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Englisch Quiz: Das sollten Schüler wissen

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Testen Sie Ihr Schulenglisch im Quiz

01.11.2017, 11:00 Uhr | Nicola Wilbrand-Donzelli, t-online.de

Die "Verneinung mit to do", unregelmäßige Verben, die Zeitenfolge, "If-Clauses, "Gerund“, "Question Tags“ oder die Verlaufsform: So mancher Schüler zuckt zusammen, wenn er solche abstrakten grammatikalischen Begriffe hört, die bei der Englisch-Klausur schon mal zum Stolperstein werden können. Doch ohne Regeln und deren definierte Ausnahmen funktioniert eben keine Sprache – auch nicht das auf den ersten Blick "einfache“ Englisch.

Englischunterricht ist zu theoretisch

Mindestens genauso wichtig wie das theoretische Grundgerüst ist aber die häufige Anwendung einer Fremdsprache, um so beim "Drauflos-Plappern“ die Scheu zu verlieren und eine größtmögliche Routine zu entwickeln. Doch gerade daran scheint es heute an deutschen Schulen zu mangeln. Viele Schüler beherrschen trotz intensiven Englischunterrichts von bis zu sechs Wochenstunden die wichtigste Fremdsprache vergleichsweise schlecht. Das zeigten in den vergangenen Jahren verschiedene Studien, in denen vor allem nicht-gymnasiale Schulen bei der Vermittlung des Fachs Englisch häufig unbefriedigend abschnitten.

Eine Ursache für solche Defizite sieht Hans-Jürgen Krumm, der Deutsch als Fremdsprache an der Universität Wien lehrt, in der zu theoretischen und zu praxisfernen Ausbildung vieler Lehrer, die im Wesentlichen auf das Schriftliche fixiert seien und das freie Sprechen häufig vernachlässigten. "Es gibt zwar schöne Ideen für einen lebendigen Unterricht, aber keine gängige Praxis", schreibt Krumm in einem Artikel auf der Webseite des Goethe-Instituts.

Englischsprachige Filme fördern die Sprachkompetenz

Außerdem, so bemängelt der Experte, fehle den Schülern hierzulande der alltägliche und selbstverständliche Kontakt zu Englisch und damit auch die Übung. Dies sei bei europäischen Nachbarn wie etwa den Niederlanden oder den skandinavischen Staaten anders. Dort könnten die meisten Bewohner nämlich sehr gut Englisch.

Dies läge auch daran, erläutert Sprachwissenschaftler Krumm weiter, dass in diesen Ländern englischsprachige Filme sowohl im Fernsehen als auch im Kino immer im Original mit Untertiteln laufen – ohne die in Deutschland übliche Synchronisation. Das sei ein wichtiger Faktor für Mehrsprachigkeit und wirke wie ein "Sprachbad“, in das Kinder und Jugendliche schon früh eintauchten.

Schulenglisch reicht für das Berufsleben nicht aus

Wie es tatsächlich um die Englisch-Kompetenzen der Deutschen nach Beendigung der Schule bestellt ist, versuchte das Meinungsforschungsinstitut "forsa" in einer Umfrage aus dem Jahr 2009 unter rund 1000 Erwerbstätigen herauszufinden: Danach beurteilten knapp die Hälfte der Befragten die in der Schule vermittelten Englischkenntnisse für das spätere Berufsleben als ungenügend und gerade mal acht Prozent fühlte sich mit seinem Wissen wirklich fit für geschäftliche Gespräche und Verhandlungen. Immerhin war jeder Dritte der Meinung, sein Englisch reiche für Smalltalk und einfache Themen aus.

Englisch für Kindergartenkinder

Damit Englisch bei uns in Zukunft intensiver und nachhaltiger erlernt werden kann, plädieren heute zahlreiche Fachleute dafür, dass bereits Kindergartenkinder spielerisch an Fremdsprachen herangeführt werden sollen. Im Gegensatz zum Schulunterricht erleben die Kleinen dann – ohne mit einer konkreten Lernsituation konfrontiert zu sein – englisches Sprachgut in alltäglichen Situationen, etwa wenn sie frühstücken, basteln oder spielen. So lernen sie ohne Scheu, unbewusst und ungesteuert.

Um auch Schulkindern einen "natürlicheren" Umgang mit Englisch, aber auch mit Spanisch oder Französisch zu ermöglichen, favorisieren immer mehr Schulen fremdsprachige Sachfächer. So nimmt gerade an Gymnasien das Angebot von bilingualem Unterricht zu, insbesondere in Fächern wie Sport, Kunst, Erdkunde oder Ethik.

Nur kontinuierliche "Sprachberieselung" hilft

Dennoch: Um eine fremde Sprache irgendwann wirklich fließend und souverän zu beherrschen, reicht ein normaler, von einem Pädagogen geleiteter Unterricht, der zudem nur wenige Wochenstunden umfasst, niemals aus. Damit neues Sprachgut wirklich in den grauen Zellen "hängen bleibt", müssen es Heranwachsende täglich mehrere Stunden hören, denn das natürliche Lernen funktioniert nur – das haben linguistische Langzeitstudien in den USA und Spanien nachgewiesen –, wenn das junge Gehirn ständig Massen an Wörtern und Sätzen aufsaugen kann, um daraus dann die zugrunde liegenden Regeln der Sprache abzuleiten und zu verinnerlichen.

Ein Umfeld, das kontinuierlich solche optimalen Lernbedingungen bietet, gibt es allerdings nur unter Native Speakers, also Muttersprachlern. Deshalb haben Austauschschüler, die mindestens für einige Monate in die USA, Kanada, Großbritannien, Irland, Süd-Afrika, Neuseeland oder Australien gehen, die besten Voraussetzungen, Englisch perfekt zu lernen.

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