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Raynaud-Syndrom: Wissenswertes zur Durchblutungsstörung

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Weißfingerkrankheit  

Raynaud-Syndrom: Wissenswertes zur Durchblutungsstörung

11.01.2016, 11:55 Uhr | om (CF)

Raynaud-Syndrom: Wissenswertes zur Durchblutungsstörung. Bei der Weißfingerkrankheit sind die Gefäße schlecht durchblutet. (Quelle: imago/Niehoff)

Bei der Weißfingerkrankheit sind die Gefäße schlecht durchblutet. (Quelle: Niehoff/imago)

Kalte, weiß verfärbte Zehen und Finger, die schubweise entstehen: Diese Symptome können auf das Raynaud-Syndrom hindeuten. Lesen Sie hier, wie es zu der Durchblutungsstörung kommen kann, wie sich das Syndrom erkennen lässt und wie eine mögliche Behandlung aussieht.

Raynaud-Syndrom: Typische Symptome

Die klassischen Symptome des Raynaud-Syndroms sind nicht immer vorhanden, sondern treten anfallsweise auf – mögliche Auslöser sind Nässe, Kälte, Stress oder auch psychische Belastung. Ein besonders gängiges Symptom ist eine Verfärbung der Finger oder Zehen: Diese werden, mit Ausnahme des Daumens, zunächst weißlich, anschließend blau und dann wieder rot. Während die Weiß- und Blaufärbung die mangelnde Durchblutung signalisiert, zeigt die Rotfärbung, dass sich die Verkrampfung in den Gefäßen löst und die Zehen und Finger wieder durchblutet werden.

Beim Raynaud-Syndrom müssen jedoch nicht zwingend bei jedem Anfall alle drei genannten Verfärbungen auftreten. Gerade die erneute Durchblutung kann bei der Weißfingerkrankheit durchaus schmerzhaft sein. Auch ein Taubheitsgefühl in Fingern und Zehen kann einen Anfall begleiten.

Primäres und sekundäres Syndrom: Unterschiedliche Beschwerden

Die Beschwerden und körperlichen Auffälligkeiten können variieren, je nachdem, ob ein primäres oder ob ein sekundäres Raynaud-Syndrom vorliegt. Beim primären sind üblicherweise beide Hände beziehungsweise Füße betroffen.

Wer dagegen unter dem sekundären Syndrom leidet, hat dagegen meist entweder rechts oder links Durchblutungsstörungen. Dafür sind mit höherer Wahrscheinlichkeit sowohl Hände als auch Füße betroffen. Auch sind die Anfälle oft länger und häufiger. Das sekundäre Syndrom geht zudem unter Umständen mit chronischen Schmerzen einher, in sehr schweren Fällen kann sogar Gewebe in den betroffenen Gliedern absterben.

Raynaud-Syndrom: Ursachen für die primäre Form

Die Ursachen des primären Raynaud-Syndroms sind bisher nicht vollständig geklärt. Laut dem Medizinportal "Onmeda" liegt der Grund für die plötzlich auftretende Durchblutungsstörung in einer Veränderung des Sympathikus, eines Teils des vegetativen Nervensystems. Dieser könnte bei Betroffenen in seiner Funktionsweise gestört sein, eventuell ist er auch besonders reizbar.

Es ist außerdem möglich, dass Betroffene im Bereich der Zehen und Finger besonders empfindliche Blutgefäße haben, die auf Kälte entsprechend intensiv reagieren und sich verengen. Darüber hinaus scheinen vor allem Frauen von dem Syndrom betroffen zu sein. Ein besonderes Risiko stellt außerdem das Rauchen dar.

Mögliche Ursachen des sekundären Syndroms

Die möglichen Ursachen für das sekundäre Raynaud-Syndrom sind dagegen etwas eindeutiger: Häufig tritt diese Variante im Zuge von unterschiedlichen Krankheiten auf. Beispiele sind hier Embolien, eine Arteriosklerose oder auch verschiedene Schädigungen des Gewebes, wie sie beispielsweise durch regelmäßige Verwendung von Schlagwerkzeugen oder Presslufthämmern auftreten können. Auch ein Schlaganfall kann das vegetative Nervensystem derart stören, dass "Morbus Raynaud" auftritt.

Überdies können die Eiweiße im Blut so stark zunehmen, dass das Blut zähflüssig wird, zum Beispiel bei einer Krebserkrankung. Die dickflüssigere Konsistenz des Blutes wiederum bedeutet eine gestörte Durchblutung. Auch eine Erkrankung des Bindegewebes, die erblich bedingt ist, kann das Raynaud-Syndrom auslösen. Schließlich können auch Medikamente die Durchblutungsstörung auslösen, zum Beispiel Betablocker oder der Arzneistoff Cabergolin, der bei Parkinson eingesetzt wird.

Weißfingerkrankheit: So verläuft die Therapie

Auch bei der Behandlung der Weißfingerkrankheit unterscheiden Mediziner zwischen der primären und der sekundären Variante: Bei der primären Form zielt die Raynaud-Syndrom-Therapie darauf ab, die Symptome zu lindern oder gar nicht erst auftreten zu lassen. Der "Apotheken Umschau" zufolge empfehlen Ärzte eventuell ein Warmhalten des gesamten Körpers sowie Handgymnastik und -massagen. Auch spezielle Handwärmer können der Durchblutungsstörung entgegenwirken.

Liegt dagegen ein sekundäres Raynaud-Syndrom vor, sind die genannten Sofortmaßnahmen ebenfalls sinnvoll, um auf konkrete Anfälle zu reagieren – Ärzte werden sich jedoch darauf konzentrieren, die zugrunde liegende Erkrankung als Ursache der Beschwerden zu behandeln. Entsprechend unterschiedlich wird auch die Therapie ausfallen.

Möglicherweise sind die Symptome der Durchblutungsstörung sehr schwer. In diesem Fall ist auch die Einnahme von Medikamenten möglich, die beispielsweise die Durchblutung fördern, indem sie die Gefäße erweitern. Auch eine Operation kann notwendig werden, die zum Ziel hat, die gefäßverengenden Nerven zu blockieren.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
Die Informationen ersetzen auf keinen Fall eine professionelle Beratung oder Behandlung durch ausgebildete und anerkannte Ärzte. Die Inhalte von t-online.de können und dürfen nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen anzufangen.

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