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Frühbeet richtig anlegen und bepflanzen: Tipps

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Frühbeet: Mit Vorsprung ins Gartenjahr starten

29.02.2016, 15:23 Uhr | dpa-tmn

Frühbeet richtig anlegen und bepflanzen: Tipps. Salat im Frühbeet (Quelle: dpa)

Salat im Frühbeet. (Quelle: dpa)

Das Frühbeet verschafft Hobbygärtnern einen klaren Zeitvorteil. Denn sobald die schlimmsten Fröste vorüber sind, wird im Frühbeet schon der erste Salat ausgesät. Die warme Haube des Frühbeets schützt die Sprösslinge vor unwirtlichen Temperaturen. Wenn es dann wärmer wird, wächst das Gemüse im Garten weiter. Anders als bei der Vorkultur auf der Fensterbank sind die Pflänzchen im Frühbeet schon abgehärtet. Und auch im Winter leistet das Frühbeet gute Dienste.

Ein Frühbeet funktioniert wie ein Gewächshaus in Klein: Der meist kastenförmige Rahmen aus Holz oder Metall ist mit stabiler Folie bespannt oder mit Kunststoff- oder Glasplatten verkleidet. Er bildet die Wände des Konstruktes, darauf kommt ein Dach, ebenfalls aus Folie oder Platten.

Frühbeet braucht viel Sonne

Das Frühbeet sollte an einem sonnigen Standort stehen. Die Tage zu Beginn der Saison sind kurz, das Licht muss daher voll ausgenutzt werden. "Eine Grundfläche von ein bis zwei Quadratmetern wären schon gut", empfiehlt Angelika Feiner vom Landesverband Bayerischer Kleingärtner in München. Günstig ist ein länglicher Zuschnitt des Konstruktes. Dann kann der Hobbygärtner die Beetmitte vom Rand aus gut erreichen.

Gewächshaus-Form eignet sich am besten

Bausätze für Frühbeete gibt es in allen Formen, Materialien und Größen im Handel. Ganz einfache Modelle bestehen aus einem Stahlbügelgerüst, welches mit Folie überzogen ist. Sie wird an den Rändern eingegraben. "Der Nachteil solcher Bauformen ist, sie können nur mit viel Aufwand belüftet werden", sagt Peter Botz, Geschäftsführer des Verbandes Deutscher Garten-Center in Grafschaft-Ringen. "Auch eine zusätzliche Schutzabdeckung mit einer Strohmatte ist kaum möglich." Er empfiehlt deshalb, ein Minigewächshaus oder eine kastenförmige Konstruktion mit einer Klappe zum Öffnen zu wählen.

Frühbeet selbst bauen

"Ein fertiges Frühbeet in guter Qualität ist fast so teuer wie ein Gewächshaus. Für viele Hobbygärtner ist Marke Eigenbau deshalb eine Überlegung wert", sagt der Gärtnermeister Jörn Pinkse aus Celle. Dazu baut man einen Rahmen aus Holz. Dieser hat den Vorteil, dass er im Garten umziehen kann. Wer eine Konstruktion aus Klinkermauern hochzieht, braucht dagegen einen festen Standort.

Altes Fenster als Deckel verwenden

Als Abdeckung für das Frühbeet kommen außer einem Holzrahmen mit stabiler Folie oder Vlies Plexiglasscheiben oder besonders gut dämmende Doppelstegplatten infrage. Eine Alternative ist ein ausgedientes Fenster. Echtglas hingegen ist nicht nur leicht zerbrechlich, sondern auch zu schwer.

Schräges Dach ist von Vorteil

Die Abdeckung muss zwar nicht zwingend zur Sonnenseite hin abfallen, doch das hat den Vorteil, dass Wasser gut ablaufen kann. Im Idealfall ist die Abdeckung mit Scharnieren am Rahmen befestigt. Dann lässt sie sich leicht öffnen und bleibt mit einem zwischen Deckel und Rahmen geklemmten Brett oder Stock offen.

