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Wasserschaden in Haus und Wohnung vorbeugen

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Wasserschaden im Haus vorbeugen

24.02.2015, 14:26 Uhr | rw, dpa-tmn, zuhause.de

Wasserschaden in Haus und Wohnung vorbeugen. Einen Wasserschaden zu sanieren ist aufwendig und teuer. Doch man kann vorbeugen. (Quelle: imago/Ralph Peters)

Einen Wasserschaden zu sanieren ist aufwendig und teuer. Doch man kann vorbeugen. (Quelle: Ralph Peters/imago)

Es geschieht oft plötzlich und wird dann nicht selten richtig teuer: ein Wasserschaden in Haus oder Wohnung. Ursachen können defekte oder gebrochene Leitungen, Starkregen und Hochwasser, aber auch eigenes Fehlverhalten sowie Fahrlässigkeit sein. Ganz ausschließen kann man einen Wasserschaden in den eigenen vier Wänden zwar nicht. Doch die richtigen vorbeugenden Maßnahmen machen ihn um ein Vielfaches unwahrscheinlicher. Häufige Ursachen für einen Wasserschaden, woran er frühzeitig auffällt und wie man Wasserschäden vorbeugt.

Nicht jeder Wasserschaden äußerst sich gleich in überfluteten Räumen. Oft besteht der zu Grunde liegende Defekt eine ganze Weile, bis seine Symptome offen zu Tage treten. Tropfen um Tropfen wird der Schaden größer. Bis der Bewohner ihn bemerkt, steht das Wasser schon im Haus. Feuchteschäden an Wänden und Decken sind die Folge. Versicherungen bezahlen nicht jeden Wasserschaden und die Sanierung kann aufwendig und teuer sein.

Wasserschaden durch Rohrbruch und leckende Leitungen

Eine der häufigsten Ursachen für einen Wasserschaden sind gebrochene oder leckende Wasserleitungen. Rund 1,3 Millionen Schäden durch Leitungswasser wurden den deutschen Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen 2013 gemeldet, berichtet Kathrin Jarosch vom Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft. Sie verursachten Kosten von mehr als 2,1 Milliarden Euro.

Je früher man entdeckt, dass irgendwo ein Rohr leckt, desto besser. Zumindest in Trinkwasserleitungen können Leckagen dadurch auffallen, dass der Wasserzähler auch dann weiter läuft, wenn nirgendwo Wasser verbraucht wird. Auch ein Abfall des Wasserdrucks kann ein Anzeichen dafür sein, dass es irgendwo ein Leck in der Leitung gibt. Im Handel sind spezielle Wassermelder erhältlich, die so ähnlich funktionieren wie Rauchmelder. Sensoren an Wand oder Boden registrieren ungewöhnlich hohe Feuchtigkeit und schlagen Alarm. Einige Wassermelder senden den Alarm sogar aufs Smartphone. Die günstigsten Geräte gibt es schon für deutlich unter 20 Euro.

Spätestens wenn schon Wasser aus der Decke kommt oder sich Stockflecke an der Wand bilden, ist Eile das Gebot der Stunde. "Das sind Zeichen, dass bereits große Wassermassen im Gebäude sind", berichtet Matthias Wagnitz vom Zentralverband Sanitär Heizung Klima. Dann müsse man umgehend einen Fachhandwerker bestellen. Bis dieser eintrifft, solle man den betroffenen Leitungsabschnitt absperren, rät der Experte.

Rohrbruch und Leckagen vorbeugen

Heute seien Alterserscheinungen von Kupfer, Edelstahl oder Kunststoff nur noch selten die Ursache von Rohrbrüchen, sagt Wagnitz. Doch bei der Verlegung können Fehler passieren, so dass später eine vergessene oder fehlerhaft ausgeführte Löt- oder Pressnaht bersten. Beim Neubau oder Leitungsaustausch sollte deshalb das ganze System einer Druckprobe unterzogen werden. Dabei fallen etwaige Mängel auf.

Beim Kauf eines Altbaus sollte geklärt werden, ob es an ungedämmt verlegten Rohren Korrosionsschäden gibt. Feuchte Stellen an Decken oder Wänden sind ohnehin Alarmzeichen. Grundsätzlich ist es bei einem geplanten Altbaukauf immer sinnvoll, die Immobilie vor Vertragsschluss von einem unabhängigen Bausachverständigen inspizieren zu lassen. Denn jedes ältere Haus hat seine Mängel. Der Fachmann wird dann unter anderem auch den Zustand der Leitungen begutachten.

"Meist werden Rohrbrüche aber durch mechanische Beschädigungen verursacht", weiß Wagnitz. Einer der Klassiker: Heim- oder Handwerker bohren zu tief in die Wand und beschädigen dabei – oft sogar ohne es gleich zu merken – eine wasserführende Leitung. Vor jedem Bohren sollte man sich mit einem speziellen Ortungsgerät vergewissern, dass an der Bohrstelle keine Leitung hinter der Wand liegt.

