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Geflammter Kardinal

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Apfelsorten  

Geflammter Kardinal: Extrem vielseitig

29.07.2016, 13:01 Uhr | hm (CF)

Geflammter Kardinal. Die Sorte Geflammter Kardinal kann ganz unterschiedlich aussehen, was ein Erkennen schwierig macht. (Quelle: imago/CHROMORANGE)

Die Sorte Geflammter Kardinal kann ganz unterschiedlich aussehen, was ein Erkennen schwierig macht. (Quelle: CHROMORANGE/imago)

Die Apfelsorte Geflammter Kardinal gehört zu den alten Sorten und trägt viele verschiedene Namen. Das ist nicht verwunderlich, denn die Form des Apfels kann sehr unterschiedlich sein.

Herkunft

Wie bei den meisten alten Sorten ist auch beim Geflammten Kardinal die Herkunft nicht bekannt. Überliefert ist jedoch, dass der deutsche Pomologiepionier Adrian Diel (1756-1839) die Sorte nicht nur ein Mal dokumentierte, sondern – wahrscheinlich wegen der unterschiedlichen Erscheinungsform des Apfels – sechs eigenständige Sorten dahinter vermutete. Diels Beschreibung ist ein deutlicher Beleg dafür, dass der Apfel schon über 200 Jahre im Umlauf ist und weit verbreitet war.

Aussehen

Ein Geflammter Kardinal kann sich von einem Apfel derselben Sorte stark unterscheiden. Der mittelgroße Apfel tritt kugelig bis kantig und hochgebaut bis platt auf, mit unterschiedlich starker Rippung. Die glatte Schale ist zunächst grün-gelb, erreicht aber bei der Reife einen satten Gelbton, der auf der Sonnenseite der Frucht rot gestreift beziehungsweise geflammt ist. Das Fruchtfleisch ist fast reinweiß.

Geschmack

Das lockere Fleisch des Herbstapfels ist süß-säuerlich und erfrischend, jedoch ohne Geruch oder Gewürz. Die Äpfel lassen sich gut lagern und können nach der Ernte Mitte September von Ende Oktober bis Februar verwendet werden. Seine weiteren Namen wie "Tortenapfel", "Semmelapfel" und "Strudelapfel" machen deutlich, dass die Sorte Geflammter Kardinal gerne zum Kochen und Backen verwendet wird.

Anbau

Der Baum stellt relativ wenig Anforderungen an Standort und Boden. Doch als Gebirgsobstbaum, der auch zu Zeiten der Österreichisch-Ungarischen Monarchie sehr verbreitet war, ist er besonders für den Anbau in den Voralpen geeignet. Er ist robust gegen Schädlinge und Krankheiten und liefert stete Erträge. Eine windgeschützte Lage ist empfehlenswert, da die Früchte der alten Sorte häufig vom Wind abgeschüttelt werden.

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