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Wechseljahre der Frau: Das Klimakterium als beste Zeit?

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Klimakterium  

Wechseljahre: "Im besten Alter" oder doch nur alt?

01.03.2016, 12:09 Uhr | ag

Wechseljahre der Frau: Das Klimakterium als beste Zeit?. Falten, Krähenfüße und dünnes Haar - sollen die Wechseljahre wirklich die besten Jahre einer Frau sein? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Falten, Krähenfüße und dünnes Haar - sollen die Wechseljahre wirklich die besten Jahre einer Frau sein? (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mit über 50 noch attraktiv und fit zu sein, ist heutzutage kein Ding der Unmöglichkeit. Doch nicht jede Frau in fortgeschrittenem Alter fühlt sich als "Best Ager". Für viele bedeutet diese Lebensphase den Kampf gegen die Hormone und lästige Wechseljahrsbeschwerden. Die Autorin Danielle Rohrer beschreibt dies in ihrem Ratgeber "Wechseljahre einer Blondine" (Schwarzkopf Verlag) auf eine humorvolle Art.

Hitzewallungen, Gewichtszunahme, Krähenfüße, Haarausfall, Doppelkinn, und Krampfadern: Die Mängelliste der Gesundheit wird bereits ab 40 immer länger und beschränkt sich nicht nur auf Äußerlichkeiten.

Auch lästige Symptome wie KopfschmerzenGelenkschmerzenSchlafstörungen und Blasenprobleme treten plötzlich auf und lassen viele Frauen verzweifeln. 

Das Klimakterium soll die beste Phase des Lebens sein?

Angesichts all dieser Veränderungen im Körper zweifelt Danielle Rohrer daran, dass Frauen in der Zeit der Wechseljahre tatsächlich "Best Ager" sind. Wie viele Frauen bekämpfte die 48-jährige Werbetexterin lange Zeit verzweifelt die Symptome des Älterwerdens und mit allen Mitteln.

Ihr Fazit: "Wenn es überall zwickt und zwackt und ich morgens erst mal einen Kran bestellen möchte, der mich aus dem Bett hievt, dann spüre ich förmlich: Der Begriff „Best Ager“ ist einfach eine werbewirksame Beschreibung für „nicht mehr jung!“

Und plötzlich pfeift kein Mann mehr hinterher

Auf dem Weg zu neuem Selbstbewusstsein müssen Frauen zahlreiche Frusterlebnisse überwinden: Sie erleben, wie Männerblicke schnell an ihnen abgleiten und an jüngeren hängen bleiben. Diese belastende Erfahrung hat auch Rohrer gemacht: "Es ist ein hartes Los, wenn man plötzlich so unbeteiligt und unsichtbar an einer Großbaustelle vorbeigehen kann und sich fragt: Warum pfeifen die Bauarbeiter nicht?!"

Da scheint es geradezu wie eine Gnade der Natur, dass reife Frauen in der Regel ein stärkeres Selbstbewusstsein haben als in jüngeren Jahren und kleine Angriffe auf ihre Eitelkeit leichter wegstecken.

Erste Hitzewallungen und der Kampf gegen die Hormone

Zum Alterungsprozess einer Frau gehört auch, dass sie in die Wechseljahre kommt. Etwa ab dem fünfzigsten Lebensjahr beginnen zahlreiche Veränderungen im Körper, die völlig natürlich sind, aber nicht zum allgegenwärtigen Ideal der ewigen Jugend passen. Der Endvierzigerin Rohrer graut davor: "Wechseljahre sind der Übergang zwischen heiß und kalt, zwischen jung und alt. Zwischen Fruchtbarkeit und Sterilität. Zwischen Blüte und Kompost. Kurz gesagt: Das Verfallsdatum ist abgelaufen."

Auch wenn sie sich selbst noch nicht im Klimakterium befindet, spürt sie jedoch schleichende körperliche Veränderungen: "Inzwischen schauen meine Brustwarzen, die noch vor Kurzem keck geradeaus blickten, betreten zu Boden(...). Die Wimpern scheinen irgendwie dünner zu werden, genauso wie das Haupthaar." Ganz zu schweigen von den zunehmenden Gesichtsfalten, der Cellulite am Po und den schlaffen "Winkearmen", die selbst durch gezieltes Oberarm-Training nicht mehr verschwinden.

Schlafstörungen, ein dünnes Nervenkostüm und erste Zipperlein

Doch das Alter hinterlässt nicht nur körperliche Spuren, es wirkt sich auch auf die Psyche aus. Wie viele Frauen um die 50 stellt auch Rohrer fest, dass ihre Belastbarkeit abgenommen hat: "Es ist unfassbar, dass meine Nerven, ehemals dick und stabil wie Drahtseile, auf geheimnisvolle Art zu dünnen Schnürchen geworden sind."

Hinzu kommt ein verstärktes Bedürfnis nach Schlaf und Ruhe. Äußerst lästig sind auch die zahlreichen Zipperlein, die sich langsam einstellen. Hierzu gehören Schmerzen im Nacken, Zwicken im Rücken, geschwollene Beine und Probleme mit den Augen. Abschließend stellt die Autorin ernüchternd fest: "Der Verfall ist schwer aufzuhalten. Der mutige Kampf gegen Hormone, Hitzewallungen und Hängebusen ist schlich und ergreifend verdammt anstrengend!"

Beschwerden hin oder her - es gibt auch positive Aspekte

Nicht alles ist negativ. Neben Wechseljahresbeschwerden gibt es auch Vorteile, die ein Frau in der Zeit über 50 genießt. Diese sieht Rohrer vorrangig auf intellektueller Ebene: "Man weiß zum Beispiel, was man kann - und was nicht. Und was man will - und was nicht. Durch das gestiegene Selbstbewusstsein hat man nicht mehr den Anspruch, dass man von allen geliebt werden muss."

Zudem haben die meisten Frauen in diesem Alter beruflich etwas erreicht und die Kinder sind in der Regel aus dem Gröbsten raus. Ab Ende 40 beginnt also auch eine neue, positive Lebensphase.“

 

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