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So sparen Sie beim Heizölkauf bares Geld

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Schwankender Preis  

So sparen Sie beim Heizölkauf bares Geld

08.05.2017, 15:11 Uhr | Sabine Meuter, dpa

So sparen Sie beim Heizölkauf bares Geld. Wenn Nachbarn sich zusammentun und eine Sammelbestellung aufgeben, gibt es sogar Rabatt. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Kenny10)

Wenn Nachbarn sich zusammentun und eine Sammelbestellung aufgeben, gibt es sogar Rabatt (Quelle: Kenny10/Thinkstock by Getty-Images)

Im Frühling ist bei vielen Hauseigentümern der Heizöltank halbleer. Viele glauben, dass sie jetzt, in der milden Jahreszeit, besonders günstig Heizöl kaufen können und bei fallenden Temperaturen mit höheren Preisen rechnen müssen. Doch diese alte Regel gilt längst nicht mehr unbedingt.

Vorhersagen für den Ölpreis kaum möglich

"Jetzt kann durchaus ein guter Zeitpunkt für den Heizölkauf sein", sagt Adrian Willig vom IWO Institut für Wärme und Oeltechnik in Hamburg. Betrachtet man allerdings die Preisentwicklung der vergangenen Jahre, so lassen sich nicht immer die gleichen saisonalen Effekte feststellen. Da sich der Heizölpreis am Ölpreis an der Börse orientiert, sind kaum Vorhersagen möglich.

Die Entwicklung des Ölpreises und damit auch des Heizölpreises hängt von verschiedenen Faktoren ab. Der US-Dollarkurs spielt eine Rolle, aber etwa auch Angebot und Nachfrage auf den Ölmärkten. Hinzu kommt die Energiesteuer, die ein fester Betrag pro Liter ist. "Das heißt, je günstiger das Heizöl ist, desto größer ist der Anteil der Energiesteuer am Preis", erläutert Willig.

Heizölpreise vergleichen

Wer günstig Heizöl einkaufen möchte, sollte regelmäßig die Preise mehrerer Anbieter vergleiche. "Das lohnt sich in jedem Fall, denn es kann mitunter gewaltige Preisunterschiede geben", sagt Aribert Peters, Vorsitzender des Bundes der Energieverbraucher in Unkel bei Bonn.

Am einfachsten funktioniert der Heizölpreis-Vergleich über das Internet. Nach Eingabe von Postleitzahl, Heizölsorte und -menge ermitteln Datenbanken den Preis, den Händler aktuell anbieten. Zusätzlich kann das Angebot eines örtlichen Mineralölhändlers eingeholt werden. "Verglichen werden sollten dabei die Endpreise und nicht die häufig grafisch hervorgehoben dargestellten Preise pro 100 Liter", rät Annegret Jende von der Stiftung Warentest in Berlin. Bei den fettgedruckten Preisen fehlten mitunter bestimmte Zuschläge wie Gefahrgutaufschlag oder Lieferpauschale. "Gerade besonders günstige Anbieter haben oft lange Lieferzeiten bis zu 25 Werktage", so Jende.

Regionale Preisunterschiede

Grundsätzlich gilt, dass Heizölpreise regional unterschiedlich ausfallen. Auch die individuelle Situation des Kaufinteressenten hat Einfluss auf den Preis. Wenn sein Grundstück beispielsweise nur mit einem kleinen – und nicht wie eigentlich üblich mit einem großen – Tankwagen angefahren werden kann, dann wird es für den Kunden teurer. Mehr Geld müssen Kunden in aller Regel auch dann zahlen, wenn das Heizöl kurzfristig und in eher kleinerer Menge geliefert werden soll.

Gruppenbestellung spart Geld

Im Umkehrschluss bedeutet das, dass bei größeren Abnahmemengen der Preis pro Liter sinkt. "Insofern sollten sich mehrere Verbraucher zusammentun und gemeinsam Heizöl bestellen", empfiehlt Peters. Vielerorts haben Verbraucher privat sogenannte Bestellgemeinschaften gebildet, zum Beispiel Nachbarn untereinander. Über Internetportale sind organisierte Sammelbestellungen ebenfalls möglich. Dabei gilt: Liegen die Abnahmestellen dicht nebeneinander, ist der Lieferaufwand gering – das ist für die Mitglieder der Bestellgruppe von Vorteil.

Es sollte aber darauf geachtet werden, dass jeder der Beteiligten selbst für die Bezahlung seiner Menge verantwortlich bleibt. Deshalb sollten alle bei einer Sammelbestellung bar oder per Karte zahlen. Vorsicht ist angesagt bei einer Rechnung: Wird auf Rechnung gekauft und zahlt einer der Besteller seinen Anteil nicht, dann muss der Hauptbesteller für ihn aufkommen.

Oft gibt es zudem bei einer Bar- oder Kartenzahlung noch einmal einen kleinen Rabatt vom Lieferanten. Sammelbestellungen haben aber auch einen Nachteil: "Sie schränken natürlich die eigene Flexibilität, auf Preisschwankungen zu reagieren, erheblich ein", erklärt Willig.

Heizung unbedingt ausschalten

Wird Heizöl geliefert, dann muss in jedem Fall die Heizung ausgeschaltet sein. Etwa zwei Stunden nach der Tankbefüllung kann sie problemlos wieder eingeschaltet werden. Heizöl kann für mehrere Monate oder sogar noch einen längeren Zeitraum bevorratet werden.

Wichtig zu wissen: Der Kauf von Heizöl fällt nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe unter das Fernabsatzgesetz. Das bedeutet, dass Kunden die Bestellung innerhalb von 14 Tagen widerrufen können, sollten sie das Heizöl online, am Telefon oder per Fax geordert haben (Az.: VIII ZR 249/14).

Wer modernisiert spart Geld

Wer nachhaltig Brennstoff sparen möchte, sollte erwägen, seine Tankanlage mit Öl-Brennwerttechnik modernisieren zu lassen, rät Willig. Ein Öl-Brennwertkessel kann nach seinen Angaben den Brennstoffbedarf im Vergleich zur alten Heizung gewaltig reduzieren, "und zwar um bis zu 30 Prozent".

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