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Prostata und Impotenz

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"Fit im Schritt"  

Ein Urologe erzählt, was Männern oft peinlich ist

02.10.2016, 15:29 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Prostata und Impotenz. Die Prostata kann auch jüngeren Männern Beschwerden bereiten. (Symbolbild) (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Die Prostata kann auch jüngeren Männern Beschwerden bereiten. (Symbolbild) (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Bei dem Wort "Urologe" setzt bei vielen Männern der Fluchtreflex ein. Zu Unrecht, findet der Autor Volker Wittkamp. In seinem neuen Buch "Fit im Schritt" erklärt der Urologe, warum der Besuch in der Praxis so wichtig ist und warum es sich lohnt, offen über Beschwerden zu sprechen.

Eine Mischung aus Entsetzen und Fassungslosigkeit stehe vielen ins Gesicht geschrieben, denen er von seinem Beruf als Urologe erzähle. Neugierig seien die meisten aber dann doch, so Wittkamp. Das Buch habe er geschrieben, um seinen Lesern den Fachbereich Urologie näher zu bringen und um ihnen die Scham vor einem Praxisbesuch zu nehmen. Hierfür hält er Antworten auf Fragen bereit, die so manchem Mann unter den Nägeln brennen.

Frage 1: Was kann ich gegen einen frühzeitigen Samenerguss tun?

So etwa die Frage nach der Sexdauer. Wie lang ist normal? Sex in der Länge eines Fußballspiels seien in Pornos zwar die Regel, nicht aber Realität, betont der Autor und beruhigt: Im Schnitt sind es gerade einmal fünf Minuten, bis der Mann nach dem Eindringen in die Frau seinen Samenerguss erlebt. Nicht jeder Mann, der diese fünf Minuten nicht schaffe, habe ein Problem damit. Was als „zu früh“ eingestuft würde, sei sehr subjektiv.

Wer gerne länger durchhalten möchte, könne zusammen mit der Partnerin einige Techniken ausprobieren. Eine Methode, die Wittkamp vorstellt, geht auf die Sexualforscher William Masters und Virginia Johnson zurück: "Die beiden haben die Stop-Squeeze-Methode erfunden, bei welcher der Ejakulationsdrang durch leichtes Zusammendrücken der Eichel mit den Fingern unterbunden wird, danach wird der Geschlechtsverkehr fortgesetzt", erklärt der Autor.

Frage 2: Bei mir tröpfelt es nach – ist die Prostata schuld?

Auch das Nachtröpfeln gehört bei Männern zu den Tabuthemen. Im Alter vergrößert sich die Prostata. Eine Prostata, die normalerweise so groß ist wie eine Kastanie, "kann es durch eine gutartige Vergrößerung schon mal auf die Größe einer Orange oder Grapefruit bringen. Man kann sich vorstellen, dass diese Vergrößerung Probleme bereiten kann", schreibt Wittkamp. Das sei vor allem der Fall, wenn die Harnröhre eingeengt werde. Probleme beim Wasserlassen sind die Folge: So kann es länger dauern, bis das Wasserlassen startet, die Stärke des Strahls lässt nach und "die Unterhose kann durch lästiges Nachtröpfeln in Mitleidenschaft gezogen werden".

Wer Probleme beim Urinieren oder mit der Kontinenz habe, solle seine Scham überwinden und einen Arzt aufsuchen, rät der Urologe. Dieser schaut, welche Rolle die Prostata bei dem Beschwerdebild spielt. Er habe schon Patienten mit einer riesigen Prostata gesehen, die keine Beschwerden hatten, und solche mit einer kleinen Vorsteherdrüse, die sehr litten. Die Größe der Prostata allein sagt also nichts über das Ausmaß möglicher Symptome aus.

Frage 3: Tut die Tastuntersuchung weh?

Die Frage nach der Tastuntersuchung liegt vielen Männern ebenfalls schwer im Magen. Bei der DRU, der digital rektalen Untersuchung, wird die Prostata über den Enddarm durch den Zeigefinger des Urologen abgetastet. So bekommt der Arzt einen Eindruck über die Größe des Organs. Zudem ertastet er mögliche bösartige Veränderungen. "Beim Schmerzempfinden gibt es unterschiedliche Wahrnehmungen. Ich sage immer: Angenehm ist anders, aber schlimm ist es auch nicht. Und das gilt für beide Seiten", schreibt Wittkamp.

Frage 4: Muss ich mit Erektionsstörungen gleich zum Arzt?

Auch Erektionsstörungen gehören bei vielen Männern zu den Themen, über die sie nicht gerne sprechen. Allerdings sollten Männer Potenzprobleme ernst nehmen. Nicht immer sind Stress, Aufregung oder Alltagsprobleme die Ursache. Oftmals sei eine Erektionsschwäche ein erstes Zeichen für eine bestehende Herz- oder Erkrankung der Herzkranzgefäße und sollte daher immer abgeklärt werden, warnt der Urologe. Hinzu kommt: Nur Männern, die den Gang zum Arzt wagen und offen über das Problem sprechen, kann durch eine geeignete Therapie geholfen werden, beispielsweise mit Hilfe von Potenzmitteln oder dem Einsatz einer Vakuumpumpe.

Fazit: Männern muss nichts peinlich sein

Medizinische Fakten aus der Urologie, gewürzt mit einer Prise Humor: Das ist die Mischung von "Fit im Schritt". Durch seine lockere Schreibe macht Wittkamp das für viele Männer peinliche Thema Urologie sympathisch und verständlich. Teils spannende, teils skurrile Erfahrungsberichte aus der beruflichen Praxis runden das Buch ab. Wer sich ein wenig an die Urologie heranwagen und sich gut unterhalten wissen möchte, liegt mit diesem Werk richtig.

 (Quelle: Piper) (Quelle: Piper)

"Fit im Schritt" von Volker Wittkamp (15,00 Euro) ist im Piper-Verlag erschienen.

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