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Diese Volkskrankheiten töten leise: Diabetes, Bluthochdruck, Fettleber

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Diese Volkskrankheiten töten leise

11.07.2016, 12:50 Uhr | cme

Diese Volkskrankheiten töten leise: Diabetes, Bluthochdruck, Fettleber. Grafische Darstellung von Zellen im Blutgefäß: Wenn sich die Gefäße verändern, bleibt das oft lange unbemerkt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Grafische Darstellung von Zellen im Blutgefäß: Wenn sich die Gefäße verändern, bleibt das oft lange unbemerkt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wird die Leber krank, merkt man das nicht unbedingt. Erst in fortgeschrittenem Stadium werden Symptome sichtbar. Die Dunkelziffer bei Lebererkrankungen wie Hepatitis C liegt bei rund 70 Prozent, schätzen Experten der Deutschen Leberhilfe. Ebenfalls häufig übersehen werden Bluthochdruck und Diabetes Mellitus. Wir erklären, was die drei Volkskrankheiten so gefährlich macht und wie Sie die Anzeichen rechtzeitig erkennen.

Das Problem bei Lebererkrankungen: Außer bei akuter Hepatitis gibt es kaum eindeutige Symptome. Die einzigen Anzeichen, die relativ früh auftreten, sind allgemeine Abgeschlagenheit und Müdigkeit - also Beschwerden, die jeder mal hat.

Leberwerte geben Hinweis auf Schäden

Umso wichtiger ist es, zu wissen, was der Leber schadet. Neben Alkohol können auch Übergewicht und unbehandelte Hepatitis-Erkrankungen das Organ zerstören. Auch Patienten, die dauerhaft Medikamente einnehmen, zählen zur Risikogruppe. Wer Drogen konsumiert oder vor 1992 eine Bluttransfusion erhalten hat, hat ein erhöhtes Risiko für Hepatitis C.

Wer erkennt, dass seine Leber gefährdet sein könnte, sollte die Leberwerte Glutamat-Pyruvat-Transaminase (GPT) und g-GT bestimmen lassen. Die Tests gehören zwar nicht zu den Standardtests im Rahmen der Gesundheits-Check-Ups. Wer zur Risikogruppe gehört, bekommt die Untersuchung dennoch bezahlt.

Lebersternchen weisen auf krankes Organ hin

Lebererkrankungen: Diese Warnzeichen ernst nehmen. (Quelle: Lebererkrankungen: Diese Warnzeichen ernst nehmen. (Quelle: "Das Leber-Buch" der Deutschen Leberstiftung) Ist die Leber schon deutlich geschädigt, kommen zur Abgeschlagenheit und Müdigkeit noch weitere Symptome hinzu. So zeigen sich häufig kleine Lebersternchen auf der Haut - das sind sternförmig aussehende Gefäßerweiterungen. Lebersternchen finden sich vorwiegend an Kopf, Hals, Brust und Armen. Weitere Warnzeichen sind eine Gelbfärbung der Augen, Juckreiz oder Schmerzen im rechten Oberbauch.

Solche Anzeichen zeigen sich entweder bei einer schweren, akuten Virushepatitis oder im fortgeschrittenen Stadium einer Leberzirrhose. Oft ist die Leber dann nicht mehr zu retten und es bleibt als letzter Ausweg nur noch eine Lebertransplantation. In Deutschland sterben etwa 50.000 Menschen pro Jahr an den Folgen einer Leberzirrhose, rund 8000 an Leberkrebs.

Hoher Blutdruck bleibt millionenfach unerkannt

Noch weiter verbreitet als Lebererkrankungen ist ein hoher Blutdruck. Schätzungsweise sieben bis zehn Millionen Deutsche wissen nicht, dass sie betroffen sind. Hypertonie - so der Fachausdruck - ist prinzipiell gut behandelbar. Bleibt sie aber unbemerkt, drohen Schlaganfall, Herzinfarkt oder Herzschwäche.

Das Fatale: Patienten mit Hypertonie fühlen sich lange besonders vital und leistungsfähig. Erste Hinweise auf den Bluthochdruck wie eine rote Gesichtsfarbe, Klopfen in den Schläfen, oder Luftnot bei Belastung werden von den Betroffenen oft nicht richtig gedeutet. Der hohe Blutdruck fällt häufig erst auf, wenn er Schäden an den Organen verursacht. Dabei ist es einfach, den Blutdruck zu kontrollieren.

Liegen die Werte in Ruhe wiederholt höher als 140/90 mmHg, sollte der Bluthochdruck behandelt werden. Leicht erhöhte Werte können manchmal mit einer Umstellung des Lebensstils gesenkt werden. So kann es schon helfen, Übergewicht abzubauen, auf Alkohol und Nikotin zu verzichten und sich regelmäßig zu bewegen. Hilft das nicht oder sind die Werte deutlich zu hoch, muss der Arzt Medikamente verschreiben.

Bei Durst und Gewichtsabnahme an Diabetes denken

Die dritte Volkskrankheit, die häufig erst spät erkannt wird, ist Diabetes Mellitus. Bis zu zehn Prozent der Deutschen leiden an der Zuckerkrankheit. Auch hierbei sind die ersten Symptome oft unspezifisch. Dauerhaft hohe Zuckerwerte führen aber zu Gefäßschäden, Augen- oder Nierenerkrankungen. Auch das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko ist erhöht.

Warnzeichen wie großer Durst, ungewollter Gewichtsverlust oder Müdigkeit können auf Diabetes hinweisen und sollten nicht ignoriert werden. Auch vermehrte Harnausscheidung ist ein Hinweis auf die Krankheit.

Übergewicht und Stoffwechselstörungen erhöhen das Risiko

Zur Risikogruppe gehören Frauen, die schon einmal eine Schwangerschaftsdiabetes hatten sowie Menschen mit Übergewicht, Bluthochdruck und Fettstoffwechselproblemen. Sie sollten ihre Blutzuckerwerte regelmäßig messen lassen.

Den Wert können Apotheker oder Ärzte schnell ermitteln. Auch im Rahmen des Gesundheits-Check-ups Ü35 wird der Blutzucker gemessen. Werte ab 100mg/dl (5,6 mmol/l) in nüchternem Zustand oder ab 140 mg/dl (7,8 mmol/l) etwa zwei Stunden nach einer Mahlzeit, gelten als erhöht.

Fünf Regeln beugen Diabetes vor

Betroffene sollten ihren Lebensstil umstellen. Neben ausreichend Bewegung können noch vier weitere Faktoren das Diabetes-Risiko senken. Dies sind eine gesunde Ernährung, Normalgewicht, der Verzicht aufs Rauchen sowie nur mäßiger Alkoholkonsum.US-Forscher behaupten, dass man sein Erkrankungsrisiko um 80 Prozent senken kann, wenn man diese fünf Faktoren beachtet. Der Nebeneffekt: Auch das Risiko für andere Volkskrankheiten wie Bluthochdruck oder Fettleber sinkt.

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