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Spargel: Schimmel auf Discounter-Spargel gefunden

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Schimmel auf Discounter-Spargel gefunden

04.06.2012, 12:40 Uhr | akl

Spargel: Schimmel auf Discounter-Spargel gefunden. Spargel muss atmen können, sonst kann sich Schimmel bilden. (Quelle: imago)

Spargel muss atmen können, sonst kann sich Schimmel bilden. (Quelle: imago)

Holzig, faulig, verschimmelt: Wer Spargel beim Discounter kauft, muss mit schlechter Qualität rechnen. Das zeigt eine Untersuchung der Sendung "Geld und Leben" des Bayrischen Fernsehens (BR). Hierfür wurden Spargel-Proben von fünf Discountern in die Labore geschickt. Das Ergebnis: Die Tester fanden in allen Proben Schimmelpilze.

Schlechte Spargel-Qualität beim Discounter

Für den Test der Sendung "Geld und Leben" wurde abgepackter Bund-Spargel aus fünf Discountern eingekauft. Bei Tengelmann, Aldi Süd, Penny, Netto und Lidl lässt die Qualität zu wünschen übrig, so das Ergebnis der Tester. Der griechische Spargel, Handelsklasse eins, von Tengelmann war holzig, zeigte Risse und einen grünlichen Belag. Dr. Peter Sutor vom Bayrischen Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL) bewertete diesen Spargel als ungesund.

Fauliger Geruch bei Bund-Spargel von Aldi Süd

Auch der griechische Bund-Spargel von Aldi Süd konnte nicht überzeugen. Er rieche faulig und sei als nicht vermarktungsfähig einzustufen, sagte Sutor gegenüber "Geld und Leben". Der Spargel von Penny sah auf den ersten Blick zwar gut aus, zeigte aber beim Blick unter die Banderole starken Schimmelbefall und fiel somit ebenfalls durch. "Eine Ware, die schimmelig ist, ist schlichtweg nicht gesund und eine nicht gesunde Ware kann nicht vermarktet werden", so Sutor gegenüber dem BR.

Ausgefranste Stangen bei Netto

Auch der Spargel von Netto machte auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Doch unter der Plastik-Banderole fanden sich ausgefranste, trockene Stangen. "Sind die Stangen ausgefranst, ist das eine Möglichkeit, dass Bakterien eindringen und sich Fäulnis bildet", erklärte Sutor. Der deutsche Spargel von Lidl war von einer durchsichtigen Folie mit Luftlöchern umgeben. Er sah frisch aus und auch der Experte hatte keine gesundheitlichen Bedenken.

In allen StichprobenSchimmel

Das Labor im Lehrstuhls für Lebensmittelsicherheit der Universität München wollte es genau wissen und untersuchte die Stichproben auf Schimmelbefall. Das Ergebnis: In allen fünf Proben entdeckten die Wissenschaftler Schimmelpilze. Diese sollten, so Professor Manfred Gareis gegenüber "Geld und Leben", nicht unterschätzt werden. So könnten sie durch ihre Sporen Allergien hervorrufen und Gifte bilden, die auch beim Kochen nicht zerstört werden. Sei die Dosis hoch genug, schade das der Gesundheit. Das gehe, so Gareis, von Durchfall- bis Organerkrankungen.

Der Schimmel versteckt sich unter der Plastik-Banderole

Das Problem bei Bund-Spargel ist die Banderole. Zum einen kann weder der Verkäufer noch der Verbraucher sehen, wie die Spargelqualität unter der Plastik-Banderole ist. Zum anderen begünstig diese Verpackung die Bildung von Schimmelpilzen und Bakterien. Plastik-Banderolen seien nicht geeignet, da der Spargel austrockne und sich so schneller Schimmelpilze und Bakterien bilden könnten, erklärt das Frauenhofer Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung gegenüber "Geld und Leben".

So reagierten die Discounter

Das Wirtschaftmagazin kontaktierte die Discounter. So sagte Netto in seiner Stellungnahme, dass die Qualitätsabweichungen der Probe als absolute Einzelfälle zu sehen seien. Lidl ist mit der Folienverpackung zufrieden, obwohl auch hier Schimmelpilze gefunden wurden. Aldi Süd betonte, dass die Qualität der Ware ausführlich geprüft werde - auch unter der Banderole. Die Ware sei bei der Wareneingangskontrolle einwandfrei gewesen. Auch Penny betonte die gründliche Untersuchung des Spargels, räumte aber ein Versäumnis des betreffenden Marktes ein. Es seien nun Sonderschulungen für die Mitarbeiter eingeleitet worden. Einzig Tengelmann denkt darüber nach, die Verpackung zu ändern.

Was können Verbraucher tun?

Das Bayerische Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit sieht keinen Handlungsbedarf und sagt gegenüber "Geld und Leben", dass zusätzliche Regelungen nicht erforderlich seien, wenn die bestehenden Sorgfaltspflichten eingehalten würden. Der Lebensmittelhandel müsse sich vergewissern, dass die verkaufte Ware einwandfrei sei. Doch was kann der Verbraucher tun? Er sollte Spargel, der in Folie oder Plastik-Banderolen eingepackt ist, im Regal liegen lassen und besser zum Spargel vom Markt greifen.

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