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Wasser in Flaschen  

Kann Mineralwasser schlecht werden?

10.05.2017, 13:06 Uhr | stw, JL, dpa-tmn

Kann Mineralwasser schlecht werden? . Mineralwasser schmeckt am besten, wenn es frisch ist. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Mineralwasser schmeckt am besten, wenn es frisch ist. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Viele Menschen haben nicht nur an warmen Tagen eine Wasserflasche im Auto dabei. Oft lagert sie dort auch einige Tage. Wer dann einen Schluck nimmt, bereut es schnell: Das Wasser schmeckt modrig und abgestanden. Doch hat das Auswirkungen auf die Gesundheit und kann Mineralwasser überhaupt verderben?

Ein Mindesthaltbarkeitsdatum steht auch auf Wasserflaschen, denn so ist es vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Bei Kunststoffflaschen, den sogenannten PET-Flaschen, beläuft sich dieses laut Aufdruck auf ein Jahr, bei Glasflaschen auf zwei Jahre nach der Abfüllung.

Bei der Haltbarkeit kommt es zudem nicht allein auf den Inhalt, sondern auch auf die Art der Flasche – Glas oder Kunststoff – an. Bei zuckerhaltigen Getränken wie Apfelschorle und Softdrinks wie Cola müssen Verbraucher grundsätzlich vorsichtiger sein.

Ungeöffnete Wasserflaschen halten sich unbegrenzt

Bleibt die Flasche ungeöffnet, halte sich natürliches Mineralwasser unbegrenzt, erklärt Sebastian Rau vom SGS Institut Fresenius. Dies erklärt auch die Informationszentrale Deutsches Mineralwasser auf ihrer Homepage. Bedingung für die Haltbarkeit ist eine hygienische Abfüllung. Das unter strengen Vorgaben abgefüllte Wasser enthält keine Substanzen die verderben könnten.

Ist die Flasche erst einmal geöffnet, sollte man das Wasser innerhalb weniger Tage verbrauchen. Denn beim Öffnen können Mikroorganismen in die Flasche kommen. Einmal ins Innere gelangt, vermehren sie sich – besonders rasch in heller und warmer Umgebung. Am besten lagern Verbraucher angebrochene Wasserflaschen deshalb im Kühlschrank.

PET-Flaschen besser nicht im Auto lagern

Bei Glasflaschen ändert sich daran auch nichts, wenn sie im Auto gelagert werden. Bei PET-Flaschen sehen Forscher das jedoch zunehmend kritisch. Der Grund: Erhitzt sich das Plastik, können hormonähnliche Stoffe ins Wasser gelangen, die im Verdacht stehen, gesundheitsschädlich zu sein.

Zwar nehmen wir mit jedem PET-Getränk eine verhältnismäßig geringe Dosis dieser Stoffe zu uns. Doch wie sich der Genuss von PET-Getränken langfristig auswirkt, ist bisher nicht erforscht. Glasflaschen sind grundsätzlich die bessere Wahl.

Wasser in PET-Flaschen verliert an Geschmack

Zudem ist Plastik vom Material her durchlässiger als Glas, wodurch die Kohlensäure entweichen und Sauerstoff eindringen kann. Das macht sich dann am faden Geschmack bemerkbar. Ist die Flasche schon offen, geht das noch schneller – sowohl bei PET- als auch bei Glasflaschen. Auch wenn der Geschmack leidet, die Gesundheit wird davon nicht negativ beeinflusst.

Erreger bleiben an Glasrand haften

Beim Trinken können über den Speichel auch Bakterien in die Flasche oder das Wasserglas gelangen. Wenn es sich dabei um die eigenen Bakterien handelt, ist das gesundheitlich nicht weiter bedenklich.

Teilt man sich das Getränk jedoch mit einer anderen Person, kann das mitunter dazu führen, dass sich Erreger wie Erkältungs- oder Herpesviren übertragen. Diese bleiben dabei vor allem an der Flaschenöffnung oder dem Glasrand haften.

Am besten ist es daher, das Wasser immer in ein eigenes, sauberes Glas zu füllen. Auch das Wasser im Glas trinkt man am besten zügig aus. So haben Keime keine Chance und das Wasser schmeckt länger frisch. Außerdem lässt sich so verhindern, dass sich winzige Staub-, Schmutz- oder sogar Schimmelpartikel im Wasser absetzen.

Zuckerhaltige Getränke werden schlecht

Zuckerhaltige Getränke wie Apfelschorle sind weitaus kürzer haltbar. Solche Mix-Getränke können sehr schnell von Schimmelbakterien befallen werden. Vor allem dann, wenn sie bereits geöffnet und der Sonne ausgesetzt wurden. Denn Schimmelpilze und Bakterien lieben Wärme, Licht und vor allem Wasser. Dann können sie sich explosionsartig vermehren.

Deshalb sollten zuckerhaltige Getränke, die ungewöhnlich aussehen und komisch riechen, in den Müll wandern. Vor allem wenn sich die Flasche bereits aufbläht, ist Vorsicht angebracht: Hier sind bereits Gärungsprozesse aktiv.

Wasserflasche am besten kühl lagern

Damit Mineralwasser aber auch andere Getränke länger frisch bleiben, empfiehlt es sich, diese dunkel, trocken und kühl zu lagern. Da das im Auto an heißen Tagen schwierig werden kann, bieten sich Kühltaschen an. Wer sein Getränk stets zügig verzehrt, braucht sich um die Haltbarkeit grundsätzlich keine Gedanken zu machen.

Der tägliche Wasserbedarf liegt laut DGE (Deutscher Gesellschaft für Ernährung) im Durchschnitt bei 1,5 Litern. Bei Hitze und Anstrengung steigt der Wasserbedarf. In solchen Situationen sollte man bis zu drei Liter Wasser pro Tag trinken. Wer zu viel Wasser zu sich nimmt, kann aber auch seine Gesundheit gefährden. Im schlimmsten Fall droht eine sogenannte Wasservergiftung. Mehr dazu lesen Sie hier.

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