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Wenn die Waschmaschine zur Keimschleuder wird

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Hygienisch waschen  

Darmkeime überleben die Waschmaschine

23.08.2013, 15:39 Uhr | hut

Wenn die Waschmaschine zur Keimschleuder wird. Wer nur bei 30 Grad wäscht, lässt Keimen viel Raum, um sich auszubreiten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Wer nur bei 30 Grad wäscht, lässt Keimen viel Raum, um sich auszubreiten. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Ob verschmutzte Hosen, schmierige Putzlappen oder durchschwitzte Bettlaken: Alles landet in der Waschmaschine - und wird umweltschonend auch bei 30 Grad sauber, so versprechen viele Hersteller. Doch Experten warnen: Wer immer nur bei niedrigen Temperaturen wäscht, riskiert, dass sich Keime in der Waschtrommel ausbreiten - und die Wäsche nach dem Waschvorgang verunreinigter ist als zuvor.

Fleckenfrei bedeutet nicht hygienisch rein

Zwar sieht die Wäsche auch nach einem 30-Grad-Waschgang sauber aus - immerhin sind die Flecken verschwunden. Doch die Bakterien sind geblieben. Denn ohne ein bleichhaltiges Vollwaschmittel überleben die meisten Keime den Waschvorgang bei 30 oder 40 Grad. Tatsächlich bieten diese niedrigen Temperaturen und das feuchte Umfeld Bakterien wie Salmonellen optimale Bedingungen, um sich zu vermehren, warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Bedenklich wird es vor allem dann, wenn die Keime im Restwasser zurückbleiben und sich dort ausbreiten. So können sie beim nächsten Waschgang auch auf andere Wäschestücke übergehen.

Bloß nicht alles zusammen waschen

Küchentextilien wie Geschirrtücher und Spüllappen, auf denen sich Salmonellen und andere Lebensmittelkeime tummeln können, sollten deshalb immer separat bei 60 Grad gewaschen werden. Den größten Fehler, den man beim Waschen begehen kann, ist alles zusammen zu waschen. Denn gerade Putztücher und Unterwäsche brauchen höhere Temperaturen als Jeans oder Feinwollpullover, um hygienisch rein zu werden.

Nach dem Waschen sollten Sie Putz- und Spültücher sofort aufhängen, damit sie schnell trockenen. Auch im Wäschekorb sollten Sie sie besser einzeln lagern, um auszuschließen, dass eventuell zurückgebliebene Keime auf die restliche Wäsche übergehen.

Krankheitserreger sind besonders hartnäckig

Krankheitserreger wie Noroviren oder der Darmkeim E.coli halten sich in der Waschmaschine besonders hartnäckig. Beide rufen schwere Magen-Darm-Leiden hervor. Meist befinden sie sich auf Handtüchern und Waschlappen. Um die Erreger abzutöten, müssen die Textilien mindestens bei 60 Grad, besser jedoch bei 90 Grad gewaschen werden. Der Zusatz von Desinfektionsmitteln sei aber nur selten nötig, erklärt das BfR.

Waschmittel besser großzügig dosieren

Doch nicht nur die richtige Temperatur ist entscheidend, damit die Wäsche hygienisch rein wird. Auch auf das Waschmittel kommt es an. Es sollte Bleichmittel enthalten und nicht zu niedrig dosiert werden. Zudem sollte die Waschmaschine regelmäßig genutzt und sauber gehalten werden. Nach jedem Waschgang sollten Sie dazu die Klappe und die Schublade öffnen. Auf diese Weise kann das Restwasser verdunsten und es bilden sich keine feuchten Stellen, in denen sich Keime vermehren können.

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