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Herzschwäche: Nächtlicher Harndrang ist Indiz

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Herzschwäche  

Nächtlicher Harndrang kann auf Herzschwäche hinweisen

07.01.2011, 08:21 Uhr | AP/dpa

Herzschwäche: Nächtlicher Harndrang ist Indiz. Herzkrankheiten: Eine gesunde Lebensweise hält unser Herz gesund.  (Quelle: t-online.de)

Eine gesunde Lebensweise hält unser Herz gesund. (Quelle: t-online.de)

Die Beine werden dick und schwer und Sie müssen nachts ständig auf Toilette? Das können Symptome einer Herzschwäche sein. "Vor allem wenn beides auftritt, sollte man unbedingt einen Arzt aufsuchen, um die Leistungsfähigkeit des Herzens zu untersuchen", rät Norbert Smetak vom Bundesverband Niedergelassener Kardiologen (BNK). Testen Sie jetzt, ob auch Sie betroffen sein könnten.

Wasser strömt nachts aus Venen in die Blase

Häufiger Harndrang in der Nacht kann ein Anzeichen für verengte Herzkranzgefäße sein. Menschen, die in einer Nacht zweimal oder öfter zur Toilette müssen und von einem anderen Arzt keine klare Diagnose bekommen, sollten zum Kardiologen gehen. Denn wenn das Herz zu schwach ist, um für eine ausreichende Blutzirkulation zu sorgen, dringt Wasser aus den prall gefüllten Venen ins Gewebe ein. Dies ist für das Anschwellen der Beine verantwortlich. "Nachts, wenn die Beine im Liegen entlastet sind, strömt das Wasser zurück und füllt die Blase", erklärt Smetak. Je stärker die Herzschwäche ausgeprägt ist, desto häufiger entsteht nachts ein Harndrang.

Herzschwäche kann Leber beeinflussen

Auch in anderen Organen, wie in den Lungen und im Bauchraum, kann sich Wasser stauen, was Atemnot und Störungen der Leberfunktion zur Folge haben kann. Smetak warnt, dass bei diesen Anzeichen das Risiko einer sogenannten koronaren Herzkrankheit (KHK), also einer starken Verengung der Herzkranzgefäße bestehe. Sie ist der häufigste Auslöser für Herzschwäche. Wenn die Durchblutung der Herzkranzgefäße zu stark eingeschränkt ist, könne es sogar zu einem Herzinfarkt kommen, sagt Smetak. Eine aktuelle Studie aus den USA habe dies bestätigt. Sie hat ergeben, dass Männer, die jünger als 60 Jahre sind und nachts oft zur Toilette gehen, später häufiger eine KHK entwickelten. Über einen Zeitraum von 17 Jahren befragten die Forscher 2447 Männer zwischen 40 und 79 Jahren. Dabei hätten sie einen Zusammenhang zwischen häufigem Harndrang und der gefährlichen Herzkrankheit herausgefunden.

Auf diese drei Warnsignale müssen Sie achten

yNeben Wasseransammlungen an Gelenken, Unterschenkeln und am Bauch - so genannte Ödeme, ist andauernde Müdigkeit ein typisches Symptom für chronische Herzschwäche. Wichtig ist, sich selbst genau zu beobachten und Beschwerden nicht zu verdrängen. Brauchen Sie an jedem Treppenabsatz eine Pause? Lassen Sie eher den Bus wegfahren, als ihn mit einem kleinen Spurt zu erwischen? Sagen sie öfter Sporttermine ab, weil Sie sich zu schlapp fühlen? Dann sollten Sie Ihr Herz untersuchen lassen. Nur der Besuch beim Arzt kann klären, ob es sich um eine Herzerkrankung handelt. Je früher sie Herzschwäche erkannt wird, desto größer sind die Chancen, sie wirksam zu bekämpfen.

Bewegung kann dem Herz helfen

Neben der Einnahme von Medikamenten ist auch regelmäßige Bewegung wichtig. "Am besten geeignet sind für Menschen mit einer Herzschwäche Ausdauersportarten wie Gehen, Walken oder Fahrradfahren, nicht jedoch Schwimmen, da der Druck des Wassers ein Ansteigen des Blutdrucks bewirkt", sagt Smetak.

Was macht das Herz schwach?

Neben der koronaren Herzkrankheit ist Bluthochdruck ein häufiger Auslöser von Herzschwäche. Beide entstehen aus Risikofaktoren wie Rauchen, falsche Ernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel. Chronisch erhöhter Blutdruck belastet den Herzmuskel stark und lässt das Gewebe dicker werden. Das gilt auch, wenn der Herzmuskel nicht mehr elastisch genug ist. In diesem Fall spricht man von diastolischer Herzschwäche. Weniger häufig sind angeborene Herzfehler, Herzmuskelentzündungen oder defekte Herzklappen.

Mehr Infos: Deutsche Herzstiftung

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.


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