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Alkohol, Rauchen oder Glücksspiel: Schlechte Angewohnheit oder Sucht?

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Sucht  

Aus Genuss kann sich eine Sucht entwickeln

26.10.2011, 15:31 Uhr | akl

Alkohol, Rauchen oder Glücksspiel: Schlechte Angewohnheit oder Sucht?. Auch aus Weingenuss kann sich eine Alkoholsucht entwickeln. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Auch aus Weingenuss kann sich eine Alkoholsucht entwickeln. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nach Feierabend ein Gläschen Wein, bei Stress ein Riegel Schokolade oder bei Frust eine Shopping-Tour. Aus Genuss kann sich eine Abhängigkeit entwickeln. Wir verraten, warum man abhängig werden kann und ab wann von Sucht gesprochen wird. Testen Sie hier Ihr Suchtverhalten nach den offiziellen Kriterien des ICD-10.

Wenn Menschen nicht mehr verzichten können

Schätzungen zufolge haben 90 Prozent der Menschen etwas, worauf sie nicht mehr verzichten können. Das kann der Kaffee am Morgen, das Bier am Abend, die Zigarette danach oder der Schokoriegel bei Stress sein. Dieser Genuss muss sich nicht zwangsläufig zu einer Sucht entwickeln. Besonders groß ist das Risiko aber bei berauschenden Mitteln wie Alkohol, Zigaretten und Drogen. Selbst nach einem abgeschlossenen körperlichen Entzug und längerfristiger Entwöhnung kann die vergessen geglaubte Verhaltensweise in bestimmten Schlüsselsituationen wieder reaktiviert werden.

Das Belohnungssystem im Gehirn spielt bedeutende Rolle

Für Experten spielt das Belohnungszentrum im Gehirn eine entscheidende Rolle bei der Suchtentwicklung. Es entwickelt sich durch Erfahrungen und die wahrgenommene Umwelt weiter und speichert in Erinnerungsprogrammen emotionale Befindlichkeiten. Man kann also sagen, dass das Suchtgedächtnis erlernt wird. Suchtverhalten wird durch eine Fehlsteuerung des Belohnungssystems hervorgerufen. Empfinden wir etwas als positiv, werden im Gehirn vermehrt Hormone wie beispielsweise Dopamin ausgeschüttet - wir empfinden Glück und Euphorie.

Bei Rauschmitteln wird´s gefährlich

Auch Rauschmittel wie Drogen, Alkohol und Zigaretten können zu einer Hormonausschüttung führen. Weil der Konsum glücklich macht, wird öfter konsumiert. Wird regelmäßig konsumiert, gewöhnt sich der Körper an den erhöhten Hormonspiegel. Das Ergebnis: Das hormonelle Gleichgewicht verschiebt sich, die körpereigene Hormonproduktion sinkt und damit auch die Stimmungslage. Der Wunsch, das Suchtmittel wieder zu konsumieren, erwacht. Das Gehirn will immer mehr und das wird gerade bei Stoffen mit Suchtpotential gefährlich.

Kann man süchtig nach Schokolade sein?

Auch Schokoladen- oder Chipskonsum, Shopping-Touren, Internetbesuche und Glücksspiele wirken sich auf das Belohnungssystem aus. Es kommt zwar nicht zu einer körperlichen Abhängigkeit, aber das Verlangen nach mehr kann in gewissem Sinne als Sucht bezeichnet werden. Das Surfen im Internet, der obligatorische Riegel Schokolade oder der Besuch im Casino muss nicht zwangsläufig schlecht sein. Doch die Grenze ist fließend. Steigt der Konsum drastisch an und kann er nicht mehr kontrolliert werden, wird es gefährlich. Laut Experten weist der starke Wunsch, die Substanz zu konsumieren auf eine Abhängigkeit hin. Entzugssymptome wie Unruhe, Zittern und Schlaflosigkeit sowie die Vernachlässigung anderer Interessen sind weitere Anzeichen von Suchtverhalten.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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