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Migräne: Was sind die Ursachen der Schmerzattacken?

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Pochende Kopfschmerzen  

Migräne: Was sind die Ursachen für die Attacken?

10.08.2017, 15:04 Uhr | lk, t-online.de, dpa-tmn

Migräne: Was sind die Ursachen der Schmerzattacken?. Migräne: Was sind die Ursachen für die Schmerzattacken? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Wavebreakmedia)

Migräne: Was sind die Ursachen für die Schmerzattacken? (Quelle: Wavebreakmedia/Thinkstock by Getty-Images)

In Deutschland leiden zirka zehn bis fünfzehn Prozent der Bevölkerung regelmäßig unter Migräne, so die Deutsche Gesellschaft für Neurologie (DGN). Und dennoch sind die Auslöser für die starken Schmerzen noch nicht umfassend erforscht. Welche Ursachen Migräne haben kann und was Sie tun können.

Was ist Migräne?

Die Entstehung von Migräne ist noch nicht eindeutig geklärt. Forscher vermuten jedoch, dass sie durch die Reizung eines bestimmten Gehirnnervs entsteht, welcher in der Hirnhaut Entzündungsstoffe freisetzt, die wiederum die Blutgefäße erweitern. Die Entzündung der Hirnhaut und des umliegenden Gewebes kann Schmerzimpulse verursachen, die dann in einem Migräneanfall münden. Während eines Migräneanfalls ist der Energieumsatz im Gehirn erhöht. Die Folge ist eine Veränderungen der Sinneseindrücke und Empfindungen.

Dadurch, dass parallel zur Entzündung auch noch der Botenstoff CGRP (Calcitonin-Gene-Related-Peptide) im Blut erhöht ist, werden die Schmerzen im Gehirn leichter weitergeleitet. Auch sind einige Nervennetze stärker erregt und der Stoffwechsel des Serotonins wird verändert. Die Folge ist ein meist einseitiger, pochender Schmerz, der teilweise so intensiv ist, dass Migränepatienten komplett außer Gefecht gesetzt sind. Dazu gesellen sich Übelkeit, Licht-, Lärm- und Geruchsempfindlichkeit sowie bei manchen Patienten auch Wahrnehmungs- und Sehstörungen – die sogenannten Auren.

Ursachen für Migräne

Bei der Entstehung von Migräne können zahlreiche Ursachen eine Rolle spielen. Zum einen kann sie erblich bedingt sein, zum anderen können Faktoren wie Stress, Schlafmangel, Wetterwechsel oder Muskelverspannungen die Schmerzattacken auslösen. Bei Frauen können es zudem hormonelle Schwankungen kurz vor der Menstruation sein. Bei der Einnahme einer östrogenhaltigen Pille kann es während der Pillenpausen zu Migräne kommen, da dem Körper in dieser Pause das Östrogen fehlt. Ziehen Sie einen Pillenwechsel in Betracht, wenn Sie einen Zusammenhang zwischen Pillenpause und Migräne vermuten.

Auch Ernährungsgewohnheiten spielen eine große Rolle. So können alkoholische Getränke wie beispielsweise Sekt oder Rotwein ebenso Migräne verursachen wie Kaffee, Schokolade oder Käse. Eine letzte Ursache für Migräne kann eine Reizüberflutung, beispielsweise durch übermäßiges Fernsehen oder Stroboskope in Discotheken, sein.

Stress abbauen hilft

Da Stress als einer der Hauptauslöser für Migräne gilt, können Methoden zum Stressabbau helfen, die Häufigkeit der Migräneanfälle zu reduzieren. Dazu gehören beispielsweise Meditation, Autogenes Training, Chi Gong oder Massagen. Auch Akupunktur hat sich in einigen Fällen als wirksam erwiesen.

Da Migräne sich bei jeder Person individuell äußert, gibt es auch kein Patentrezept. Wenn Sie häufiger unter Kopfschmerzen oder Migräne leiden, kann das Führen eines Kopfschmerztagebuchs Ihnen und Ihrem Arzt helfen, die individuellen Ursachen und Auslöser Ihrer Kopfschmerzen herauszufinden und diese einzudämmen oder ganz zu vermeiden – beispielsweise durch eine Therapie mit Betablockern. Vorlagen für dieses Tagebuch erhalten Sie unter anderem bei der Deutschen Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (DMK).

Im Notfall können rezeptfreie Schmerztabletten Linderung verschaffen. Sprechen Sie jedoch in jedem Fall mit Ihrem Arzt, sollten Sie häufig unter Kopfschmerzen oder Migräne leiden.

Übermäßiger Gebrauch von Tabletten kann Schmerzen verschlimmern

Es klingt paradox: Wer gegen seine Kopfschmerzen zu häufig Schmerzmittel oder Migränemittel einnimmt, bekommt Kopfschmerzen. Prof. Hartmut Göbel, Gründer und Chefarzt der Schmerzklinik Kiel, erklärt den sogenannten Medikamentenübergebrauch-Kopfschmerz so: Schmerzmittel reduzieren die Schmerzempfindlichkeit. Nimmt man sie über einen längeren Zeitraum sehr häufig ein, erhöht das Nervensystem die Schmerzempfindlichkeit, um wieder eine normale Schmerzempfindlichkeit einzustellen.

Lässt die Wirkung des Schmerzmittels nach, schießt die Schmerzempfindlichkeit hoch, es treten spontan sogenannte Rückschlagkopfschmerzen auf, die erneut die Schmerzmitteleinnahme fordern – ein Teufelskreis. Dem kann man nur entkommen, indem man bis zu 30 Tage komplett auf Schmerzmittel verzichtet.

Vorbeugen kann man, indem man der sogenannten 10-20-Regel folgt: An weniger als an zehn Tagen im Monat darf man Schmerzmittel einnehmen, an mindestens 20 Tagen nimmt man keine.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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