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ZDF-Zeit: Bier-Check von Nelson Müller sorgt für Überraschungen

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Bier-Check mit Nelson Müller  

Deutsches Bier gar nicht mehr so rein

28.01.2015, 11:27 Uhr | vdb

ZDF-Zeit: Bier-Check von Nelson Müller sorgt für Überraschungen. Nelson Müller nimmt die deutschen Biere unter die Lupe.  (Quelle: ZDF/ Willi Weber)

Nelson Müller nimmt die deutschen Biere unter die Lupe. (Quelle: ZDF/ Willi Weber)

Deutsches Bier wird nach dem Reinheitsgebot von 1516 gebraut, das wird zumindest vollmundig in etlichen Werbespots großer Marken versprochen. Ihm zufolge darf Bier nur mit den Zutaten Hopfen, Malz, Wasser und Hefe hergestellt werden. Das ist vor allem sehr geschicktes Marketing, findet Sternekoch Nelson Müller in der Reihe "ZDF-Zeit" "Wie gut ist unser Bier?". Beim Brauen sind mittlerweile nämlich über 60 Hilfsstoffe erlaubt. Auch der Geschmackstest sorgte für Überraschungen.

Deutschlandweit gibt es über 1300 Brauerein und über 5000 Biere. Pils ist dabei die Lieblingssorte der Kunden und macht 50 Prozent des Marktanteils aus.

Bier als Hightech-Produkt

Bei Giganten wie Bitburger wird längst nicht so traditionell gebraut, wie es in der Werbung meist dargestellt wird. "Modernes Bier ist ein Hightech-Produkt", heißt es in der ZDF-Sendung mit Nelson Müller. In riesigen Anlagen produzieren die großen Konzerne 30 Millionen Liter Bier pro Monat. Dabei wird das goldfarbene Getränk mit einem automatisierten Brauvorgang "nach moderner Interpretation" des alten Reinheitsgebotes hergestellt. Dieses wurde 1993 offiziell durch das Biergesetz ersetzt.

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Hopfen-Pellets statt frischem Hopfen

Der charakteristische Hopfen findet sich zwar in jedem Bier, jedoch nicht wie viele glauben, in seiner taufrischen Variante. Vielfach werden getrocknete Hopfen-Pellets verwendet. Zu den 60 Hilfsstoffen, die beim Brauen erlaubt sind, zählen unter anderem das Mineral Kieselgur und der Kunststoff PVPP. Sie helfen dabei, das Bier besonders klar zu filtrieren. Die einzige Bedingung für alle Hilfsstoffe lautet: Sie dürfen nicht mehr im Endprodukt enthalten sein. Deshalb werden sie nach ihrem Einsatz einfach wieder herausgefiltert.

"Viele kleine Helferlein"

Ein weiterer zur Produktion erlaubter Stoff ist Zucker-Couleur. Das Gemisch aus Zucker, Natron und Essig eignet sich besonders gut, um das Bier zu färben. Sein Einsatz ist bei der Produktion von Bock oder Malzbier häufig und völlig legal. Weitere "kleine Helferlein", so das ZDF, seien bei der Bierproduktion Blausäure, Gelatine, Chloroxid und Aktivkohle. Bei der Produktion von obergärigen Bieren wie Weizen, Kölsch und Alt seien zudem Zucker, Farb- und Süßstoff erlaubt.

Trotzdem: Pure Chemie wie Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker sind in deutschem Bier, im Gegensatz zu ausländischen Varianten, verboten. Deshalb gibt es im Bier-Check für seine Qualität vier von fünf möglichen Sternen.

Zu wenig Vielfalt beim Geschmack

Was den Geschmack angeht, kommen die meisten Biere zwar gut bei den Testern an, doch die Vielfalt lässt zu Wünschen übrig. So konnten passionierte Biertrinker bei einer Blindverkostung die einzelnen Sorten sensorisch kaum unterscheiden. "Die großen Biersorten schmecken fast alle gleich", lautet daher das Fazit. Für den Geschmack gibt es deshalb nur drei von fünf Sternen.

Ein frisch gezapftes Bier braucht keine sieben Minuten

Damit das beliebte Getränk beim Genuss eine angemessene Schaumkrone aufweist, sollte man übrigens einiges beachten: Das Glas sollte kurz vorher mit kaltem Wasser ausgespült werden. Spülmittelreste sind unbedingt zu vermeiden. Dann das Glas schräg halten und das Bier in zwei Zügen einschenken. Dass ein gutes Pils sieben Minuten braucht, ist ein Mythos. Innerhalb von dreien sollte es trinkbereit sein.

Alkohol im Bier wird oft unterschätzt

Ein Ergebnis des Tests zur Frage, wie gesund Bier eigentlich ist, liefert überraschende Ergebnisse. So unterschätzen viele die Wirkung des Alkohols im Bier. Zwar steht auf der Flasche meist ein Alkoholgehalt von rund fünf Prozent. Wer aber drei Biere aus typischen 0,5-Liter-Gläsern oder Flaschen genießt, kommt auf 60 Gramm Alkohol im Blut. Bei Männern äußert sich diese Menge weniger stark als bei Frauen, im Autofahr-Test war ihre Fahrtüchtigkeit aber genauso eingeschränkt.

Bierbauch ist eigentlich "Appetitbauch"

Entgegen eines Vorurteils macht Bier an sich nicht dick. Ein 200-Milliliter-Glas enthält 80 Kilokalorien. An einem geselligen Abend summieren sich diese zwar, jedoch kommt viel mehr ein anderer Effekt zum Tragen: Das Lieblingsgetränk der Deutschen stärkt das Hungergefühl erheblich. Schuld sind die enthaltenen Bitterstoffe. Sie aktivieren die Magensäfte und sorgen dafür, dass man sich nach deftigem Essen sehnt. Die Testpersonen, die während des Essens Bier tranken, nahmen doppelt so viele Kalorien zu sich wie die Vergleichsgruppe mit Wasser. Beim berüchtigten Bierbauch handelt es sich also viel mehr um einen "Appetitbauch".

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