Guter Frostschutz kann Wasserschäden durch Rohrbrüche verhindern

Auch nach frostigen Wintern kommt es immer wieder zu Wasserschäden aufgrund beschädigter Leitungen. Gefriert das Wasser darin, können sie platzen. Am besten werden Leitungen im Freien deshalb im Herbst entleert und möglichst abgestellt. Dachrinnen und Fallrohre müssen frei von Laub und Schmutz sein, damit Regenwasser ungehindert abfließen kann und nicht in der Rinne gefriert.

Doch auch im Gebäude kann der Frost zuschlagen: "Bei Frost sind Kaltwasserleitungen in unbeheizten Räumen wie Dachboden, Keller oder Gästezimmer gefährdet", weiß Corinna Kodim vom Eigentümerverband Haus & Grund. Dort müssen alle Fenster intakt und geschlossen sein. Falls vorhanden, sollte bei Dauerfrost auch die Raumheizung aufgedreht werden – und zwar nicht nur bis zum Schneeflocken-Symbol. Der sogenannte Frostwächter schützt nämlich nur den Heizkörper, nicht aber die Leitungen vor dem Zufrieren. Während des Winters werden am besten alle Rohre regelmäßig überprüft.

Starkregen verursacht viele Wasserschäden

"In den letzten Jahren ist Starkregen zu einem immer größeren Problem geworden und hat häufig zu gravierenden Schäden geführt", nennt der Bauherren-Schutzbund (BSB) eine weitere Ursache vieler Wasserschäden. Dabei wird Schmutzwasser durch Rückstau in Haus und Keller gedrückt. "Zum Schutz der Immobilie ist es wichtig, schon beim Hausbau darauf zu achten, dass das Grundstück gegen Rückstau abgesichert wird", rät deshalb der BSB. Bauherren sollten bei Entwässerungsanlagen auf hochwertiges Material und qualifiziertes Fachpersonal achten. Die Bauherrenschützer raten zu Produkten und Dienstleistern, die das RAL Gütezeichen Gebäudeentwässerung tragen.

Läuft ein Keller voll, muss oft die Feuerwehr ausrücken und ihn wieder leer pumpen. "Wenn das Wasser 30 oder 40 Zentimeter hoch steht, hat es oft Steckdosen oder elektrische Leitungen erreicht", erläutert Hartmut Ziebs vom Deutschen Feuerwehrverband. "Wer da einfach rein marschiert, riskiert einen elektrischen Schlag." Kleineren Wassermengen wird man mit Pumpe, Nass-Trocken-Sauger oder Lappen und Eimer Herr.

Doch je nachdem, was im Keller untergebracht ist, können die Schäden auch dann schon beträchtlich sein. Besonders ärgerlich: Wer nicht in klassischen Hochwassergebieten lebt, verzichtet häufig auf eine Elementarschadenversicherung. Sind Elementarschäden nicht ausdrücklich in der Police mit eingeschlossen, müssen Versicherungen einen durch Starkregen verursachten Schaden nicht bezahlen.

Wasserschäden im Badezimmer vorbeugen

Unzureichend instand gehaltene Nassbereiche sind prädestiniert für schleichende Wasserschäden. Die Wandanschlüsse von Duschtasse, Wanne und Waschbecken zur Wand, sowie die gefliesten Flächen müssen dauerelastisch abgedichtet sein. Wird die Dichtung im Laufe der Zeit porös, muss man die Silikonfugen erneuern. Das können auch weniger versierte Heimwerker leicht selbst erledigen.

Wasserschäden durch kaputte Geräte

Auch Gerätedefekte verursachen immer wieder Wasserschäden. Insbesondere laufende Waschmaschinen sollten deshalb nicht über einen längeren Zeitraum unbeaufsichtigt bleiben. "Waschmaschinen gehören zu den wartungspflichtigen Hausgeräten", erklärt die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen (VZ-NRW). Wer die Maschine am Samstagmorgen anstelle und dann ins Wochenende fährt, handle grob fahrlässig, erklären die Verbraucherschützer und verweisen auf ein entsprechendes Urteil des Landgerichts Frankfurt (Az.: 2/26 O 285/97).

Um Überschwemmungen infolge defekter Wasch- und Spülmaschinen-Anschlüsse oder Schläuche zu vermeiden, eigenen sich spezielle Aquastop-Ventile. Sie riegeln entweder mechanisch oder elektronisch den weiteren Wasserdurchfluss ab, wenn ein Schlauch sich vom Zulauf löst, platzt oder leckt. "Wer verreist, muss sich bei einer Maschine ohne Aquastopp vorher vergewissern, dass der Wasserzulauf gesperrt ist", so die VZ-NRW mit Blick auf das Frankfurter Urteil.

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