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Fuchsbandwurm und Hundebandwurm: Symptome, Behandlung, Vorbeugung

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Echinokokkose  

Fuchsbandwurm und Hundebandwurm: Symptome, Behandlung, Vorbeugung

23.07.2015, 11:27 Uhr | CF, ji

Fuchsbandwurm und Hundebandwurm: Symptome, Behandlung, Vorbeugung. Um der Verunreinigung von bodennahen Gewächsen in Ihrem Garten vorzubeugen, sollten Sie ausreichende Umzäungen anbringen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Um der Verunreinigung von bodennahen Gewächsen in Ihrem Garten vorzubeugen, sollten Sie ausreichende Umzäungen anbringen. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Fuchsbandwurm und Hundebandwurm verursachen die Erkrankung Echinokokkose, die zu Zysten und Blasen in den inneren Organen führen kann. Zu den Bandwurm-Symptomen zählen Schmerzen im Oberbauch, Gelbsucht und Müdigkeit. Häufig wird die Erkrankung erst Jahre nach einer Infektion bemerkt.

Fuchs- und Hundebandwurm beim Menschen und bei Tieren

Die natürlichen Endwirte für den Fuchsbandwurm und den Hundebandwurm sind in der Regel Füchse, Hunde, Katzen und Marder. Die Eier der Parasiten verbreiten sich über den Kot dieser Tiere. Durch die Aufnahme der Eier über den Mund können sich die Bandwürmer auch auf den menschlichen Körper übertragen. Dies geschieht etwa durch verunreinigte Gegenstände, Lebensmittel oder Pflanzen. Im Organismus des Menschen angelangt, setzen sich die Larven in Lunge und Leber fest und ernähren sich dort von Blut.

Eine Ansteckung kann nicht nur über den Endwirt erfolgen. Auch die sogenannten Zwischenwirte, zu denen vor allem Schweine, Rinder, Schafe und kleinere Tiere wie Ratten und Mäuse zählen, können den Parasiten übertragen. Durch den Kot von infizierten End- und Zwischenwirten kann der Bandwurm ebenfalls in der Erde, in bodennahen Gewächsen und ungewaschenen Nahrungsmitteln wie Beeren aus Wald und Garten lauern.

Bandwurm-Symptome zeigen sich spät

Der Grund dafür, weshalb eine durch Fuchsbandwurm und Hundebandwurm ausgelöste Echinokokkose häufig erst spät diagnostiziert wird, liegt darin, dass es zunächst keine erkennbaren Symptome gibt. Die Eier der Würmer gelangen meist über den Mund in den Körper und vermehren sich dort in den inneren Organen. Je nach Wurmart fallen die Symptome anschließend unterschiedlich aus.

Hundebandwurm: Zystische Echinokokkose

Der Hundebandwurm verursacht eine sogenannte zystische Echinokokkose, bei der die Larven eine große Zyste gefüllt mit Wurmlarven bilden. Der Hundebandwurm setzt sich in 70 Prozent der Infektionen in der Leber fest, so die Experten des Gesundheitsportals "onmeda.de". Aber auch andere Organen wie die Lunge, das Gehirn, das Herz, die Milz, die Knochen oder das Nervensystem können von dem Hundebandwurm befallen werden.

Erst wenn die Zyste in der Leber so groß wird, dass sie auf umliegendes Gewebe drückt und es verdrängt, treten körperliche Beschwerden wie Oberbauchschmerzen, Müdigkeit oder Gelbsucht auf. Bei einem Befall der Lunge können Bandwurm-Symptome wie Atembeschwerden und Husten auftreten.

