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Crumble: Bodenlose Köstlichkeit mit Streuseln

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Köstlichkeit mit Biss  

Der Crumble ist wie ein Streuselkuchen ohne Boden

24.04.2017, 16:41 Uhr | dpa-tmn

Crumble: Bodenlose Köstlichkeit mit Streuseln. Ein Genuss im Frühling: Crumble mit Erdbeeren und Rhabarber.  (Quelle: Bassermann Verlag/Veronika Studer)

Ein Genuss im Frühling: Crumble mit Erdbeeren und Rhabarber. (Quelle: Bassermann Verlag/Veronika Studer)

Wer Streusel mag, wird Crumble lieben. Der bodenlose Streuselkuchen ist ratzfatz hergestellt. Man kann die fruchtige Köstlichkeit toll variieren: Sogar Dosenfrüchte oder tiefgefrorenes Obst ergeben eine schnelle Leckerei.

Unkomplizierter geht Streuselkuchen nicht: Crumble hat keinen Boden. Man braucht nur Obst, Zucker, Mehl und Butter. Einfach Früchte in eine hitzebeständige Form geben, Streusel darüber, ab in den Ofen und dann lauwarm servieren. Wer will, reicht noch Sahne, Vanillesoße oder eine Kugel Eis dazu.

Crumble ist wohl eine Erfindung der Briten. Das englische Wort bedeutet einfach Streusel. "Das ist eine klassische britische Nachspeise. Sie hat keinen festen Boden und wird in einer Auflaufform gebacken", erklärt Backstubenleitern Silke Hylek vom "Victorian House" in München. "Normalerweise macht man Streusel, legt damit eine Form aus. Dann kommen die Früchte darauf und noch einmal Streusel."

Haferflocken machen die Streusel knusprig

Für die Streusel benötigt man Butter, Zucker und Mehl. "Wer es besonders knusprig mag, der nimmt noch Haferflocken dazu. Das ist es auch schon, mehr braucht man nicht", sagt die Bäckerin. Das Grundrezept sei mit den Jahren verändert worden, zum Beispiel mit Gewürzen oder Nüssen. Für den Geschmack können es noch eine Prise Salz und Gewürze wie Zimt oder Vanille sein.

Streusel dürfen nicht zu stark geknetet werden

"Wichtig ist, dass die Butter kalt ist. Und dass die Streusel zügig hergestellt und nicht so stark durchknetet werden", sagt die Berliner Fernsehköchin Felicitas Then. Nur so werden die Streusel schön knusprig. Am besten knetet man nur kurz mit dem Händen. Bei einem Rührgerät besteht die Gefahr, dass der Teig zu lang gerührt wird.

Zeit spart, wer die doppelte Menge Streusel zubereitet: eine Hälfte für den frischen Crumble, die andere Hälfte zum Einfrieren. Dazu den Streuselteig auf ein Backpapier krümeln und auf einem Tablett einfrieren, empfiehlt Kochbuchautorin Claudia Schmidt. Die gefrorenen Teile dann in einen Gefrierbeutel geben. Bei Bedarf einfach gefroren über die Früchte geben und etwas länger backen.

Soll es besonders knusprig sein, dann rührt Gerhard Schenk, Präsident des Deutschen Konditorenbundes, noch ein Ei unter den Streuselteig oder mischt mehr Kristallzucker unter. Daneben könne man zum Streuselteig noch Nüsse, etwas Honig oder Ahornsirup geben. "Aber das braucht es alles eigentlich nicht", meint er.

Diese Früchte eignen sich am besten

Zu den Früchten: "Gut geeignet sind Äpfel, Birnen, Beeren, Zwetschgen und auch Sauerkirschen. Also jedes Obst, das ein bisschen Säure hat", rät Schenk. Kommen süße Früchte wie reife Datteln in den Crumble, brauchen die Streusel weniger Zucker. Obst aus der Dose sollte gut abgetropft und gefrorenes Obst aufgetaut sein.

Ein Crumble wird relativ heiß gebacken. Schenk empfiehlt 200 Grad Umluft: "Er braucht wenig Unterhitze, weil er keinen Boden hat. Dafür aber mehr Oberhitze. Man backt ihn, bis die Streusel goldgelb sind." Je nach Backofen können das bis zu 25 Minuten und auch mehr sein. Der bodenlose Kuchen schmeckt am besten lauwarm mit Sahne, Vanillesoße oder Eis.

Crumble lässt sich auch in Gläsern backen

Ein Hingucker ist es, die Süßspeise portionsweise in hitzebeständigen Gläsern, Tassen oder Förmchen zu servieren. Wer so etwas zum Beispiel zu einer Gartenparty mitbringt, erntet bestimmt Begeisterung.

Man kann den Kuchen gut am Vortag vorbereiten. Dafür legt Schenk die Früchte in die Form oder in Gläser, bereitet den Teig zu und stellt ihn kühl. Erst kurz vor dem Backen krümelt er die Streusel über das Obst und schiebt das Ganze in den Ofen.

Rhabarber-Crumble schmeckt nach Frühling

Im Frühjahr schmeckt beispielsweise ein Rhabarber-Crumble. Dazu den gesäuberten Rhabarber in Stücke schneiden, mit einem Schuss Wein und einem Spritzer Zitrone in einen Topf geben, Gewürze dazu und kurz aufkochen lassen. Das Obst in die Form füllen, Streusel darauf, backen und fertig. Als I-Tüpfelchen gibt es Sahne mit Eierlikör dazu.

Felicitas Then experimentiert gern mit Crumbles. Für ihren Pekannuss-Crumble würzt sie die Streusel mit Zimt und Muskatnuss. Und sie vereint säuerliche Äpfel mit süßen Datteln. "Durch die Datteln bekommt die Decke einen schönen Karamell-Geschmack, und durch die Nüsse wird sie crunchy." Perfekt schmeckt diese Variante mit Vanilleeis.

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