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Rauchmelder sind Pflicht: Wo und wie sie richtig nachrüsten

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Lebensrettender Schutz  

Rauchmelder richtig anbringen: So geht's

23.12.2015, 13:26 Uhr | AFP/sj (CF)/ses

Rauchmelder sind Pflicht: Wo und wie sie richtig nachrüsten. Rauchmelder können Leben retten, wenn sie richtig installiert sind. (Quelle: imago/Niehoff)

Rauchmelder können Leben retten, wenn sie richtig installiert sind. (Quelle: Niehoff/imago)

Er ist unscheinbar und klein. Und doch kann er Ihr Leben retten: Die Rede ist vom Rauchmelder . Allerdings ist es nicht damit getan, ihn in der Wohnung an der Decke anzubringen. Die Einbaupflicht gilt für alle Schlaf- und Kinderzimmer einer Wohnung sowie für Fluchtwege. Erfahren Sie hier, wie Sie umrüsten müssen.

Rauchmelder: Pflicht in fast allen Bundesländern

Weil das Baurecht in Deutschland Ländersache ist, gibt es keine bundesweit einheitliche Regelung zur Installation von Rauchmeldern. Bei Neu- und Umbauten ist die Anbringung in nahezu allen Bundesländern Pflicht. 

Die Einbaupflicht gilt für alle Schlaf- und Kinderzimmer einer Wohnung sowie für Fluchtwege wie beispielsweise den  Flur. Auf diese Weise soll sich das Bewusstsein der Bevölkerung dahingehend ändern, dass sie die Gefahr eines Brandes erkennt und Rauchmelder als wirkungsvolle Lebensretter wahrnimmt.

Warum Rauchschutz so wichtig ist

Die meisten Brandopfer verunglücken nachts in den eigenen vier Wänden. Hierbei ist nicht das Feuer der Grund für den Tod der Personen, sondern vielmehr der Rauch, der Menschen im Schlaf überrascht und vergiftet. Das Gefährliche: Im Schlaf ist der körpereigene Geruchssinn ausgeschaltet, so dass Rauchentwicklungen nicht wahrgenommen werden können. Die Folge ist eine Rauchvergiftung, die schwerwiegende Gesundheitsschäden nach sich ziehen kann und im schlimmsten Fall den Tod bedeutet.

Laut Deutschem Feuerwehrverband (DFV) sterben in Deutschland jährlich etwa 500 Menschen an Bränden - die Mehrheit in Privathaushalten. Die Ursache für die jährlich rund 200.000 Brände ist neben Fahrlässigkeit ein Defekt an technischen Geräten. Daher empfehlen Feuerwehren, einen Rauchmelder zu installieren, der bei Rauchentwicklung einen lauten Alarm ertönen lässt. So werden Sie auch im Schlaf rechtzeitig vor einer Brandgefahr gewarnt und können sich und Ihre Familie in Sicherheit bringen.

So funktionieren Rauchmelder

Rauchmelder für Haushalte oder Büro sind ganz leicht und ohne zusätzliche Verkabelung zu installieren. Sie sind etwa so groß wie eine Kaffeetasse und überall im Fachhandel erhältlich. Eine Batterie versorgt den Rauchmelder mit Energie. Etwa 30 Tage bevor die Batterie entladen ist ertönt ein Signal am Rauchmelder, welches Sie auf einen anstehenden Batteriewechsel hinweist.

Die in Deutschland erhältlichen Rauchmelder für Privathaushalte funktionieren nach einem optischen Prinzip. Das bedeutet, dass das Gerät in regelmäßigen Abständen Lichtstrahlen aussendet, die bei klarer Luft nicht in den Rauchmelder reflektiert werden. Befinden sich Rauchpartikel in der Luft und es besteht Brandgefahr, so werden die vom Rauchmelder ausgesendeten Lichtstrahlen direkt zurückgeworfen und von einem Sensor erfasst. Dieser lässt einen schrillen Alarmton erklingen.

Um einen optimalen Schutz zu erreichen, sollten Sie nur Rauchmelder anbringen, die ein CE-Zeichen mit Prüfnummer tragen. Außerdem sollten die Geräte die Angabe EN 14604 tragen, rät die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes (vfdb). 

Tipps für die richtige Montage

Damit die Rauchmelder richtig funktionieren, sollten Sie sie unbedingt an der Decke und nicht an der Wand montieren, da der Rauch immer nach oben steigt. Am besten eignet sich ein Platz in der Raummitte, der mindestens einen halben Meter von der Wand entfernt ist, so die vfdb. Außerdem sollten Sie ihn immer waagerecht anbringen. Bei Dachschrägen müssen Sie entsprechend etwas nachhelfen. Vermeiden Sie zudem Plätze in der Nähe von Luftschächten oder starker Zugluft, wenn Sie einen Rauchmelder anbringen.

Zwar sind Rauchmelder grundsätzlich wartungsfrei, doch sollten Sie sich nicht erst im Brandfall davon überzeugen, dass Ihr Rauchmelder noch funktionstüchtig ist. Testen Sie ihn regelmäßig. Drücken Sie hierzu den Prüfknopf. Falls der Signalton ausbleibt, liegt eine Störung vor. Außerdem sollten Sie darauf achten, dass die Raucheintrittsöffnungen nicht verschmutzt sind.

Mietwohnung: Wer muss den Einbau bezahlen?

Die Kosten für Einbau und Wartung muss laut Deutschem Mieterbund in der Regel der Eigentümer einer Immobilie zahlen, bei Mietwohnungen also der Vermieter. Einzig in Mecklenburg-Vorpommern wird ausdrücklich der Mieter zur Kasse gebeten. Den Einbau darf der Vermieter als einmalige Anschaffung nicht auf die Betriebskosten umlegen – die Wartung als fortlaufendem Kostenpunkt dagegen schon.

Auch ist eine Mieterhöhung nach Einbau der Geräte zulässig, allerdings jährlich nur in Höhe von elf Prozent des Anschaffungspreises. Da laut Stiftung Warentest gute Geräte schon ab 20 Euro zu haben sind, dürfte eine mögliche Erhöhung jedoch überschaubar ausfallen.

Rauchmelder: Fehlalarm vermeiden

Der Berliner Feuerwehr zufolge sind Fehlalarme beispielsweise durch Zigarettenqualm oder Deodorants äußerst selten. Allerdings sollten die Geräte vorsorglich ausgeschaltet werden, wenn in der Wohnung etwa eine Party mit vielen Rauchern oder Bauarbeiten mit starker Staubentwicklung anstehen. Außerdem sollten sie laut Feuerwehr nicht in der Küche oder im Badezimmer angebracht werden, da beim Kochen oder Duschen viele Partikel in die Luft gelangen und so falschen Alarm auslösen können.

Die Zahl der Fehlalarme ist übrigens laut Feuerwehrverband seit Einführung Rauchmelderpflicht nahezu konstant geblieben.

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