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Stress  

Welcher Stress-Typ sind Sie?

26.04.2012, 10:34 Uhr | sk (CF) / niw

Zu welchem der Stress-Typen gehören Sie?. Jeder Mensch geht anders mit stressigen Situationen um (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Jeder Mensch geht anders mit stressigen Situationen um (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Jeder Mensch geht anders mit den Anforderungen in Alltag und Job um. Die Reaktion auf stressige Situation kann dabei individuell sehr unterschiedlich ausfallen. Psychologen sprechen von Stresstypen, die jeder für sich bestimmten Verhaltensmustern folgen. Auch wenn es Mischformen gibt, lassen sich die meisten Menschen in der Regel einen bestimmten Stresstyp eindeutig zuordnen. In unserer Fotoshow haben wir einige Tipps gegen Stress zusammengestellt.

Das passiert bei Stress im Körper

In stressigen Situationen wird vermehrt das Hormon Adrenalin ausgeschüttet. Dies schärft die Sinne und stellt dem Menschen ein hohes Maß an Energie zur Verfügung. Begründet liegt diese Reaktion in der Frühzeit unserer Entwicklungsgeschichte. Der Körper sollte durch Stress in bestimmten Situationen in Alarmbereitschaft versetzt werden. Die Folge: Die Atmung beschleunigt sich, der Blutdruck steigt, Muskeln werden angespannt, die Herzfrequenz wird erhöht und die Verdauung arbeitet langsamer.

So konnte der Mensch der Frühzeit schnell auf Gefahren reagieren. Heutzutage jedoch schafft der Körper nur schwer den Ausgleich solcher Situationen. Durch permanente Reizüberflutung, Lärm, Alltagsstress oder zu viel Arbeit kann der Stress kaum noch abgebaut werden. Langzeitfolgen sind erhöhter Blutdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Magenbeschwerden oder Schlafstörungen.

Positiver und negativer Stress

Dennoch ist Stress nicht von vornherein etwas Schlechtes. Der ungarisch-kanadische Forscher Hans Selye unterscheidet zwei Arten von Stress. Zum einen den positiven Stress, der so genannte "Eustress", der motiviert und für Glücksgefühle sorgt, zum anderen den negativen Stress, den "Disstress", welchen man schlecht abbauen kann, und der somit schnell zur Belastung werden und krank machen kann.

Die Einteilung in verschiedene Stresstypen

Damit es nicht so weit kommt, sollten Sie lernen, richtig mit belastenden Situationen umzugehen. Dabei hilft es, wenn Sie Ihren Stress-Typ wissen, denn die Reaktion einzelner Menschen auf stressige Situationen ist recht unterschiedlich. Dennoch zeigen sich typische Verhaltensmuster, die eine Einteilung der Betroffenen in verschiedene Gruppen erlauben. Auf dem Gesundheitsportal netdoktor.de unterscheidet Dr. Nina Buschek die vier folgenden Stresstypen.

Typ 1: Der Einzelkämpfer

Ein besonders auffälliger Stress-Typ ist der Einzelkämpfer, der keine Verantwortung abgeben und sich um alles selbst kümmern will. Er ist permanent in Eile, mischt sich an vielen Stellen ein und arbeitet oft bis zur völligen Erschöpfung. Dieser Stress-Typ ist sehr ehrgeizig und empfindet den Stress oftmals nicht als solchen, da er ständig unter Strom steht. Für ihn ist es wichtig, häufiger mal Pausen einzulegen, den ein oder anderen Termin abzusagen, sich selbst etwas zurückzunehmen und Aufgaben abzugeben - auch wenn das schwer fallen mag. Denn dieser Stress-Typ läuft häufig Gefahr, irgendwann mit Burnout zusammenzubrechen.

Typ 2: Der Ausgeglichene

Ganz anders sieht es beim ausgeglichenen Stress-Typen aus. Ihn verbindet mit dem Einzelkämpfer zwar das große Engagement, insbesondere im beruflichen Bereich. Er setzt jedoch auf die Zusammenarbeit mit anderen und schafft es vor allem, rechtzeitig eine Pause einzulegen. Dann findet der Ausgeglichene die nötige Entspannung. Wenn Sie zu diesem Stress-Typ gehören, laufen Sie wohl kaum Gefahr, an Folgen von Stress zu erkranken, denn Sie schaffen es von ganz alleine, eine gesunde Balance zwischen Stress und Entspannung zu halten. (Work-Life-Balance: Stress mit Auszeiten begegnen)

Typ 3: Der hilfsbereite Stress-Typ

Als anfällig für Stress gilt auch der hilfsbereite Stress-Typ. Er strebt nach Harmonie, kann niemandem etwas abschlagen und scheut sich häufig, seine Verärgerung offen zu zeigen. Auseinandersetzungen und Herausforderungen geht er lieber aus dem Weg. Ein Gefühl der Angst und Anspannung ist durchaus typisch für diesen Stress-Typ. Dieses kann für ihn nach einer Weile gefährlich werden, nämlich dann, wenn über längere Zeit unterdrückte Wut und Unzufriedenheit aufs Gemüt schlagen. Im schlimmsten Fall kann dies Depressionen zur Folge haben. Um dem vorzubeugen, sollte der hilfsbreite Stress-Typ auch mal "Nein" sagen und seine eigenen Bedürfnisse zur Sprache bringen und diese durchsetzen.

Typ 4: Der konservative Stress-Typ

Der vierte Stress-Typ, von dem Dr. Buschek spricht, ist der konservative. Auf den ersten Blick scheint er dem ausgeglichenen Stress-Typ zu ähneln. Ihn bringt nur wenig aus der Ruhe - solange alles seine gewohnten Bahnen geht. Unerwartete Herausforderungen, die Flexibilität erfordern, können ihn hingegen verunsichern und bei ihm Stress auslösen. Dies kann zum Beispiel passieren, wenn sich bestimmte Abläufe am Arbeitsplatz plötzlich ändern. Diesem Stress-Typ ist anzuraten, sich bewusst mit neuen Strukturen auseinanderzusetzen und über die Probleme zu sprechen. Nur so ist gewährleistet, dass sich kein Frust anstauen kann.

Was Sie gegen Stress tun können

Ganz gleich, welchem Stress-Typ Sie sich zugeordnet haben, Stress ist immer ein Warnsignal des Körpers. Sie können jedoch mit einigen Tipps Stress vermeiden oder lernen, besser mit ihm umzugehen: Versuchen Sie, einen angemessenen Ausgleich zum stressigen Job zu schaffen und achten Sie darauf, dass Sie ausreichend Freizeit haben. Gehen Sie aus und treffen Sie Freunde, denn diese können Sie ablenken und Ihnen bei Ihren Problemen helfen.

Regelmäßig Sport treiben oder zumindest ab und zu einen kleinen Spaziergang machen, kann helfen, in stressigen Situationen gelassener zu reagieren. Auch Entspannungstechniken, wie beispielsweise Yoga oder autogenes Training, eignen sich hervorragend zum Stressabbau. Und wenn Sie sich in einer stressigen Situation befinden, hilft es oftmals schon, einfach mal kurz innezuhalten, durchzuatmen und an etwas Schönes, wie beispielsweise einen vergangenen Urlaub, zu denken.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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