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Filterkaffee: Was wirklich in unserem Pulverkaffee steckt

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Kaffee  

So wird bei Filterkaffee geschummelt

26.03.2013, 13:32 Uhr | stw

Filterkaffee: Was wirklich in unserem Pulverkaffee steckt.  Einige Hersteller strecken ihren Pulverkaffee mit Zusatzstoffen und führen so Verbraucher in die Irre.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Einige Hersteller strecken ihren Pulverkaffee mit Zusatzstoffen und führen so Verbraucher in die Irre. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Es sieht aus wie normaler Röstkaffee, doch nicht immer handelt es sich in der Packung zu 100 Prozent um Kaffeepulver. Manche Hersteller strecken die gemahlen Bohnen mit billigeren Füllstoffen, verkaufen ihn aber zum gleichen Preis wie echten Kaffee. Das Problem: Für den Verbraucher ist das in den meisten Fällen nur schwer zu erkennen. Wir erklären, wie bei Filterkaffee geschummelt wird und geben Tipps, wie Sie sicher gehen können, dass nichts als Kaffee in der Tüte ist.

Karamell und Zuckerstoffe im Kaffee

Viele namhafte Kaffeehersteller strecken ihre Produkte mit verschiedenen Zusatzstoffen. Dazu gehören vor allem Karamell und Maltodextrin. Letzteres ist ein geschmacksneutrales Kohlenhydratgemisch, das in der Lebensmittelproduktion hauptsächlich als Trägersubstanz für Aromen, als Verdickungsmittel und als Füllstoff Verwendung findet. Im Handel werden diese Produkte mit "Melange" beworben und sollen den Verbraucher über etwaige Rezeptveränderungen informieren, berichtet die Verbraucherzentrale Hamburg. Die Hersteller erklären indes, dass die beigemischten Stoffen vor allem den Kaffeegeschmack verbessern.

Wird der Geschmack verbessert?

Doch geht es wirklich um den Geschmack? Auffällig ist, dass in einigen Produkten statt 100 Prozent nur noch rund 90 Prozent Röstkaffee enthalten sind. Bei den restlichen Zutaten handelt es sich um Maltodextrin und Karamell. Für den Verbraucher ist dies oft nicht auf den ersten Blick zu erkennen. Die Hersteller weisen zwar mit der Packungsaufschrift "Röstkaffee mit Karamell" auf die Beimischung hin, aber nur recht versteckt am unteren Ende der Verpackung. Zudem wird auf den Zusatzstoff Maltodextrin nur in der Zutatenliste hingewiesen.

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Verbraucherzentralen fordern Kennzeichnung

Die Verbraucherzentralen fordern daher schon länger eine eindeutige und leicht erkennbare Verkaufsbezeichnung für Melange-Kaffee, um Verwechslungen beim Kauf zu vermeiden. Ebenso sollte nach Angaben der Verbraucherseite "Lebensmittelklarheit", der Hinweis auf die Zuckerzusätze auf der Schauseite der Verpackung direkt unter der Sortenbezeichnung des Kaffees stehen.

Lesen Sie die Zutatenliste

Wer also genau wissen möchte, woraus das Pulver tatsächlich besteht, muss das Kleingedruckte studieren. Ein Tipp: Greifen Sie nicht wahllos zu Ihrer Lieblingssorte, sondern gucken Sie sich die verschiedenen Verpackungen genau an. Oft ist die Aufmachung vom hundertprozentigen Röstkaffee nicht eindeutig zu unterscheiden. Wer sicher gehen möchte, dass wirklich nur Kaffee in der Tüte ist, sollte zusätzlich auf die Bezeichnung "100 Prozent Arabica" achten.

Die Hersteller möchten sparen

Aber warum geben einige Hersteller überhaupt Zusatzstoffe zu ihrem Kaffee dazu? Dafür gibt es zwei Gründe: Gerade Karamell und andere Zuckerstoffe sind im Einkauf wesentlich günstiger. So sparen die Produzenten am teuren Kaffee. Außerdem: Im Handel werden die gestreckten Produkte zum Teil zum gleichen Preis verkauft, wie die mit 100 Prozent Kaffee. Ein weiterer Vorteil für die Unternehmen: Gestrecktes Kaffeepulver hilft Steuern zu sparen. Denn wenn der Anteil an Röstkaffee reduziert wird, verringert sich die Kaffeesteuer.

Noch mehr sparen lässt sich, wenn der Kaffee im Ausland produziert wird. Denn besonders groß ist die Steuervergünstigung bei der Importware, wenn der Kaffeeanteil unter 90 Prozent liegt. Viele namenhafte Hersteller produzieren daher ihre Produkte im Ausland.

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