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Tinnitus: Behandlung richtet sich nach Schweregrad

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Vier Schweregrade  

Wann sich Tinnitus noch heilen lässt

11.10.2013, 11:08 Uhr | cme

Tinnitus: Behandlung richtet sich nach Schweregrad. Tinnitus: Je früher Ohrgeräusche behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Je früher Tinnitus behandelt wird, desto besser sind die Heilungschancen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Es pfeift, es rauscht, es klopft: Jeder zehnte Deutsche leidet unter Tinnitus. So belastend die Ohrgeräusche manchmal sind - sie werden nicht als eigenständige Krankheit betrachtet. Denn oft tritt Tinnitus nur als Symptom einer anderen Krankheit auf. Zudem können Ohrgeräusche auch wieder verschwinden. Wann das Fiepen harmlos ist - und wann Sie besser einen Arzt aufsuchen.

Bei absoluter Stille pfeift es bei jedem im Ohr

Nach einem Rockkonzert oder Discobesuch kann es am nächsten Tag im Ohr klingeln - das kennt fast jeder. Doch was kaum jemand weiß: Auch bei absoluter Stille hört jeder Geräusche. Das wiesen Forscher bereits in den 50er Jahren in einem Experiment nach: Die gesunden Probanden wurden in einen schallisolierten Raum gebracht, in dem es keine Geräusche gab. Bereits nach fünf Minuten hörten mehr als 90 Prozent der Teilnehmer ein Rauschen oder Pfeifen im Ohr.

Frühe Behandlung - gute Heilungschancen

Auch wenn ein Ohrgeräusch zunächst mal nicht ungewöhnlich ist: Hält das Pfeifen oder Klopfen länger als ein bis zwei Tage an, sollten Sie einen Facharzt aufsuchen. Laut Deutscher Tinnitus-Liga (DTL) haben Patienten mit einem akuten Tinnitus gute bis sehr gute Chancen auf schnelle Besserung.

Bei leichtem Tinnitus hilft Entspannung

Hält der Ton über eine Wochen oder gar Monate an, vernetzen sich die betroffenen Nervenzellen mit der Zeit stärker - so lange, bis der Tinnitus dauerhaft im Gehirn verankert ist. Man spricht dann von einem chronischen Tinnitus, der nur selten wieder verschwindet, sich aber mit verschiedenen Methoden mildern lässt. Ärzte unterscheiden dabei zwischen vier Schweregraden. Grad eins bedeutet: Das Fiepen im Ohr ist zeitweise hörbar, beeinträchtigt den Betroffenen aber nicht. Das trifft auf 35 bis 40 Prozent aller Patienten zu. Die Tinnitus-Liga rät in diesem Fall zu Gelassenheit - so überhört man die Geräusche am ehesten. Sollten die Töne doch mal lästig werden, können Entspannungsverfahren Hilfe bieten.

Bei Grad zwei sind die Ohrgeräusche dauerhaft vorhanden und zweitweise belastend. Sie treten besonders bei psychischem Stress in den Vordergrund. Auch für dieses Stadium werden vor allem Entspannungsmethoden sowie ein vernünftiges Stressmanagement empfohlen.

Ab dem dritten Schweregrad wird Psychotherapie empfohlen

Bei Grad drei erzeugt der Tinnitus einen erhöhten Leidensdruck und beeinträchtigt den beruflichen und privaten Alltag. Das gilt für mindestens acht Prozent der Patienten. Sie machen sich ständig Gedanken über das Fiepen im Ohr. Ab diesem Schweregrad reichen Entspannungsmethoden nicht mehr aus, um die Ohrgeräusche in erträglichem Rahmen zu halten. Die Deutsche Tinnitus-Liga empfiehlt in diesem Fall die so genannte Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT), die verschiedene Behandlungsansätze verknüpft. Psychotherapeutische Elemente sind ebenso enthalten wie wie Entspannungsmethoden und körperliche Bewegung. Ziel ist es, wieder eine positive Lebenseinstellung und eine bessere Lebensqualität zu bekommen.

Auch schwerer Tinnitus lässt sich lindern

Wer unter einem Tinnitus Grad vier leidet, bekommt infolge dieser ständigen Belastung auch psychische und körperliche Leiden. Dazu zählen eine geminderte Konzentration, Kopfschmerzen und Schlafstörungen. Auch Schmerzen und Angst treten häufig auf. Es kann sogar zu Depressionen kommen. Diese extreme Form von Tinnitus erfordert eine umfassende Behandlung, sowohl beim HNO-Arzt als auch bei einem Psychotherapeuten, um die Folgen der belastenden Geräusche so gering wie möglich zu halten.

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