Sie sind hier: Home > Heim & Garten > Haushaltstipps > Putzen >

Schneidebrett aus Kunststoff oder Holz – was ist besser?

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Schneidebrett  

Schneidebrett besser aus Kunststoff oder Holz?

04.10.2017, 13:54 Uhr | rw, t-online.de

Schneidebrett aus Kunststoff oder Holz – was ist besser?. Schneidebrett aus Holz (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Ruth Jenkinson)

Sind Schneidebretter aus Holz wirklich besser als aus Kunststoff? (Quelle: Ruth Jenkinson/Thinkstock by Getty-Images)

Ist ein Schneidebrett aus Kunststoff besser oder eines aus Holz? Weil Holzbretter meist nicht spülmaschinenfest sind, halten viele Verbraucher Kunststoff-Schneidebretter für hygienischer. Ein Irrtum, wie ein Labortest im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks (WDR) zeigt. Worauf kann man bei Kauf, Pflege und Reinigung seiner Schneidebretter achten sollte und warum Glasbretter als Schneideunterlage völlig ungeeignet sind.

Bei der Auswahl des richtigen Schneidebretts scheiden sich die Geister. Schwört die eine Fraktion auf das Schneidebrett aus Holz, hält die andere Unterlagen aus Kunststoff für viel hygienischer. Die Holzfans hingegen mögen auf die Haptik des Naturmaterials nicht verzichten und glauben nicht so recht daran, dass Kunststoff-Bretter tatsächlich so erhebliche Vorzüge haben.

Speiseöl "imprägniert" das Schneidebrett aus Holz

Holzbretter jedenfalls sollten nach jeder Benutzung gründlich mit heißem Wasser, Spülmittel und der rauen Seite eines Schwamms abgeschrubbt werden. Hinterher muss man sie solange an der Luft stehen lassen, bis das Holz komplett getrocknet ist, denn in feuchtem Holz breiten sich schnell Keime aus. Damit von vornherein weniger Nässe ins Holz einzieht und das Brett schneller trocknet, kann man es hin und wieder mit gewöhnlichem Speiseöl einreiben. Das Öl wirkt dann wie eine Imprägnierung, und es zieht weniger Feuchtigkeit ins Holz – das Schneidebrett trocknet schneller und es bilden sich in der Zwischenzeit weniger Keime im feuchten Holz.

Schneidebretter aus Kunststoff und Holz im Labortest

Objektiven Aufschluss kann da nur ein Labortest geben. Für die Sendung "Servicezeit" hat der WDR im Juni 2013 eine Laboruntersuchung von je drei unterschiedlichen Kunststoff- und Holz-Schneidebrettern in Auftrag gegeben – allesamt von verschiedenen Herstellern und zu Preisen unter 15 Euro. Im Labor wurde untersucht, welche Bretter schneller verfärben, Gerüche leichter annehmen und bei welchen Brettern die Keimbelastung höher ist.

Ein Schneidebrett aus Holz verfärbt sich schneller

Generell haben viele Schneidebretter aus Holz den Nachteil, dass man sie nicht in der Spülmaschine reinigen darf. Das machte sich auch im WDR-Labortest bemerkbar. Wie stark sich das jeweilige Brett verfärbt, wurde mit Roter Bete untersucht. 20 mal wurde eine Rote Bete auf jedem Brett zerkleinert und dieses hinterher entweder von Hand oder in der Maschine gespült.

"Bei keinem einzigen Kunststoffbrett, sowohl handgespült als auch spülmaschinengespült, konnten wir irgendwelche Verfärbungen oder Restverfärbungen nachweisen", fasst Laborleiterin Margrit Fooke-Achterrath das Testergebnis zusammen. Bei den Holzbrettern hingegen zeigten sich vor allem bei den handgespülten Schneidebrettern gut sichtbare rötliche Verfärbungen.

Aromatische Lebensmittel besser auf Kunststoff schneiden

Ganz ähnlich war das Ergebnis beim Geruchstest: Hier wurden mehrere stark aromatische Lebensmittel auf den Brettern geschnitten und untersucht, wie sehr die Schneidunterlagen die Gerüchen von Knoblauch, Zwiebeln und Fisch annehmen. Wer will schon ein frisches Brot aufschneiden und hinterher schmeckt jede Scheibe nach Zwiebeln, nur weil man vor einigen Tagen einmal welche auf demselben Brett geschnitten hat?

"Generell können wir feststellen, dass die Spülmaschine Gerüche besser entfernt, als die Handspülung", so das Fazit von Laborleiterin Fooke-Achterrath. Auch hier haben Kunststoffbretter also leicht die Nase vorn, denn Schneidebretter aus Holz leiden häufig sehr, wenn man sie in der Spülmaschine reinige. Das Holz bekommt Risse und das Brett wird recht schnell unbrauchbar. Oft weisen die Hersteller auch schon auf der Produktverpackung darauf hin, dass die Bretter von Hand gespült werden müssen.