Fuchsbandwurm: Alveoläre Echinokokkose

Der Fuchsbandwurm verursacht hingegen eine sogenannte alveoläre Echinokokkose, bei der sich viele kleine Bläschen, sogenannte Alveole, bilden. Die Larven dieser Wurmart befallen fast ausschließlich die Leber. Auch hier dauert es, bis die Bläschen auf das umliegende Gewebe drücken und so erste Bandwurm-Symptome auslösen. Diese bestehen ebenfalls in zunehmenden Schmerzen im Oberbauch. Zudem wird die Leber durch den Befall nach und nach zersetzt, was zu einem Gallenstau und zu Gelbsucht führen kann.

Bei einer Infektion mit den Larven von Fuchsbandwurm und Hundebandwurm besteht zudem die Gefahr, dass die Zyste oder die Blasen platzen und eine lebensbedrohliche Blutvergiftung auslösen. Geraten die Wurmlarven massenhaft in die Bauchhöhle, besteht auch die Möglichkeit einer ebenfalls lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung.

Fuchs- und Hundebandwurm behandeln: OP oder Medikamente

Wenn Sie Verdacht auf einen Befall hegen, sollten Sie so schnell wie möglich einen Arzt aufsuchen, um sicherzugehen um welche Erkrankung es sich handelt. Wird der Bandwurmbefall durch Ihren Arzt bestätigt, hängt die weitere Behandlung vom Stadium und der Art der Erkrankung ab. Bei unbehandelten Erkrankten verläuft die Echinokokkose meist tödlich.

Einzelne Zysten bei der Infektion mit dem Hundebandwurm können relativ unproblematisch operativ entfernt werden. Erst bei bereits sehr großen Zysten besteht das Risiko, dass die Haut der Zyste reißt und die darin enthaltenen Larven in den Körper auslaufen. Neben einer erneuten Ansteckung kann auch eine Blutvergiftung die Folge sein. Dementsprechend ist die Entfernung der vielen Bläschen, die bei der alveolären Echinokokkose durch den Fuchsbandwurm hervorgerufen werden, um einiges schwieriger.

Sollte eine Operation aufgrund fortgeschrittenen Stadiums nicht mehr möglich sein, wird eine Therapie mit Medikamenten angewandt. Zur Bekämpfung von Wurmkrankheiten werden die Wirkstoffe Mebendazol und Albendazol eingesetzt, die die Wurmlarven im Inneren des Körpers abtöten. Die medikamentöse Behandlung kann sich je nach Stadium der Echinokokkose über Monate oder sogar Jahre hinweg ziehen. Ein Fuchsbandwurm kann oft nicht komplett entfernt werden, sodass laut dem Portal "netdoktor.de" Rückfälle möglich sind. Dann muss eine lebenslange medikamentöse Therapie angewandt werden, um einen tödlichen Verlauf zu verhindern.

Bandwurminfektion vorbeugen

Eine Impfung gegen die Infektion mit dem Fuchs- oder Hundebandwurm gibt es bislang nicht. Es gibt dennoch Vorbeugungsmaßnahmen, mit dem Sie das Risiko einer Infektion eindämmen können.

Wenn Sie einen Hund oder eine Katze besitzen, sollten Sie die Haustiere regelmäßig entwurmen lassen. Nach Spaziergängen in freier Natur sollten Sie Ihren Hund gründlich waschen. Sollten Sie Kontakt mit dem Fell von Hunden, Katzen, Schafen und anderen Zwischenwirten gehabt haben, ist Händewaschen eine wichtige Vorbeugungsmaßnahme.

Gründliche Hygiene gilt es auch nach der Gartenarbeit einzuhalten, falls die Erde vom Kot infizierter Tiere verunreinigt ist. Ihren Obst- oder Gemüsegarten sollten Sie mit Netzen oder ausreichend hohen Umzäunungen vor streunenden Füchsen und Mardern schützen. Vor dem Verzehr sollten Sie Obst und Gemüse stets gründlich reinigen. Sie sollten keine ungewaschenen Beeren, Pilze oder Fallobst essen. Kochen Sie verdächtige Lebensmittel am besten ab, denn nur das ist eine sichere Methode, um die Eier der Parasiten abzutöten.

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