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So senken Sie das Risiko für einen zweiten Schlaganfall

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Warnzeichen erkennen  

Auf einen Schlaganfall folgt oft ein zweiter

17.05.2016, 14:45 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

So senken Sie das Risiko für einen zweiten Schlaganfall. Ein Schlaganfall wird auf dem CT sichtbar.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ein Schlaganfall wird auf dem CT sichtbar. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Von einem Schlaganfall erholt sich nur jeder Dritte wieder vollständig. Oft folgt nach einem Hirninfarkt ein zweiter, besonders in den ersten 14 Tagen danach ist das Risiko erhöht. Doch auch später kann der Schlaganfall wiederkommen. Dabei gibt es durchaus Warnzeichen und auch der Patient kann vorbeugen. 

Der Schlaganfall hat häufig einen Vorboten, die Transitorische Ischämische Attacke, kurz TIA. "Bei der TIA treten die gleichen Symptome auf wie bei dem vollendeten Schlaganfall, allerdings klingen sie im Laufe einer Stunde meist wieder ab", erklärt Privatdozent Dr. Christian Dohmen, Oberarzt an der Uniklinik Köln und Regionalbeauftragter der Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe.

Einem Schlaganfall gehen oft Warnzeichen voraus

Doch das macht sie nicht weniger gefährlich. "Oft bildet sich in den kommenden drei Tagen nach einer TIA ein richtiger Schlaganfall heraus", warnt der Arzt. Daher gilt: Bei plötzlich auftretenden Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen oder Sehproblemen nicht zögern und den Notarzt unter 112 rufen. Dann kommt es auf jede Minute an: "Sie sollten auf keinen Fall wertvolle Zeit verstreichen lassen, in der Hoffnung, dass sich die Symptome zurückbilden. Sonst riskieren Sie dauerhafte gesundheitliche Schäden", sagt Dohmen.

Dem Gehirn bleiben nur viereinhalb Stunden Zeit

Wird die Durchblutungsstörung im Gehirn durch ein Gerinnsel ausgelöst, muss innerhalb der nächsten viereinhalb Stunden die Behandlung erfolgen. Neben möglichen gesundheitlichen Schäden steigt auch das Risiko für einen weiteren Schlaganfall, da der Auslöser noch nicht bekannt ist. "Die Zeit ist knapp. Nach dem Absetzen des Notrufs folgt zuerst der Transport mit dem Krankenwagen in die nächstgelegene Stroke Unit, dort wird die Akuttherapie eingeleitet, bei der das verstopfte Gefäß wieder geöffnet oder die Hirnblutung gestillt wird. Da sind vier Stunden ein kurzer Zeitraum. Erst anschließend ist Zeit für weitere Untersuchungen, um den Auslöser des Gerinnsels zu lokalisieren", erklärt der Arzt.

Warnzeichen des Körpers beachten

Erst wenn der Auslöser des Schlaganfalls – etwa Herzrhythmusstörungen oder eine verengte Halsschlagader – erkannt und zeitnah behandelt wird und die Therapie anschlägt, lässt sich das Risiko für einen zweiten Schlaganfall senken. Sonst droht die Bildung weiterer Gerinnsel.
Doch die Verantwortung liegt nicht allein bei den Medizinern. Der Patient kann selbst einiges dazu beitragen, um einen Schlaganfall zu verhindern. So gilt es nicht nur, auf die Warnzeichen des Körpers zu hören. Auch ein gesunder Lebensstil trägt bedeutend zur Vorbeugung bei. "Man geht davon aus, dass 80 Prozent der Schlaganfälle verhindert werden könnten, würden die Patienten mehr auf ihre Gesundheit achten", sagt Dohmen.

Bluthochdruck ist Risikofaktor Nummer eins

So gehören Bluthochdruck und Rauchen zu den Hauptrisikofaktoren für einen Schlaganfall, gefolgt von Übergewicht und Bewegungsmangel. "Besonders beim Thema Bluthochdruck wird es kritisch", erklärt Dohmen. Dass viele Betroffene gar nichts von ihrem Leiden wissen, sieht der Mediziner als große Gefahr.

Bei Verdacht den Notruf wählen

Kommt es trotz aller Vorsorgemaßnahmen dennoch zu einem Schlaganfall, erholt sich nur ein Drittel der Patienten wieder vollständig. Bei den anderen bleiben entweder weitreichende Behinderungen zurück oder der Patient stirbt. Bei einem zweiten Schlaganfall stehen die Chancen wesentlich schlechter. Daher gilt immer: "Rufen Sie bei Verdacht den Notarzt an. Lieber einen falschen Alarm absetzen als wertvolle Zeit verstreichen zu lassen", sagt Dohmen.

Weitere Informationen zum Thema Schlaganfall sowie Ansprechpartner für offene Fragen finden Interessierte auf den Seiten der Deutschen Schlaganfall-Hilfe.

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