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Was bringt Gedächtnistraining wirklich?

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Übungen nicht nur für Senioren  

Was bringt Gedächtnistraining wirklich?

06.06.2017, 16:48 Uhr | sd, sah, dpa-tmn

Was bringt Gedächtnistraining wirklich?. Mit Gedächtnistraining halten Sie Ihr Gehirn fit. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Highwaystarz-Photography)

Mit Gedächtnistraining halten Sie Ihr Gehirn fit (Quelle: Highwaystarz-Photography/Thinkstock by Getty-Images)

Gedächtnistraining gibt es in vielen Formen. Wer seine Gedächtnisleistung dauerhaft trainieren will, sollte sich jedoch nicht nur auf Übungen verlassen, raten Experten. Wichtig sind auch ein ausgefülltes Leben und ein abwechslungsreicher Alltag.

Was ist Gedächtnistraining?

Übungen zum Gedächtnistraining sollen helfen, die Merkfähigkeit zu verbessern. Besonders häufig interessieren sich Senioren dafür. Aber auch Schüler suchen nach geeigneten Techniken, um den Schulstoff zu strukturieren und besser zu behalten. Mit Gedächtnistraining können unter anderem die Konzentration, das assoziative und logische Denken und die Urteilsfähigkeit verbessert werden.

Was bringt Gedächtnistraining?

"Ganzheitliches Gedächtnistraining bezieht alle Sinne und beide Gehirnhälften ein. Nachweislich verbessert es die Durchblutung und den Stoffwechsel des Gehirns, was zu einer Steigerung der allgemeinen Lernfähigkeit führt. Die gleichzeitige Aktivierung des gesamten Organismus hebt das körperliche und geistige Wohlbefinden", erklärt der Bundesverband Gedächtnistraining.

Kann Gedächtnistraining Demenz verhindern?

Vor allem Senioren haben Angst, an Demenz zu erkranken und möchten mit Gedächtnistraining gegensteuern. Das kann über den Effekt von Gedächtnistraining auch gelingen. So sollte man das Gehirn lebenslang fordern und zum Beispiel auch im Alter noch eine neue Sprache oder ein Musikinstrument lernen.

Allerdings lässt sich eine Demenz mit solchen Übungen höchstens hinauszögern, jedoch nicht verhindern oder heilen. Ob das Gehirn auch im Alter gesund bleibt, hängt stärker von anderen Faktoren ab, wie zum Beispiel einer gesunden Ernährung und ausreichend Bewegung. Auch genetische Einflüsse spielen eine Rolle.

Kostenlose Übungen für das Gedächtnistraining

Wer sein Gedächtnis trainieren möchte, kann das mit kleinen Übungen und Spielen ganz einfach im Alltag machen. Neben dem klassischen Sudoku-Rätsel, kann das Gehirn auch beim regelmäßigen Kopfrechnen fit gehalten werden. Rechnen Sie hierfür einfach im Supermarkt die Preise der Waren in Ihrem Einkaufswagen zusammen – an der Kasse erfahren Sie, ob Sie mit Ihrem Ergebnis richtig liegen.

Auch folgende Übungen helfen beim Gehirnjogging:

  • Greifen Sie nicht aus Telefonnummern aus Ihrem Handyspeicher zurück, sondern lernen Sie die Nummern auswendig.
  • Lassen Sie die Einkaufsliste zuhause und versuchen Sie sich beim Einkaufen an alle Waren auf der Liste zu erinnern.
  • Merken Sie sich Passwörter, Benutzernamen und PIN-Nummern.
  • Finden Sie Wege nach einem kurzen Blick auf eine Karte oder ein Navigationssystem selbstständig.
  • Spiele und Rätsel auf kostenlosen Apps können ebenfalls beim Gedächtnistraining helfen.

So merken Sie sich Dinge leichter

In einer globalisierten Welt verliebt man sich schon mal in jemanden, der eine andere Sprache spricht. Viele stellen dann fest, dass sie die Muttersprache des anderen erstaunlich schnell erlernen. "Je mehr Bedeutung wir dem zumessen, was wir uns merken wollen, desto schneller und besser speichern wir es im Gedächtnis ab", erklärt Prof. Lars Schwabe, Leiter des Arbeitsbereichs Kognitionspsychologie an der Universität Hamburg.

Dieser Effekt lasse sich durchaus auch nutzen, wenn jemand nicht gerade vorhat, der Liebe wegen Spanisch zu lernen. Auch einen Arbeitsablauf, einen Namen oder eine Telefonnummer merkt man sich Schwabe zufolge leichter, wenn es einem wirklich wichtig ist. Sich klarzumachen, wofür genau die Information später nützlich sein kann, hilft also dabei, sie im Gedächtnis abzuspeichern.

Wichtig: Abwechslungsreicher Alltag

Im günstigsten Fall reicht ein abwechslungsreicher Alltag, um das Gehirn fit zu halten. Das bedeutet nicht, dass Übungen zum Gedächtnistraining keine Wirkung hätten – sie trainieren jedoch, für sich genommen, meist nur eine einzige Fähigkeit und gelten daher nach Ansicht von Psychologen in erster Linie bloß als Ergänzung zu einem ausgefüllten Leben. Körperliche Aktivität, das Interesse an Neuem oder spezielle Interessengebiete wie Technik, Fremdsprachen oder Reisen halten den Geist jung.

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