verstopfung vor. Zudem konnten Studien zeigen, dass ein hoher Verzehr von Ballaststoffen das Risiko für Dickdarmkrebs senkt. Übrigens: Es ist die Galle, die unseren Stuhl dunkel färbt.

Blähungen entstehen im Dickdarm

Während der Verdauung entstehen häufig auch Blähungen. Diese bilden sich unter anderem, wenn im Dickdarm Kohlenhydrate gespalten werden. Die dabei entstehenden Gase führen zu den oft unangenehm riechenden und oftmals geräuschvollen Windabgängen. Aber auch durch blähende Lebensmittel oder wenn wir Luft verschlucken, kann es zu den Winden kommen. Acht bis 20 Mal am Tag ist normal, sagt die Deutsche Gastro-Liga. Ein Teil dieser Gase werde abgeatmet. Hat man ständig das Gefühl, gebläht zu sein, kann beispielsweise ein Reizdarm oder Laktoseintoleranz dahinterstecken.

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