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Verstopfung: Kleines Fußbänkchen hilft beim Stuhlgang

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Darm eingeknickt  

Auf der Toilette sitzen die meisten falsch

12.02.2017, 10:42 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Verstopfung: Kleines Fußbänkchen hilft beim Stuhlgang. Die übliche Sitzposition auf der Toilette ist nicht ideal.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die übliche Sitzposition auf der Toilette ist nicht ideal. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Langes Sitzen, Pressen und Drücken: Verstopfung plagt viele Menschen. Dass die Sitzposition schuld an ihrem Problem sein könnte, vermuten die wenigsten. Doch es stimmt: Die Haltung, die wir auf der Toilette einnehmen, ist alles andere als optimal.

Es gibt zwei Arten von Verstopfung: den trägen Darm und die Stuhlentleerungsstörung. Während der Stuhl beim trägen Darm kaum vorankommt, kommt es bei der Stuhlentleerungsstörung zu einer Blockade im Inneren.

Sitzhaltung auf der Toilette führt zu Knick im Darm

Das aufrechte Sitzen auf der Toilette kann die Probleme verschlimmern: "Bei der normalen Toilettenposition ist der Enddarm leicht geknickt, was die Entleerung beziehungsweise die vollständige Entleerung erschwert", erklärt Professor Thomas Frieling, Direktor der Medizinischen Klinik II am Helios Klinikum in Krefeld und Vorstandsmitglied der Gastro-Liga. Schuld ist der innere Schambein-Mastdarm-Muskel, der sich in der aufrechten Sitzhaltung nicht komplett entspannen kann.

Ein steiler Winkel zwischen Darm und After verbessert den Stuhlgang.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)Ein steiler Winkel zwischen Darm und After verbessert den Stuhlgang. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kleiner Fußschemel erleichtert den Stuhlgang

Besonders wer unter einer Stuhlentleerungsstörung leidet, kann von einem Fußbänkchen profitieren. Auf dieses stellt man seine Füße, während man auf der Toilette sitzt. Der dadurch entstehende steilere Winkel zwischen Darm und After sorgt dafür, dass sich der Enddarm begradigt und der Stuhl leichter herausgleiten kann. "Ideal ist eine Höhe zwischen 20 und 30 Zentimetern", empfiehlt Frieling. "Dann befinden Sie sich in der natürlichen Hockstellung, in der bereits unsere Vorfahren saßen. Die Entleerung klappt so am einfachsten."

Hämorrhoiden und Analfissuren vorbeugen

Doch der kleine Schemel hat noch weitere Vorteile. "Da man in der Hockstellung auf der Toilette weniger pressen muss, können vergrößerten Hämorrhoiden und Analfissuren, also kleinen Schleimhauteinrissen am After, vorgebeugt werden", erklärt der Experte und rät, bei Problemen mit Verstopfung das Bänkchen einfach mal auszuprobieren. "Falsch machen können Sie da nichts." Es gibt spezielle Toiletten-Fußbänkchen zu kaufen, doch ein schlichter Fußschemel tut ebenfalls seinen Dienst, solange er die richtige Höhe hat.

Denkerpose für leichteren Stuhlgang

Zudem kann es helfen, auf der Toilette die sogenannte Denkerpose einzunehmen. Zu diesem Ergebnis kamen die beiden Ärzte Shigetsugu Takano und Dana Sands. In ihrer Forschungsarbeit "Einfluss der Körperhaltung auf den Stuhlgang: eine prospektive Studie der ‚Denkerposition‘" konnten sie zeigen, dass es die Stuhlentleerung erleichtert, wenn man den Oberkörper dabei nach vorne neigt, die Ellenbogen in Nähe der Knie auf die Oberschenkel stützt und den Kopf in die Hand legt. Veröffentlicht wurde die Studie im Fachmagazin "Techniques in Coloproctology".

Den Darm nicht stressen

Für welche Variante man sich auch entscheidet: "Manchmal braucht der Darm einfach etwas länger, bis er aktiv wird", sagt Frieling. "Man sollte sich entspannen und warten, bis die natürliche Darmmotorik einsetzt", so sein Tipp. Mit Zeitdruck geht man also besser nicht auf Toilette.

 Für eine gute Verdauung: ausreichend trinken

Die Sitzhaltung allein kann allerdings keine Wunder vollbringen. Wichtig ist auch, dass man auf einen gesunden Lebensstil achtet. Wer ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt, sorgt für einen weichen Stuhl und stimuliert die Darmaktivität. Ballaststoffe aus Obst, Gemüse und Vollkornprodukten machen den Stuhl voluminöser und weicher. Regelmäßige Bewegung regt die Eigenbewegung des Darms an. Lässt sich die Verstopfung nicht bekämpfen, sollte man einen Arzt um Rat fragen. Nur wenn die Ursache bekannt ist, lassen sich die Beschwerden langfristig behandeln.

Weitere Informationen zum Thema Verstopfung finden Interessierte auf den Seiten der Gastro-Liga.

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 (Quelle: t-online.de)WICHTIGER HINWEIS:
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