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Türen: Quietschende und klemmende Türen selbst reparieren

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Türen  

Erste-Hilfe-Maßnahmen bei kaputten Türen

25.09.2012, 11:08 Uhr | dpa-tmn/sj/rw, zuhause.de, dpa-tmn

Türen: Quietschende und klemmende Türen selbst reparieren. Quietschende und klemmende Türen kann man ganz einfach selbst reparieren. (Quelle: Archiv)

Quietschende und klemmende Türen kann man ganz einfach selbst reparieren. (Quelle: Archiv)

Sie quietschen, klemmen oder öffnen sich wie von Geisterhand: Türen mit solchen Macken können schnell nerven. Eine fachgerecht eingesetzte Tür funktioniert normalerweise über Jahre tadellos. Doch nichts hält ewig: Und Türen müssen besonders viel aushalten. Ständig werden sie geöffnet, geschlossen und häufig sogar zugeschlagen. Da bleiben Verschleißerscheinungen nicht aus: Die Angeln quietschen, die Türblätter schleifen am Boden oder klemmen im Rahmen, und die Oberfläche ist mit Kratzern und Dellen übersät. Solche Macken kann man ganz leicht selbst reparieren. Die Foto-Show zeigt, wie es geht.

Gegen das Quietschen und Knarren der Türen beim Öffnen und Schließen müssen einfach nur die Bänder geschmiert werden. "In der Regel wird dazu die Zimmertür aus den Angeln gehoben", erklärt Michael Pommer, Trainer an der Deutschen Heimwerker Akademie in Köln. Der dann freiliegende Gewindedorn des Türbandes wird gesäubert, eingeölt und dann die Tür wieder eingehängt. Am besten nimmt man dafür Öle für Fahrradketten, da diese nicht so leicht eintrocknen. Aber auch mit dünnflüssigem Kriechöl und Graphit könne man gut schmieren, erläutert Pommer. Von Hausmittelchen wie Rasierschaum, Haarspray oder Butter hält der Heimwerker-Experte dagegen wenig, denn deren Wirkung sei nur von begrenzter Dauer.

Tür anheben mit Einlegescheiben

Bei klemmenden Türen sitzt das Türblatt oft nicht mehr richtig im Rahmen. Als eine einfache Lösung empfiehlt die Stiftung Warentest, die Tür durch das Heraus- und Hineindrehen der Scharniere am Türblatt und Rahmen neu zu justieren. Dies ist aber nur an einstellbaren Türbändern – so heißen die Scharniere offiziell – möglich. Häufig hilft es auch, die Tür durch Einlegescheiben im Band anzuheben. Allerdings ist oft auch die Farbe schuld, wenn es klemmt. Bei lackierten Türen kann eine zu dick aufgetragene Lackschicht das zügige Zugehen der Tür verhindern. Der Lack sollte laut Pommer dann abgeschliffen und die Stelle sofort wieder dünn überstrichen werden, damit das offenliegende Holz nicht aufquellen kann. Sind die Belege aber recht dick und die Türen massiv, muss man mit dem Hobel ran.

Wenn die Bänder mit der Zeit ausleiern, schleift die Tür über den Boden. Einlegeringe können die Tür wieder anheben, allerdings muss noch Spielraum zwischen dem oberen Türblatt und der Türfalz bleiben. Wird ein neuer Fliesenbelag verlegt, empfiehlt Pommer, die Tür auszubauen und den Rahmen nachzurüsten. Ansonsten könne das Wischwasser, mit dem der Fliesenboden gesäubert wird, die Schwelle unten und die dreiseitige Türzarge darüber beschädigen. Daher sollte man die Schwelle mit einem Gummi unterlegen und dann mit einer Silikonfuge an den Übergängen zu den Fliesen gegen Feuchtigkeit schützen.

Türschloss ausfeilen

Bei verzogenen Türen rät die Stiftung Warentest zu untersuchen, ob der Schließmechanismus noch greift. Der Heimwerker sollte dazu prüfen, ob die für das Einrasten der geschlossenen Tür zuständige Falle und der Riegel des Schlosses in das Schließblech greifen. Ist dies nicht der Fall, sollten beide Aussparungen im Schließblech ausgefeilt werden. Am Auffälligsten sind jedoch die Abnutzungserscheinungen am Türblatt. Wenn die Oberfläche angegriffen ist, greifen viele zum Farbtopf. Ein neuer Anstrich wirkt oft Wunder.

"Das Ganze muss nach dem Streichen aber erstmal gut durchtrocknen", erläutert Ludger Küper, Direktor des Paint Quality Institutes in Schwalbach. Denn schließt man eine frisch gestrichene Tür, bevor die Farbe richtig trocken ist, könne es passieren, dass sie mit dem Rahmen zusammenklebt und nicht mehr aufgeht. Um sie zu wieder zu öffnen, muss man Gewalt anwenden. Dann sei es um den schönen Neuanstrich oft geschehen."Doch nicht immer lohnt sich aufwendiges Streichen", erläutert Pommer. Neue Türblätter gebe es schon ab etwa 50 Euro, Zargen ab circa 30 Euro. "Deshalb sollte man auch einen Austausch erwägen, bevor eine furnierte Tür mit leichtem Holzrahmen und Pappwabeneinlage aufwendig renoviert wird."

Türen sorgsam behandeln

Damit Türen lange halten und ihren Dienst tun, sollte man sie sorgsam behandeln. Das Schloss sollte beispielsweise regelmäßig geschmiert werden, damit es leichtgängig bleibt. Ein heftiges Zuschlagen der Türen sollte ebenfalls vermieden werden. Will man nicht alle Türen immer schließen können Türstopper ein unbeabsichtigtes Zuwehen verhindern. Das schützt zugleich die Tür und minimiert das Risiko eingeklemmter Finger.

Kürzen von Türen mit Vermieter absprechen

Wenn Mieter einen neuen Bodenbelag verlegen, ist es oft notwendig, die Türen zu kürzen. Beide Maßnahmen müssen mit dem Vermieter abgesprochen werden. Darauf weist der Deutsche Mieterbund in Berlin hin. Denn beim Auszug könne der Vermieter die  Wiederherstellung des alten Zustands verlangen. Werde dann das Laminat oder Parkett wieder entfernt, entstehe unter der Tür ein großer Spalt - und eine neue Tür sei möglicherweise fällig. Wenn jedoch eine Tür während der Mietzeit kaputt geht, muss der Vermieter sie reparieren.

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