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Plötzlicher Herztod: Wie gefährlich ist Sport?

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Plötzlicher Herztod  

Plötzlicher Herztod: Wie gefährlich ist Sport?

03.06.2013, 13:43 Uhr | akl

Plötzlicher Herztod: Wie gefährlich ist Sport?. Plötzlicher Herztod: Mehrere hundert Menschen erleiden jedes Jahr beim Sport einen plötzlichem Herztod. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Plötzlicher Herztod: Mehrere hundert Menschen erleiden jedes Jahr beim Sport einen plötzlichem Herztod. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nach Angaben der Deutschen Herzstiftung sterben in Deutschland jedes Jahr rund 100.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Mehrere hundert Betroffene treiben zu diesem Zeitpunkt gerade Sport. Wie groß ist das Risiko wirklich, dass beim Sport das Herz versagt? Wir erklären, ob Sport gefährlich ist oder schützt.

Warum das Herz aufhört zu schlagen

Beim plötzlichen Herztod liegt, anders als beim Herzinfarkt, keine Schädigung des Herzmuskels vor. Er wird durch Kammerflimmern oder eine andere Herzrhythmusstörung ausgelöst. Das Herz gerät aus dem Takt. In einem solchen Fall kann nur noch ein Elektroschock helfen - und dieser muss so schnell wie möglich erfolgen. Hierfür wird ein sogenannter Defibrillator eingesetzt, der mit Hilfe von Stromstößen das Herz wieder in seinen natürlichen Rhythmus bringen kann. Doch mit jeder Minute, die ohne Defibrillation verstreicht, sinken die Überlebenschancen um zehn Prozent, so die Deutsche Herzstiftung. Der Notarzt kommt dann meist zu spät.

Sport stärkt das Herz

Wenn beim Sport ganz plötzlich das Herz versagt, liegt in den meisten Fällen eine Vorerkrankung des Herzens vor, die noch nicht erkannt worden ist. Denn oftmals treten im Alltag keine Beschwerden auf. Ab dem 35. Lebensjahr ist meist eine koronare Herzkrankheit die Ursache für die gefährlichen Herzrhythmusstörungen.

Zwar könne das Risiko für einen plötzlichen Herztod während des Sports kurzfristig ansteigen, doch der schützende Effekt überwiege, erklärt die Deutsche Herzstiftung. Sport gehöre zu den besten Möglichkeiten, einer koronaren Herzkrankheit entgegenzuwirken. Somit zähle regelmäßiger Sport auch zu den besten Mitteln, um einen plötzlichen Herztod ab dem 35. Lebensjahr vorzubeugen. Das gelte auch dann, wenn man schon längere Zeit keinen Sport mehr getrieben hat, übergewichtig ist oder raucht.

Wiedereinsteiger sollten es langsam angehen

Dennoch sollte man einige Regeln beachten, bevor man sich sportlich betätigt. Wer lange keinen Sport mehr gemacht hat, ist auf der sicheren Seite, wenn er sich vor der ersten Sportstunde von einem Arzt durchchecken lässt. Gerade bei Wiedereinsteigern sei das Risiko besonders hoch, so die Deutsche Herzstiftung. Außerdem gilt: Langsam starten und langsam steigern. Geeignete Sportarten sind Walken, Joggen, Radfahren oder Schwimmen.

Wichtig ist, dass man auf seinen Körper hört und ihn nicht überfordert. Das gilt auch bei Infekten wie beispielsweise Erkältungen oder Grippe: Wichtig ist, dass man sich richtig auskuriert und eine Sportpause einlegt. Danach sollte man nur langsam wieder einsteigen.

Bei Schmerzen im Brustbereich sofort aufhören

Wer beim Sport Schmerzen im Brustbereich oder ein Engegefühl verspürt, sollte sofort eine Pause einlegen. Weitertrainieren kann dann tödlich sein, warnt auch die Deutsche Herzstiftung. Dauern die Beschwerden länger als fünf Minuten an, sollte man nicht zögern und den Notarzt unter der Nummer 112 rufen. Denn hier besteht der Verdacht auf einen Herzinfarkt - und dieser kann erst in tödliches Kammerflimmern und dann in den plötzlichen Herztod übergehen.

Auch wer mit Schwindel, Ohnmachtsgefühlen, Herzrasen oder Herzstolpern während dem Sport zu kämpfen hat, sollte sich von einem Arzt durchchecken lassen.

Regelmäßiger Check beim Arzt schützt das Herz

Zudem sollte man sein Herz ab dem 35. Lebensjahr regelmäßig untersuchen lassen, da ab diesem Alter die koronare Herzkrankheit die häufigste Ursache für den plötzlichen Herztod ist. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach dem Gesundheits-Check. Dieser wird alle zwei Jahre von den Krankenkassen bezahlt. Auch der Blick in die eigene Familie ist hilfreich: Gibt es Herzerkrankungen oder ist ein Angehöriger sogar an dem plötzlichen Herztod gestorben? Dann sollte man sich auf jeden Fall ärztlich untersuchen lassen.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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