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Kinder können auch auf dem Trockenen ertrinken

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Badeunfall mit Spätfolgen  

Kinder können auf dem Trockenen ertrinken

25.08.2017, 15:25 Uhr | tze, t-online.de

Kinder können auch auf dem Trockenen ertrinken . Sekundäres Ertrinken: Wenn Kinder zu viel Wasser in die Lunge bekommen, besteht noch Stunden später Lebensgefahr.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wenn Kinder zu viel Wasser in die Lunge bekommen, besteht noch Stunden später Lebensgefahr. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Panisch strampelt und schreit das Kind im Wasser, es droht zu ertrinken, bis endlich rettende Hände zupacken und es herausholen. Gerade nochmal gut gegangen, die Gefahr scheint gebannt zu sein – doch noch Stunden nach dem Beinahe-Badeunfall kann das Kind an den Folgen sterben. "Sekundäres Ertrinken" heißt dieses Phänomen. Eltern sollten nach einem gefährlichen Zwischenfall auf frühe Warnzeichen achten, um das Schlimmste zu verhindern.

Über einen Fall aus den USA ist in vergangener Zeit ausführlich berichtet worden. In Texas starb der vierjährige Frankie an den Folgen eines scheinbar harmlosen Vorfalls: Er spielte am Strand, wurde von einer Welle erfasst und geriet kurz mit dem Kopf unter Wasser. Direkt danach war noch alles gut.

In der Nacht nach dem Badeunfall musste Frankie sich dann aber übergeben und litt unter Durchfall. Einige Tage später kamen Schmerzen hinzu. Sein Vater brachte ihn ins Krankenhaus, aber die Ärzte konnten dem Jungen nicht mehr helfen. Frankie starb eine Woche nachdem er von der Welle erfasst worden war. Als Todesursache wurde "sekundäres Ertrinken" vermutet.

Kinder können auch in flachem Wasser ertrinken

Solche Fälle sind zwar sehr selten. Doch da es auch in Deutschland immer mehr Kinder gibt, die nicht schwimmen können, ist das Risiko nicht zu unterschätzen. Zudem können Kinder sogar in flachem Wasser ertrinken, das kaum tiefer als eine Pfütze ist. Wenn die Kleinen mit dem Gesicht im Wasser landen, verschließt sich in einer Schockreaktion die Stimmritze und blockiert die Atmung (in einem solchen Fall spricht man von "trockenem Ertrinken").

Wasser in der Lunge ist lebensgefährlich

Ärzte weisen darauf hin, dass das "sekundäre" oder "verzögerte Ertrinken" noch 24 Stunden nach dem Notfall im Wasser droht, auch wenn sich das Kind scheinbar davon erholt hat. Deshalb ist es wichtig, Kinder nach einer kritischen Situation lange unter Beobachtung zu halten.

Wasser in der Lunge verursacht lebensbedrohliche Atemprobleme. "Das Einatmen von Flüssigkeiten führt unter anderem durch Entzündungsreaktionen und Ödeme in der Lunge zu Störungen des Gasaustausches. Ohne Behandlung können sie in wenigen Stunden durch immer größeren Sauerstoffmangel zum Tod führen", erklärt Professor Hans-Jürgen vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Schon bei kleinen Flüssigkeitsmengen wird es gefährlich

Experten zufolge liegt die kritische Flüssigkeitsmenge bei zwei Millilitern pro Kilogramm Körpergewicht. Je kleiner das Kind, desto kleiner die gefährliche Menge. "Für einen fünfjährigen Jungen, der 18,5 Kilogramm wiegt, wären 37 Milliliter Wasser in der Lunge gefährlich", so die Beispielrechnung auf der Internetseite des BVKJ, kinderaerzte-im-netz.de. 37 Milliliter sind etwas weniger als ein großes Schnapsglas oder drei Esslöffel Flüssigkeit.

Warnzeichen für sekundäres Ertrinken

  • Husten
  • schnelle Atemfrequenz
  • Brustschmerzen
  • Müdigkeit oder Teilnahmslosigkeit
  • verfärbte Lippen

Nicht jedes Husten nach einem Badeausflug muss Eltern in Panik versetzen. Aber wenn die Symptome bei einem Kind auftreten, das beim Schwimmen einen Beinahe-Unfall hatte, muss es sofort in die Klinik.

Damit es gar nicht so weit kommt, dürfen Eltern kleine Kinder niemals unbeaufsichtigt in der Nähe von Wasser spielen lassen. So lange ein Kind noch nicht sicher schwimmen kann, dürfen sie es auch im Schwimmbad nicht aus den Augen lassen.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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