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Depression und Selbstmordgedanken: Hilfe finden

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Schwer erkennbar  

Hilfe bei Depressionen und Selbstmordgedanken

27.10.2017, 15:24 Uhr | lm (CF), lk, t-online.de

Depression und Selbstmordgedanken: Hilfe finden. Älterer Herr schaut traurig aus dem Fenster. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/NADOFOTOS)

Selbstmordgedanken werden meist von älteren Männern in die Tat umgesetzt (Symbolbild). (Quelle: NADOFOTOS/Thinkstock by Getty-Images)

Menschen, die an Depressionen leiden, verfallen häufig in Selbstmordgedanken. Rund 10 bis 15 Prozent der Erkrankten setzen diese Gedanken in die Tat um und begehen Selbstmord. Häufig wissen Betroffene und Angehörige nicht, wie sie mit dem Problem umgehen sollen. Dabei gibt es Anlaufstellen, die im Notfall wichtige Hilfe leisten können.

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Unterschätzte Todesursache: Depressionen

Wie viele Menschen sich jährlich das Leben nehmen, ist kaum zu berechnen. Weltweit sind es laut Statistiken etwa 164.000 Männer und Frauen. Allein in Deutschland begingen laut den Zahlen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2010 rund 10.000 Menschen Selbstmord, berichtet der "Spiegel. Fachleute gehen allerdings von einer viel höheren Dunkelziffer aus.

Ein Großteil der Menschen, die Suizid begehen, ist männlich. Auf der anderen Seite gibt es unter Frauen deutlich mehr Selbstmordversuche. Auch beim Altersdurchschnitt gibt es Unterschiede. Während Männer häufig in höherem Alter Selbstmord begehen, sind es unter Frauen meist die Jüngeren (15-19 Jahre), die sich selbst das Leben nehmen.

Selbstmordgedanken sind von außen schwer erkennbar

Meist kann niemand einem anderen Menschen ansehen, ob dieser an Depressionen leidet oder gar von Selbstmordgedanken geplagt wird. Suizidgefährdete Personen verhalten sich scheinbar normal. Sie gehen weiter zur Arbeit, achten auf ihr Äußeres und tragen ihre negative Stimmung selten nach außen.

Ein Suizid wird häufig von langer Hand geplant. Einige Menschen kündigen ihn sogar an - doch nicht immer wird dieser Hilfeschrei verstanden. Die Zeit zwischen dem Äußern der Selbstmordgedanken und der Umsetzung ist kaum abzuschätzen. Es kann sich um Monate oder lediglich um Stunden handeln. Der akute Drang, sich zu töten, nimmt laut Forschern allerdings schnell ab, wenn sich die Tat nicht sofort realisieren lässt. (Schlafentzug bei Depressionen kann lindernd wirken)

Hilfe suchen bei Depression und Selbstmordgedanken fällt oft schwer

Menschen mit Selbstmordgedanken scheuen sich oft davor, aktiv um Hilfe zu bitten. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Betroffene sehen diesen Schritt als persönliche Schwäche an und schämen sich. Außerdem sind depressive Menschen meist nicht mehr besonders reaktionsfähig. Die Antriebslosigkeit, die mit einer Depression einhergeht, hält viele Patienten von aktiven Maßnahmen ab. In einigen Fällen - doch leider nicht immer - glücklicherweise auch vom Selbstmord. (Alkoholkonsum macht Depressionen schlimmer)

Hilfe im Notfall

Selbstmordgedanken kommen häufig dann auf, wenn die Betroffenen allein sind. In dieser Situation ist die Telefonseelsorge (siehe Infokasten unten) eine gute Anlaufstelle, so der Hamburger Psychologe Georg Fiedler vom Therapiezentrum für Suizidgefährdete des Universitätsklinikums Eppendorf. Das Gespräch ist kostenlos und die Anrufer bleiben anonym. Ein weiterer Schritt sollte in jedem Fall das Aufsuchen eines Psychotherapeuten sein. Termine für ein Erstgespräch sind im Normalfall auch kurzfristig zu erhalten.

Wird der Suizidwunsch allerdings konkreter, müssen weitere Maßnahmen ergriffen werden. Häufig bleibt nicht viel Handlungsspielraum, um einen Selbstmord zu verhindern. Ein Vertrag mit dem behandelnden Psychologen, der einen Selbstmord verbietet, kann hilfreich sein. Außerdem sollten Betroffene die Telefonnummern von Seelsorgern oder der nächsten Psychiatrie möglichst abrufbereit im Handy gespeichert haben.

10.000 Menschen begehen jährlich Selbstmord

Jährlich nehmen sich in Deutschland rund 10.000 Menschen das Leben. Dabei werden über ein Drittel der Suizide von Menschen über 65 Jahren verübt, wie die Deutsche Gesellschaft für Suizidprävention (DGS) erklärt. Darunter sind es vor allem die älteren Männer, die ihrem Leben ein Ende setzen: Im Jahr 2015 haben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 1065 Frauen und 2715 Männer über 65 Jahren Suizid begangen.

HILFSANGEBOTE: Die TelefonSeelsorge hat verschiedene anonyme und vertrauliche Beratungsangebote im Internet. Ein persönliches Gespräch bietet die TelefonSeelsorge anonym und rund um die Uhr unter den gebührenfreien Telefonnummern 0800-111 0 111 und 0800-111 0 222 an. Neben Gesprächen am Telefon wird auch der Austausch per Mail oder Chat angeboten. Weitere Unterstützungsmöglichkeiten finden Sie vor Ort bei einem Pfarrer, Arzt oder in lokalen Beratungsstellen. Diese finden Sie im örtlichen Telefonbuch über den Allgemeinen Sozialdienst der Stadt oder die Wohlfahrtsverbände Arbeiterwohlfahrt, Caritas, Deutsches Rotes Kreuz, Diakonie und Paritätischer Wohlfahrtsverband.

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