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Surface Tablet mit viel zu wenig Speicher? Anwalt verklagt Microsoft

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Microsoft wegen Speicherbelegung des Surface verklagt

18.11.2012, 17:04 Uhr | t-online.de

Surface Tablet mit viel zu wenig Speicher? Anwalt verklagt Microsoft. Microsoft Surface ist der erste Tablet-PC mit Windows 8. (Quelle: dpa)

Microsoft Surface ist der erste Tablet-PC mit Windows 8. (Quelle: dpa)

In den USA hat ein Anwalt Microsoft wegen irreführender Werbung beim Tablet-PC Surface verklagt. Er wirft dem Konzern vor, dass das Modell mit 32 GB dem Nutzer nur 16 GB Speicher für eigene Daten zur Verfügung stellt. Microsoft habe das in der Werbung nicht dargestellt. Er will seine Klage zu einer Sammelklage ausweiten.

Der kalifornische Anwalt Andrew Sokolowski hat am Dienstag eine Klage wegen irreführender Werbung und unfairer Geschäftspraktiken eingereicht. Grund: Er hat ein Microsoft Surface mit 32 GB Speicherkapazität gekauft. Er stellte aber schnell fest, dass 16 GB bereits vom Betriebssystem und weiterer werksseitig installierter Software belegt waren. Damit stünde ihm mit 16 GB nur die Hälfte an freiem Speicherplatz für eigene Daten zur Verfügung.

Irreführende Werbung für das Surface?

Daher betrachtet Sokolowski Microsofts Angabe, dass das Gerät 32 GB Speicher habe, als bewusst irreführende Werbung. Zudem behauptete Microsoft unlängst während einer Fragerunde im Webforum Reddit, den Nutzern stünden "über 20 GByte freier Speicherplatz" zur Verfügung. Sokolowski will aus seiner Klage eine Sammelklage machen, an die sich andere Verbraucher anschließen können. Ziel der Klage ist eine Schadenersatzzahlung und die Änderung der irreführenden Werbung.

Microsoft verschweigt Speicherbelegung nicht

In der Tat belegt das Betriebssystem Windows 8 RT und vorinstallierte Programme wie Office rund 16 GB auf dem Tablet-PC. Auf dem großen Surface mit 64 GB bleiben damit noch rund 46 GB an freiem Speicher übrig und auf dem Modell mit 32 GB nur die Hälfte. Zwar erläutert Microsoft dies detailliert auf einer FAQ-Seite, doch diese ist tief auf der Microsoft-Webseite verborgen und alles andere als prominent verlinkt. Auch auf seinen Shop-Seiten zum Surface-Tablet formuliert Microsoft geschickt und schreibt "Speicher 32 GB / 64 GB" und nicht "freier Speicher".

Microsoft gibt der Klage keine Chance

"Wir glauben, dass die Klage ohne Chance ist", erklärt ein Microsoft-Sprecher gegenüber dem US-Magazin CNET und ergänzt: "Kunden verstehen, dass das Betriebssystem und vorinstallierte Anwendungen auf dem internen Speicher des Gerätes liegen und damit den freien Speicherplatz reduzieren."

Klage wäre für alle Geräte denkbar

Das Microsoft Surface ist bei weitem nicht das einzige Gerät, das weniger freien Speicher bietet, als technisch vorhanden ist. Beim Apple iPad mit 32 GB Speicher beispielsweise bleiben dem Nutzer 28 GB freier Platz für eigene Daten. Aber auch auf jedem PC verbrauchen Betriebssystem und vorinstallierte Software einen Teil der Festplattenkapazität. Bei PC und Notebooks steht heutzutage aber meist ein gigantischer Speicherplatz zur Verfügung, denn Festplatten mit einem oder mehr Terabyte Kapazität sind normal. Der Speicherverbrauch von Betriebssystem und Software fällt daher kaum ins Gewicht. Auf dem Microsoft Surface mit 32 GB wird immerhin die Hälfte von vorinstallierter Software verbraucht.

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