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Blutkrebs  

Leukämie: Symptome, Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten

14.08.2015, 10:42 Uhr | tl (CF)

Leukämie: Symptome, Ursachen, Behandlungsmöglichkeiten. Patienten mit akuter Leukämie werden zunächst stationär behandelt, bei einer chronischen Erkrankung können sie meist ambulant betreut werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Patienten mit akuter Leukämie werden zunächst stationär behandelt, bei einer chronischen Erkrankung können sie meist ambulant betreut werden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Leukämie gehört zwar im Vergleich zu Brust- oder Lungenkrebs zu den selteneren Krebserkrankungen, deshalb ist sie aber nicht weniger gefährlich. Erfahren Sie mehr darüber, wie Blutkrebs entsteht und wie er erfolgreich behandelt werden kann.

Leukämie: Ursachen und Definition

Unter dem Begriff Leukämie – umgangssprachlich auch Blutkrebs – wird eine Gruppe von Bluterkrankungen zusammengefasst, die das Knochenmark und somit das blutbildende System betreffen. Ein wesentliches Anzeichen der Krankheit ist die starke Bildung von unreifen weißen Blutkörperchen, den Leukozyten, die sich unkontrolliert vermehren und die roten Blutkörperchen, sowie die blutbildenden Stammzellen verdrängen.

Auch wenn es schwer ist, konkrete Ursachen der Erkrankung auszumachen, gibt es verschiedene Risikofaktoren. Eine Veranlagung an Blutkrebs zu erkranken besteht, wenn die Erkrankung bereits vorher im familiären Umfeld aufgetreten ist. Obwohl Leukämie selbst nicht vererbbar ist, können erbliche Vorerkrankungen einen Einfluss haben.

Genveränderungen können auch im Laufe des Lebens auftreten und eine Leukämieerkrankung auslösen. Das kann passieren, wenn Menschen vermehrt Chemikalien oder energiereicher Strahlung ausgesetzt sind. Auch Medikamente, die gezielt zur Krebsbehandlung eingesetzt werden, fallen darunter. Das Rauchen ist ebenfalls ein Risikofaktor.

Symptome einer Bluterkrankung

Zu den wesentlichen Anzeichen bei Leukämie zählt große Müdigkeit gepaart mit einem Gefühl der Abgeschlagenheit und einer verminderten Leistungsfähigkeit. Auch unspezifische Symptome wie Appetitlosigkeit und Gewichtsverlust oder Fieber mit Nachtschweiß können auf Blutkrebs hindeuten. Durch den Mangel an roten Blutkörperchen wird weniger Sauerstoff zu den Organen transportiert. Dies äußert sich durch Symptome wie Blässe, Schwindel und Atemnot.

Die fehlerhaften weißen Blutkörperchen vermögen nicht mehr, zur Körperabwehr beizutragen, wodurch es zu einer höheren Anfälligkeit für Infekte kommen kann. Auch der Mangel an Blutplättchen macht sich bemerkbar: Die Blutgerinnung wird eingeschränkt, wodurch vermehrt Nasenbluten oder auch Entzündungen des Zahnfleischs entstehen können. Blaue Flecken nach vermeintlich harmlosen Zusammenstößen sind ebenfalls dieser Mangelerscheinung geschuldet.

Durch das Festsetzen der weißen Blutkörperchen in den Organen kann es zu einer Vergrößerung der Lymphknoten am Hals, der Achselhöhle und der Leiste kommen. Die Vergrößerung von Milz und Leber verursacht Schmerzen und ein Druckgefühl im Bauch.

Mittel zur Diagnose von Leukämie

Da die Anzeichen für Leukämie weitestgehend unspezifisch sind und sich je nach Art der Erkrankung unterscheiden, ist die Diagnose ohne einen Verdacht schwierig. Bei einer Untersuchung des Körpers können jedoch schon geschwollene Lymphknoten oder eine Vergrößerung von Leber und Milz auf eine spätere Leukämie-Diagnose hindeuten. Um diese Anzeichen richtig interpretieren zu können, ist anschließend eine Blutuntersuchung notwendig. Dabei wird das abgenommene Blut auf Blutzellbestandteile hin untersucht. Hier spielt die Zahl und Entwicklung der Blutkörperchen eine entscheidende Rolle. Je nach Form der Erkrankung gibt es ein charakteristisches Blutbild.