Bereit für Jungpflanzen

Wenn die langen und harten Fröste vorbei sind, kann die Aufzucht je nach Region, Klima und Dämmung des Frühbeetes bereits Ende Februar bis Anfang März losgehen. Eine gute Grundlage bildet humoser Gartenboden. Er wird sorgfältig vom Unkraut befreit und leicht gelockert. Jungpflanzen können direkt hineingesetzt werden, erläutert Pinske. Samen kommen dagegen am besten in hochwertige Aussaat- oder Pikiererde.

Gemüse vom Mist ernten

Einst waren Beetkästen mit Mist beliebt. In vielen landwirtschaftlich geprägten Regionen ist das noch heute so. Üblicherweise kommen in Schichten Pferdemist, Kompost und Aussaaterde in den Rahmen. "Das Ganze wirkt wie eine natürliche Bodenheizung", erklärt Botz. Mikroorganismen zersetzen den Mist, Kohlendioxid und Wärme setzt sich dabei frei. Beides dringt an die Oberfläche und bietet Saat und Jungpflanzen ideale Keim- und Wachstumsbedingungen.

Salat benötigt nicht viele Nährstoffe

"Allerdings erfordern der Umgang mit der Wärme und die Kombination der Substrate etwas Erfahrung", sagt Gartenexperte Botz. Salatpflanzen – üblicherweise die Ersten im Frühbeet – zählen nämlich zu den Schwachzehrern. Durch zu viel Mist oder zu viel Kompost im Beet bekommen sie leicht mehr Nährstoffe und Salze ab, als sie vertragen.

Junge Pflänzchen ab Ende März umziehen

Neben Salat werden zunächst Radieschen, Kohlrabi und Rettich gesät. "Sobald man die Pflanzen anfassen kann, werden sie mit einem Stäbchen pikiert", erläutert Gartenexperte Botz. Dabei werden sie einzeln ausgepflanzt. Wenn sich die Blättchen berühren, ist der richtige Zeitpunkt für den Umzug ins Freie – aber frühestens Ende März.

Auch Gurken und Tomaten gedeihen im Frühbeet

Das Auspflanzen macht zwar Arbeit, ist aber nötig, um im Frühbeet Platz für die zweite Riege zu schaffen. "Sehr gut machen sich dann Starkzehrer wie Gurken oder Tomaten", sagt Feiner. Sie können entweder samt Töpfen ins Frühbeet gestellt und später ins Freie geholt werden. Oder sie kommen wie Salat und Radieschen in die Erde des Frühbeetes. Bei steigenden Temperaturen wird dann dessen Abdeckung geöffnet.

In der Luxusausführung mit elektrischem Fensterheber

Wichtig für ein Frühbeet ist die Belüftung. Schon bei schwacher Sonneneinstrahlung heizt der kleine Raum spürbar auf. "Da können die Pflanzen schnell verbrennen – übrig bleibt Heu", warnt Gärtnermeister Pinske. Sobald die Marke von 20 Grad überschritten werde, müsse man die Abdeckung anheben, sagt Botz. Wer berufstätig ist, kann das natürlich nicht ausführen. In diesem Fall hilft ein automatischer, Temperatur gesteuerter Fensterheber.

Als Winterlager für die Gemüse-Ernte geeignet

Das Frühbeet ist nicht nur etwas für das Frühjahr. Es verlängert das Gartenjahr sogar bis in den Herbst hinein. Denn Feldsalat und Winterkopfsalat gedeihen hier noch mal prächtig, wenn es draußen schon zu kalt für sie ist. Auch danach ist noch nicht Schluss. "Die dritte Nutzung ist dann als Winterlager", sagt Feiner. In Erde eingebettet und mit Matten oder Laub geschützt, können Kohl, Möhren, Sellerie und Co. hier viele Wochen lang aufbewahrt werden. Auf den Boden sollte allerdings als Schutz gegen Mäuse ein engmaschiges Drahtgeflecht gelegt werden.

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