Bakterien und Keime im Schneidebrett

Nach diesen Ergebnissen wäre es eigentlich folgerichtig, wenn die Kunststoffbretter auch hygienischer wären, als Schneidebretter aus Holz. Das jedoch ließ sich im Labortest nicht bestätigen. Egal ob Holz- oder Kunststoffbrett, ob in der Maschine oder von Hand gespült: Was die Keimbelastung angeht, waren alle Testergebnisse ähnlich gut. "Das Ergebnis im Hygienetest ist insgesamt sehr erfreulich", fasst Fooke-Achterrath zusammen. "Wir haben sowohl bei den Kunststoff- wie auch bei den Holzbrettern nur eine ganz geringe Keimbelastung nachweisen können." Es sei auch kein Unterschied zwischen dem Spülen von Hand und der Reinigung in der Maschine zu bemerken.

Ein Schneidebrett ist nicht genug

Wichtiger als das Material und die Art der Reinigung ist unter hygienischen Gesichtspunkten, dass man für unterschiedliche Verwendungszwecke auch unterschiedliche Schneidebretter verwendet. Rohes Fleisch oder Geflügel beispielsweise sind häufig mit Bakterien und Keimen – zum Beispiel mit Salmonellen – belastet. Sie können leicht auf andere Lebensmittel übertragen werden, wenn diese auf demselben Brett geschnitten werden. Deshalb sollte man bei der Zubereitung des Essens entweder mit mindestens zwei Brettern arbeiten oder aber die Schneidunterlage gründlich reinigen, bevor man sie nach dem Fleischzerkleinern auch für Salatzutaten benutzt.

Gerade Liebhaber von Holzschneidebrettern sollten mehrere im Schrank haben, weil die hölzernen Unterlagen Gerüche stärker annehmen und das Aroma auf die anderen Lebensmittel übertragen. Ideal ist ein Sortiment aus mindestens drei Brettern: Eins für alle färbenden und stark riechenden Lebensmittel, eins für rohes Fleisch, Geflügel und Fisch, sowie eines für Gemüse, Rohkost und Brot.

Was das Schneidebrett kosten darf

Bei Preis und Pflegeaufwand haben Kunststoffbretter leicht die Nase vorn. In der Regel sind sie etwas günstiger zu haben und kosten zwischen drei und zehn Euro. Für Holzbretter muss man meist schon zwischen acht und 15 Euro berappen. Außerdem sind die meisten Kunststoffbretter spülmaschinentauglich, was sie unempfindlicher gegen Gerüche und Verfärbungen macht. Doch auch beim Spülen von Hand haben sie einen kleinen Vorteil: Man kann Kunstoffbretter nämlich einfach mit einem sauberen Spültuch abtrocknen und wieder im Schrank verstauen.

Schneidebretter voller Macken rechtzeitig austauschen

Die größte Gefahr aus hygienischer Sicht sind die Spuren, die das Messer mit der Zeit sowohl im Kunststoff- als auch im Holzschneidebrett hinterlässt. Hier setzen sich kleinste Speisereste fest und bilden einen idealen Nährboden für Keime. Alte Bretter voller solcher Macken sollte man daher austauschen. Schon beim Kauf eines Holzbretts kann man darauf achten, sich eines aus besonders hartem Holz – zum Beispiel aus Bambus oder Olivenholz – anzuschaffen. Hersteller Fackelmann schwört auf das Holz des Gummibaums, das ebenfalls äußerst hart ist. Hier treten nicht so schnell Abnutzungserscheinungen auf.

Schneidebretter aus Glas oder Stein sind nicht empfehlenswert

Lieber ganz verzichten sollte man auf Schneidebretter aus Glas oder Steinzeug. Sie sind nicht gut für die oft sensiblen Klingen von scharfen Küchenmessern und lassen diese stumpf werden. Zwar kann man stumpfe Messer wieder schärfen, jedoch geht dies auf Dauer zu Lasten der Klinge, weil man dabei immer ein wenig Metall mit abschleift. Besser ist es, von vorne herein mit Schneidebrettern aus Holz oder Kunststoff zu arbeiten, die das Messer schonen.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Shopping
Shopping
Der vertraute Duft der NIVEA Creme als Eau de Toilette
jetzt bestellen auf NIVEA.de
Shopping
Wandbild mit täuschend echtem LED-Kerzenschein
Weihnachtsdekoration bei BAUR
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Meistgesuchte Themen A bis Z
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Heim & Garten > Haushaltstipps > Putzen

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017