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Geschlechtskrankheiten: So wird eine Infektion erkannt

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Nicht alleine auf Kondome verlassen  

Sieben häufige Geschlechtskrankheiten: Symptome, Risiken und Behandlung

10.11.2014, 13:08 Uhr | akl

Geschlechtskrankheiten: So wird eine Infektion erkannt. Kondome bieten keinen 100-prozentigen Schutz vor Geschlechtskrankheiten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Kondome bieten keinen 100-prozentigen Schutz vor Geschlechtskrankheiten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Geschlechtskrankheiten gehören zu den Tabuthemen in unserer Gesellschaft. Während Sex und Erotik allgegenwärtig sind, hüllt man den Mantel des Schweigens über sexuell übertragbare Infektionen, kurz STI ("sexually transmitted infections"). Die Folge: Das Wissen über die Leiden ist gering und sie bleiben häufig unerkannt. Auf welche Symptome man achten sollte.

Wer häufig wechselnde Sexualpartner hat, sollte seinen Körper aufmerksam beobachten. Denn Kondome bieten keinen 100-prozentigen Schutz vor Geschlechtskrankheiten. Einige Erreger werden über Schmierinfektionen weitergegeben, beispielsweise über Hände, Handtücher und Sexspielzeug.

Sexuell übertragbare Erkrankungen erhöhen das HIV-Risiko

Eine Geschlechtskrankheit sollte immer ernst genommen und behandelt werden. Denn bei vielen drohen nicht nur Langzeitschäden. Sie können während der Schwangerschaft, bei der Geburt und beim Stillen auch auf das Kind übertragen werden. Zudem erhöhen sie das Risiko, sich beim Sex mit HIV anzustecken, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) warnt. Der Grund: Geschlechtskrankheiten schwächen die Schutzfunktion der betroffenen Schleimhäute und Hautpartien und bieten so eine Eintrittspforte für HI-Viren.

Schmerzen beim Wasserlassen ernst nehmen

Es gibt verschiedene Symptome, die auf eine Geschlechtskrankheit hinweisen können, doch einige Infektionen verlaufen unbemerkt. Manchmal verschwinden die Symptome nach einiger Zeit sogar wieder. In Sicherheit wiegen sollte man sich in einem solchen Fall nicht. Die Erreger können immer noch im Körper sein und "die Gesundheit im Laufe der Zeit schwer schädigen“, teilt die BZgA in ihrer Broschüre "…ist da was?“ mit. Besonders bei Ausfluss aus Scheide, Penis oder Po, Schmerzen und Brennen in der Intimregion, Bläschen und Warzen sowie Blutungen sollte man den Gang zum Arzt nicht länger aufschieben. Am besten lässt sich der Partner mit untersuchen.

Chlamydien können unfruchtbar machen

Chlamydien gehören zusammen mit Humanen Papillomviren (HPV), Gonorrhoe und Trichomonaden zu den häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen in Deutschland. Schmerzen beim Wasserlassen sowie Ausfluss sind Warnzeichen einer Infektion. Es kann sogar sein, dass keine oder nur leichte Krankheitsanzeichen auftreten. Wird die Infektion nicht behandelt, kann sie unfruchtbar machen. Das Risiko besteht für Männer und Frauen gleichermaßen. Behandelt wird in den meisten Fällen mit Antibiotika.

Tripper verläuft oft unbemerkt

Schmerzen beim Wasserlassen ist ebenfalls bei Gonorrhö, auch Tripper genannt, ein typisches Symptom. Dazu kommen unter anderem Ausfluss, Schmerzen beim Sex sowie Zwischenblutungen bei der Frau. Beim weiblichen Geschlecht bleibe die bakterielle Infektion oft unbemerkt oder zeige nur leichte Krankheitsanzeichen, warnt die BZgA. Tripper ist äußerst ansteckend. Zu den Übertragungswegen zählen auch Hände und Sexspielzeug, wenn sie mit Ausfluss in Berührung gekommen sind. Auch hier droht Unfruchtbarkeit für Mann und Frau. Die Behandlung erfolgt ebenfalls mit Antibiotika.

Trichomonaden auch über Handtücher übertragbar

Auch bei Trichomonaden, also der Ansteckung mit kleinen Geißeltierchen, sind Schmerzen beim Wasserlassen ein Warnsignal. Des Weiteren kann es zu starkem Juckreiz und Ausfluss kommen. Beim Mann seien trotz Infektion häufig keine Beschwerden feststellbar, so die BZgA. Die Übertragung sei zudem über feuchte Gegenstände wie Handtücher und Sexspielzeug möglich. Bei einer Infektion steigt wie bei Chlamydien und Tripper das Risiko, sich beim Sex mit HIV anzustecken. Behandelt wird die Erkrankung mit Medikamenten.

Pilze werden nicht nur beim Sex übertragen

Ebenfalls unangenehm ist die Ansteckung mit speziellen Pilzen, Candidose genannt. Neben Ausfluss kommt es zu Rötungen sowie starkem Jucken und Brennen an den Geschlechtsteilen. Das Tückische: Da der Candida-Pilz natürlich auf unserer Haut und unseren Schleimhäuten vorkommt, kann er durch eine geschwächte Körperabwehr oder aufgrund der Einnahme bestimmter Medikamente auch von selbst entstehen. Der Arzt verschreibt für die Behandlung Salben, Zäpfchen oder Tabletten. Die Infektion erhöht das Risiko einer HIV-Infektion ebenfalls.

Starker Juckreiz durch Filzläuse

Mit starkem Juckreiz und Rötungen müssen auch Betroffene rechnen, bei denen sich Filzläuse in der Intimregion eingenistet haben. Die Haut schwillt an, färbt sich gräulich und bildet Schorf. Die Läuse sind zu sehen. Neben Körperkontakt beim Sex werden die Läuse auch über Bettwäsche und Kleidung weitergegeben. Helfen können spezielle Shampoos und Cremes, welche die Tiere abtöten.

Eine Ansteckung mit HPV verläuft oft unbemerkt

Infektionen mit Humanen Papillomviren zählen zu den weltweit häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen. Fast jeder Erwachsene kommt im Laufe seines Lebens mit den Viren in Kontakt. In den meisten Fällen verläuft eine Ansteckung unbemerkt. Die Viren werden meist im Zuge einer Früherkennungsuntersuchung beim Arzt entdeckt oder machen in Form von Feigwarzen auf sich aufmerksam.

Die Hochrisikotypen 16 und 18, die das Risiko für Krebserkrankung in der Intimregion erhöhen, nisten sich ohne Warnzeichen im Körper ein. Der Virenbefall selbst kann nicht behandelt werden. Das Krebsrisiko behält man durch Früherkennungsuntersuchungen im Blick, Feigwarzen können vom Arzt entfernt werden. 

Syphilis bildet oft schmerzlose Knoten und Geschwüre auf der Haut

Syphilis-Erkrankungen, auch Lues genannt, nehmen in Deutschland wieder zu. Sichtbare Warnzeichen sind schmerzlose Knoten und Geschwüre auf der Haut sowie rote Flecken. Bleibt das Leiden unerkannt, drohen schwere Schäden an inneren Organen und Nerven. Wird Syphilis hingegen frühzeitig mit Antibiotika therapiert, heilt die Erkrankung vollständig aus. "Auch die fortgeschrittene Syphilis ist heilbar. Bereits entstandene Schäden, zum Beispiel an Organen, gehen dann aber nicht mehr weg“, warnt die BZgA. Um sich zu schützen, sollten Kondome auch beim Oralsex zum Einsatz kommen.

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