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Warnsignale: Wie Sie Kindesmissbrauch erkennen

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Zeichnungen, Rückzug, Einnässen  

Warnsignale: Wie Sie Kindesmissbrauch erkennen

16.10.2017, 11:19 Uhr | dpa-tmn, t-online.de

Warnsignale: Wie Sie Kindesmissbrauch erkennen . Warnsignale: Wie Sie Kindesmissbrauch erkennen  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Nastia11)

Selbst wenn sie nicht darüber sprechen – häufig verändern sich Kinder, die sexuell missbraucht werden. (Quelle: Nastia11/Thinkstock by Getty-Images)

Wenn ein Kind sexuell missbraucht wird, erzählt es häufig nichts davon. Viele Betroffene schämen sich. Oft wissen sie intuitiv: Das, was mit ihnen geschieht, ist nicht in Ordnung. Es gibt jedoch Anzeichen, die Angehörige und Umfeld des Kindes aufhorchen lassen sollten.

Was die Kinder aber meist nicht verstehen, ist, dass die missbrauchende Person die Schuldige ist und nicht sie selbst, erläutert Ingo Spitczok von Brisinski vom Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik (BKJPP). Manchmal fürchten die Kinder auch, dass ihnen niemand glaubt.

Auf Verhaltensänderungen achten

Selbst wenn sie nicht darüber sprechen – häufig verändern sich Kinder, die sexuell missbraucht werden. Die Anzeichen sind ganz unterschiedlich. Manche Kinder zeigen plötzlich sexuelles Verhalten, das über die altersüblichen Doktorspiele hinausgeht. "Auch wenn ein Kind Penisse zeichnet, sollte man misstrauisch werden", sagt Spitczok von Brisinski.

Ein Anzeichen für sexuellen Missbrauch kann ebenfalls sein, wenn das Kind nicht mehr zu einer bestimmten Person oder einem Sportkurs möchte und immer neue Ausreden erfindet. "Manche Kinder ziehen sich auch zurück, werden still und wirken bedrückt." Und schließlich sollte es Eltern zu denken geben, wenn ein eigentlich bereits trockenes Kind auf einmal wieder einnässt.

Bei Verdacht: So reagieren Sie richtig

Hegen Angehörige oder Bekannte den Verdacht, dass ein Kind sexuell missbraucht wird, können sie zunächst bei einer Beratungsstelle für sexuellen Missbrauch anrufen. Auf der Internetseite des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs gibt es eine Datenbank, in der man nach einer Beratungsstelle in der Nähe suchen kann.

Spitczok von Brisinski rät, dort anzurufen, bevor man mit dem Kind spricht. "Sonst läuft man Gefahr, dem Kind versehentlich Suggestivfragen zu stellen", sagt er. Das würde die Antworten des Kindes beeinflussen.

Alternativ können sich Eltern auch an einen Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie wenden. Manchmal kommen zu sexuellem Missbrauch weitere Probleme hinzu – zum Beispiel eine Angststörung oder Entwicklungsverzögerung. Ein Psychiater kann diese Dinge gleich mit in den Blick nehmen, ergänzt Spitczok von Brisinski.

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