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An diesem Wochentag schlafen die Deutschen am schlechtesten

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Dieser Tag ist problematisch  

Wann die Deutschen am schlechtesten schlafen

01.12.2015, 16:55 Uhr | Katharina Hölter, dpa

An diesem Wochentag schlafen die Deutschen am schlechtesten. Scheinbar hat auch der Wochentag Einfluss auf die Schlafphasen.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Scheinbar hat auch der Wochentag Einfluss auf die Schlafphasen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Gesunder Schlaf ist eine wichtige Voraussetzung für körperliche und seelische Gesundheit. Doch nicht jedem ist es vergönnt, tief und erholsam zu schlummern.  Zudem gibt es einen bestimmten Tag, an dem dies schwerer fällt als an anderen, sagen Schlafforscher. 

"Ganz Deutschland schläft von Sonntag auf Montag am schlechtesten", sagt der Psychologe Hans-Günter Weeß. Das liege zum einen daran, dass man sonntags länger geschlafen habe und abends aber wieder zur gewohnten Zeit ins Bett gehe. 

"Anspannung ist der größte Feind des Schlafs"

Man sei einfach nicht lange genug wach gewesen und habe den sogenannten Schlafdruck nicht ausreichend aufgebaut. Doch es gibt noch einen weiteren Grund: "Viele fragen sich abends im Bett, was die kommende Woche bringt und was ansteht", sagt Weeß und fügt hinzu: "Anspannung ist der größte Feind des Schlafes."

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Schlafmangel steigere das Herz-Kreislauf-Risiko, genauso wie das Diabetesrisiko.

Schlafbedarf ist individuell verschieden

"Unsere durchschnittliche tägliche Schlafdauer liegt bei 7 Stunden und 15 Minuten", sagt Alfred Wiater, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin. Wie viel Schlaf jeder von uns braucht, ist aber sehr unterschiedlich.

Das hänge von den individuellen sozialen Umständen und auch von der genetischen Disposition ab, erklärt Schlafmediziner Peter Young von der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. "Schlaf muss eine hohe Priorität im Leben haben", sagte der Experte. 

24-Stunden-Gesellschaft erschwert das Abschalten 

In Deutschland sind es rund sechs Prozent der Bevölkerung, die nicht richtig ein- oder durchschlafen können und eine Behandlung benötigen. Sie sind deshalb weniger leistungsfähig und ihr Wohlbefinden leidet. Experten sehen darin eine große Gefahr.

"Wir leben in einer 24-Stunden-Gesellschaft, sind ständig erreichbar, ständig mit dem Arbeitsplatz und anderen Menschen verbunden. Das Abschalten fällt uns einfach immer schwerer", sagt der Psychologe und Leiter eines pfälzischen Schlafzentrums, Hans-Günter Weeß. Eine repräsentative Umfrage der Max Grundig Klinik im baden-württembergischen Bühl ergab, dass 41 Prozent der Deutschen Angst vor Schlaflosigkeit haben.

Schlafstörungen haben schwerwiegende Folgen 

Organische Erkrankungen, psychische Störungen, Schichtarbeit und auch Medikamente können als Nebenwirkung Schlafstörungen hervorrufen. Doch es gibt einen Faktor, der bislang zu selten berücksichtigt wird: "Das ist die innere Einstellung des Patienten zur Nacht und zum Schlaf", sagt Weeß. Den Betroffenen gelinge es oft nicht, sich vom Alltag zu verabschieden. 

Frauen schlafen besser in getrennten Betten

"Bei Messungen schlafen Frauen im gemeinsamen Schlafzimmer schlechter, Männer hingegen besser", sagt Weeß. Subjektiv erleben jedoch beide den Paarschlaf als angenehmer. "Frauen sagen trotzdem, dass sie zu zweit besser schlafen als allein."

Da kommt die Psychologie ins Spiel: "Das gemeinsame Schlafen bietet für beide Geschlechter ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit." Den Grund für den objektiv schlechteren Schlaf der Frau kann man evolutionsbiologisch erklären. Sie seien genetisch so programmiert, dass sie für das Wohl der Familienmitglieder und Kinder zuständig sind - auch nachts. "Sie schlafen sozusagen an ihrem Arbeitsplatz."

Beeinflusst das Handy unseren Schlaf?

"Wir wissen von Jugendlichen, wenn sie vor dem Einschlafen und später im Bett noch viel mit dem Handy daddeln, dass sie schlechter schlafen", sagt Weeß. Das Abschalten falle immer schwerer. Sie haben weniger Schlaf und sind am Tage weniger ausgeschlafen.

Ranghohe Politiker und Manager schlafen oft nur wenige Stunden am Tag - und schaffen sie es trotzdem, ihre wichtigen Jobs auszuführen.

"Vielleicht zählt die eine oder andere Politikerin oder der eine oder andere Politiker zu den Kurzschläfern und ist daher trotz wenig Schlaf voll leistungsfähig", vermutet Wiater. Zu bedenken sei aber, dass Schlafmangel zu "realitätsfernem Optimismus und erhöhter Risikobereitschaft führen kann." Daher sollten sich Politiker über den Stellenwert erholsamen Schlafes für verantwortungsvolles Handeln im Klaren sein.

Was Gesundheits-Apps und Schlaftracker-Armbänder leisten

Hilfsmittel wie Apps oder Schlaftrackwer sollten nach Meinung der Experten nur eingesetzt werden, wenn sie auch wissenschaftlich überprüft wurden. Es bestehe ansonsten die Gefahr, dass man falsche Schlüsse aus den gewonnenen Daten zieht und es eher zu einer Verunsicherung kommt, statt zur Förderung der Gesundheit.

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