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Toxisches Schocksyndrom: 5 Fragen und Antworten

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Tampon-Krankheit  

Toxisches Schocksyndrom: 5 Fragen und Anworten

26.02.2016, 13:17 Uhr | tl (CF)

Toxisches Schocksyndrom: 5 Fragen und Antworten. Ein Tampon sollte immer regelmäßig gewechselt werden. (Quelle: imago/fotoimedia)

Ein Tampon sollte immer regelmäßig gewechselt werden. (Quelle: fotoimedia/imago)

Ein toxisches Schocksyndrom ist eine seltene, aber im schlimmsten Fall sehr ernste Infektionserkrankung bei Frauen. Fünf wichtige Fragen und Antworten zu Ursachen, Symptomen und zum Vermeiden der Krankheit finden Sie im Folgenden.

1. Wie ist ein toxisches Schocksyndrom definiert?

Ein toxisches Schocksyndrom, kurz TSS, ist eine Infektionserkrankung. Sie kann ausgelöst werden, wenn Staphylokokken in die Scheide gelangen. Normalerweise sind die Schleimhaut und die Haut vor dem Bakterium durch eine natürliche Barriere geschützt. Gelangt das Bakterium jedoch durch diesen Schutz, kann es Gifte abgeben. Nach Angaben des Berufs­verbandes der Frauen­ärzte tritt ein toxisches Schocksyndrom bei einer von 200.000 Frauen auf und ist damit äußerst selten.

2. Welche Rolle spielt ein Tampon dabei?

Es sind vor allem Fälle der Erkrankung bekannt geworden, bei denen die Verwendung eines Tampons eine Rolle gespielt hat. Über den Tampon kann das Bakterium nämlich von den Händen in die Scheide gelangen. Tampons werden inzwischen nicht mehr ausschließlich aus Baumwolle, sondern auch aus synthetischen Fasern hergestellt. Dieser Faktor verbunden mit der extremen Saugfähigkeit der Tampons hat sich als idealer Nährboden für Bakterien erwiesen. Wird der Tampon zudem nicht regelmäßig gewechselt, kommt es zu einer rasanten Vermehrung der Staphylokokken.

Inzwischen weisen die Packungsbeilagen verschiedener Tamponhersteller auf das toxische Schocksyndrom hin.

3. Was sind Staphylokokken?

Das Bakterium, das für die Infektion verantwortlich ist, heißt Staphylococcus aureus. Viele Menschen tragen das Bakterium auf der Haut, ohne dass sie es bemerken oder dass es Beschwerden auslöst. Bei 30 Prozent der Frauen ist es nach Angaben des Gesundheitsportals "Onmeda" sogar Teil der Scheidenflora.

Staphylococcus aureus kann jedoch giftige Stoffe, sogenannte Bakterientoxine, abgeben, die unterschiedliche Erkrankungen wie das toxische Schocksyndrom auslösen können. Die meisten Menschen besitzen Antikörper gegen diese Stoffe. Durch die Anwendung von Tampons und auch Diaphragmen erhöht sich das Risiko für die Erkrankung leicht.

4. Welche Symptome treten auf?

Tritt ein toxisches Schocksyndrom auf, kommt es relativ schnell zu Kopfschmerzen, hohem Fieber und Hautausschlag. Der Blutdruck fällt rapide ab, unter Umständen treten auch Magen-Darm-Beschwerden auf. Äußern sich diese Symptome während der Periode, muss der Tampon sofort entfernt werden.

Um die Gefahr von Folgeerkrankungen möglichst gering zu halten, sollte bei Verdacht auf ein toxisches Schocksyndrom sofort ein Arzt oder ein Krankenhaus konsultiert werden. Wird das toxische Schocksyndrom rechtzeitig erkannt, kann es gut behandelt werden. Im schlimmsten Fall kann die Krankheit, die unter anderem Organversagen auslösen kann, jedoch lebensbedrohlich verlaufen.

5. Wie kann man ein toxisches Schocksyndrom vermeiden?

Um ein toxisches Schocksyndrom zu vermeiden, ist eine gute Intimpflege entscheidend – insbesondere während der Menstruation. Vor allem sollten die Hände vor und nach dem Einsetzen des Tampons gründlich gewaschen werden. Auch die Größe der Tampons sollte an die Blutung angepasst sein. Die Devise lautet, eher zu kleine als zu große Tampons zu verwenden. Das regelmäßige Wechseln ist besonders wichtig. Nachts sollte statt auf Tampons möglichst auf Binden zurückgegriffen werden.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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