Besteht nach der Blutuntersuchung der starke Verdacht auf Blutkrebs, wird das Knochenmark untersucht, in dem die Blutzellen gebildet werden. Dabei wird unter lokaler Betäubung eine Knochenmarkprobe aus dem Beckenknochen entnommen. Die so gewonnenen Zellen geben Hinweise auf Zellveränderungen, wodurch sich die Form von Leukämie festlegen lässt.

Bei Verdacht auf bestimmte Formen von akuter Leukämie wird auch das Rückenmark untersucht. Um den Befall weiterer Organe zu untersuchen, werden zudem Verfahren wie Ultraschall und Röntgen angewandt, berichtet der Krebsinformationsdiensts des Deutschen Krebsforschungszentrums.

Leukämie: Behandlung von Blutkrebsform abhängig

Die Art der richtigen Leukämie-Behandlung richtet sich nach der Form der Leukämie. Akute Erkrankungen schreiten schnell voran und benötigen eine rasche, intensive Therapie. Diese Formen werden fast ausschließlich mit einer zyklischen Chemotherapie behandelt. Dabei werden aggressive Medikamente eingesetzt – sogenannte Zytostatika. Diese greifen Zellen an, die sich besonders häufig teilen, wie es bei den Leukämiezellen der Fall ist.

Doch auch gesunde Zellen werden durch die Chemotherapie beschädigt. Gerade aus diesem Grund geht die Behandlung mit starken Nebenwirkungen einher, wie Erbrechen, Übelkeit und Haarausfall. Auch das Rückenmark wird bei dieser Therapie angegriffen. Trotz der Nachteile verspricht eine Chemotherapie die größten Heilungschancen, da schädliche Zellen absterben. Die meisten Nebenwirkungen lassen sich heute gut behandeln.

Je nachdem, welche Erkrankung vorliegt, gibt es Variationen in Stärke und Umfang der Behandlung. Bei einigen chronischen Leukämieformen werden zur Therapie zielgerichtete Medikamente zur Dauerbehandlung eingesetzt, die ein Fortschreiten der Krankheit aufhalten, berichtet die Deutsche Krebsgesellschaft. Vollständig heilbar ist chronische Leukämie nicht, jedoch lassen sich die Symptome durch eine Behandlung mildern.

Die Leukämie-Behandlung kann zusätzlich durch eine Strahlentherapie ergänzt werden, um dem Ausbreiten der schädlichen Zellen vorzubeugen und damit die Heilungschancen zu steigern.

Stammzelltransplantation als Therapiemethode

Wenn die Chemotherapie nicht den gewünschten Erfolg bringt, ist eine Blutstammzellen- oder Knochenmarktransplantation oft die letzte Chance. In diesem Verfahren werden dem Patienten gesunde Blutstammzellen übertragen, die aus meist fremdem Blut oder in seltenen Fällen aus Knochenmark gewonnen werden.

Grundlage für eine Knochenmarktransplantation ist die vorherige Remission beim Patienten, also weitestgehende Zerstörung der kranken Zellen. Mit einer hoch dosierten Chemotherapie wird dieser Zustand erreicht. Diese aggressive Methode lässt das Immunsystem kurzzeitig fast zusammenbrechen, weshalb eine Knochenmarktransplantation im Gespräch mit dem behandelnden Arzt von Fall zu Fall abgewogen werden sollte.

Ist ein passender Spender gefunden, wird diesem ein Teil seiner gesunden Stammzellen entnommen und dem Spender als Transfusion eingeführt. Dann setzen sich die Stammzellen an und beginnen, neue Blutzellen zu bilden. Dies dauert nach Angaben der Deutschen Krebsgesellschaft etwa drei Wochen. Wenn der Körper die Zellen annimmt, ist der Patient dauerhaft geheilt.

Voraussetzung für eine Transplantation ist, dass ein geeigneter Spender gefunden wird. Wenn kein Familienmitglied als Spender in Frage kommt, wird im nationalen und internationalen Knochenmarkregister nach einem Fremdspender mit weitgehend identischen Gewebemerkmalen gesucht.

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