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Schwarze Witwe: Wie gefährlich ist die Giftspinne?

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Giftiger Biss  

Schwarze Witwe: Wie gefährlich ist die Giftspinne?

19.01.2016, 12:32 Uhr | ah (CF)

Schwarze Witwe: Wie gefährlich ist die Giftspinne?. Im Netz der Schwarzen Witwe verfangen sich eher große geflügelte Insekten. (Quelle: imago/blickwinkel)

Im Netz der Schwarzen Witwe verfangen sich eher große geflügelte Insekten. (Quelle: blickwinkel/imago)

Die Schwarze Witwe bringt den Tod – so zumindest die landläufige Meinung. Doch ist der Biss der gefürchteten Spinne tatsächlich so giftig, wie ihm nachgesagt wird? Hier erfahren Sie es.

Schwarze Witwe: Verbreitung in Europa

Wer in Europa auf eine Schwarze Witwe (Latrodectus mactans) trifft, hat es in der Regel mit der sogenannten Europäischen oder Mediterranen Schwarzen Witwe (Latrodectus tredecimguttatus) zu tun. Ihr Name sagt bereits viel über die Verbreitung der Giftspinne aus: In Europa ist sie vor allem im Mittelmeerraum zu finden, wie etwa in Italien oder in Südfrankreich sowie Spanien. Doch auch auf dem Balkan und an der Schwarzmeerküste ist der giftige Achtbeiner anzutreffen. Aber ist sie auch in Deutschland zu finden?

Tatsächlich kommt es gelegentlich vor, dass die Schwarze Witwe in Deutschland auftaucht, wie "Galileo" berichtet. Bisher ist es der Spinnenart jedoch noch nicht gelungen, sich hierzulande fortzupflanzen und anzusiedeln.

Daran erkennen Sie die Schwarze Witwe

Während der Körper der Weibchen etwa einen Zentimeter Länge erreicht, sind die Männchen gerade einmal halb so groß. Die Beine sind schwarz und erreichen eine Spannweite von rund vier Zentimetern. Besonders auffällig ist der kugelförmige schwarze Hinterleib der Schwarzen Witwe: Er ist meist auffällig rot gefleckt, seltener auch in den Farben Gelb oder Lila. Auch ein komplett schwarzer Hinterleib ist möglich. Männchen haben übrigens einen eher gestreckten Körper.

Die Schwarze Witwe ist nicht zu verwechseln mit der Falschen Witwe (Steatoda paykulliana). Die nahe verwandte Falsche Witwe ist deutlich kleiner als die Schwarze Witwe und meist dunkelbraun bis schwarz gefärbt. Doch gerade bei rot gezeichneten Exemplaren kommt es häufig zu Verwechslungen mit der Schwarzen Witwe.

Wie giftig ist die berüchtigte Spinne?

Fälschlicherweise wird die Schwarze Witwe oftmals für die giftigste Spinne der Welt gehalten. Schließlich lässt ihr Name vermuten, dass die Schwarze Witwe äußerst giftig und ein Biss sogar lebensgefährlich sei. Dabei bezieht sich die Bezeichnung Schwarze Witwe vor allem auf das grausam anmutende Paarungsverhalten der Weibchen. Diese fressen nach dem Akt der Fortpflanzung das Männchen auf und machen sich damit selbst zur Witwe – ein Verhalten, das auch bei vielen anderen Webspinnen beobachtet werden kann.

Für den Menschen ist das Gift der Europäischen Schwarzen Witwe hingegen unangenehm, aber nur selten lebensgefährlich. Nur in Ausnahmefällen ist der Biss für den Menschen tödlich, etwa wenn eine Atemlähmung oder ein Herzinfarkt eintritt. Die Sterberate liegt aber Experten zufolge gerade einmal bei einem Prozent.

Gefährlich sind die Bisse jedoch vor allem für Allergiker. Experten vergleichen die Wirkung des Gifts in dieser Hinsicht mit der von Wespenstichen, das unter unglücklichen Umständen ebenfalls tödlich sein kann.

Welche Symptome treten bei einem Biss auf?

Im Unterschied zum Wespenstich können bei einem Biss durch die Schwarze Witwe stärkere Symptome auftreten. Das von der giftigen Spinne injizierte Nervengift kann krampfartige Magenschmerzen und Kopfschmerzen auslösen. Auch Bluthochdruck sowie Muskelschmerzen gehören zu den möglichen Symptomen.

Weil an der Bisswunde selbst allenfalls eine Schwellung oder Rötung erkennbar ist, werden die Symptome häufig nicht mit dem Biss einer Schwarzen Witwe in Verbindung gebracht. Eine gezielte Behandlung mit einem Gegengift ist jedoch notwendig, weil die Symptome andernfalls erst nach mehreren Tagen abklingen.

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