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So muss die Visitenkarte aussehen

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Mehr als nur ein Stück Karton  

Das sagt Ihre Visitenkarte über Sie aus

21.02.2017, 13:53 Uhr | Sabine Kelle - wanted.de

So muss die Visitenkarte aussehen. Wichtig für Ihre Karriere: die Visitenkarte. (Quelle: Volle Kante)

Wichtig für Ihre Karriere: die Visitenkarte. (Quelle: Volle Kante)

Die Visitenkarte kann über Erfolg und Misserfolg entscheiden. wanted.de hat deswegen Grafik-Profis und Druckerei-Manufakturen für Sie gefragt, wie die kleine Karte richtig designt wird.

Foto-Serie mit 11 Bildern

Beim Austausch der Visitenkarten streift der Blick kurz über essentielle Informationen und Status. Doch nebenbei kann Ihr Gegenüber noch viel mehr ablesen: Ihren Stil. Danach entscheidet so mancher über Ihre berufliche Zukunft.

Finger weg vom Eigenbau!

Aus diesem Grunde sollten Sie die Finger von Karten Marke Eigenbau lassen, rät Grafikdesignerin Bianca Soff aus der Agentur Simpelplus. "Es ist nun mal nicht jeder stilsicher und hat ein Händchen für Gestaltung, Typografie und Farbe", ergänzt Mitinhaberin Stefanie Gürgen. Sie betreuen in ihrer Agentur große Kunden wie die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, McFit, das Medienboard Berlin-Brandenburg, aber auch junge Start-Ups wie die Onlinewäscherei JonnyFresh. Generell gilt bei Visitenkarten der Design-Leitspruch "Form follows Function" (die Form folgt der Funktion). Sie möchten Ihr Gegenüber kurz über Ihre Person, Beruf und Kontaktmöglichkeiten informieren. "Der wichtige Inhalt sollte zusammen mit dem Namen auf der Vorderseite stehen, und die Rückseite kann für Farbe, Logo oder grafische Elemente genutzt werden, damit nicht am Ende etwas wichtiges auf der Rückseite im Portemonnaie oder in der Tasche verschwindet", so Designerin Soff.

Auf unnötiges und albernes Chichi sollten Sie deswegen verzichten, um einen möglichst seriösen Eindruck zu erwecken.

Neben dem Logo und der Schrift des eigenen oder des Firmennamen sollte maximal eine weitere Schriftart verwendet werden, sonst wirkt die Karte zu unruhig und billig. Überladen Sie das kleine Kärtchen nicht. Haben Sie Mut zur Lücke und lassen Sie einen Freiraum, das gibt der Visitenkarte und Ihnen eine entspannte Anmutung. Ebenso sollte man ausreichend Platz zu den Rändern lassen.

Design aus einem Guss

"Kleine Details, wie ein farbiger Rand, machen meist viel mehr her, als pompöse Gestaltung und Druckveredlung mit Lack", weiß Soff. Sie empfiehlt deswegen, "dass sich das Design nach dem Logo und dem Business des Kunden richtet." Eine verschnörkelte Karte mag bei einem Blumenhändler funktionieren, aber wohl kaum bei einem Anwalt. "Im besten Fall kommt alles aus einer Hand, zusammen mit der restlichen

Geschäftsausstattung, um ein ganzheitliches Corporate Design zu schaffen".

Welche Maße braucht eine Visitenkarte? Natürlich kann man zu außergewöhnlichen Maßen greifen, um aufzufallen. Doch "eine zehn mal zehn Zentimeter große Visitenkarte passt nicht ins Portemonnaie und landet wahrscheinlich erst auf dem Tisch und dann im Müll", warnt Soff. Deswegen sind Standardkarten meist so groß wie eine Kreditkarte. Gerne werden auch quadratische Karten gewählt oder die Ränder abgerundet. Solche eher modernen Formate sollten aber auch zum Business passen. Aktuelle Visitenkartentrends Ja, auch die kleinen Karten unterliegen Trends. Bei Simpelplus sind diese "definitiv die schweren Karten mit farbigem Kern oder farbigen Kanten. Auch Letterpress (Eindrucke im Papier wie beim Buchdruck, auch Boston Style genannt – Anmerkung der Redaktion) wird immer beliebter und nun auch schon online und nicht mehr nur von kleinen Manufakturen angeboten." Lars-Peter Leu fertigt die Karten auf alten Buchdruckmaschinen, die 1934 hergestellt wurden. Er betreut mit seiner Druck-Manufaktur Volle Kante Kunden, die besonders exklusive Karten benötigen. Papier aus der Manufaktur

Die traditionelle Drucktechnik macht sich gerade bei weichen Naturpapieren hervorragend, da man ein edles reliefartiges Ergebnis erhält. Leu setzt deswegen auf exklusive Papiere von Gmund, einem Papierhersteller mit Sitz am Tegernsee. "Papier wird hier noch auf sehr alten Maschinen hergestellt, wie das Pure-Cotton, ein Papier aus Baumwolle." Das Papier sollte einen festen Griff haben, damit die Karte Stabilität vermittelt. Deswegen werden schwere Papiersorten mit einer hohen Stärke verwendet.

Leu favorisiert "Karten von einem Millimeter Dicke, gerade wenn ein Gold- oder Folienschnitt zur Anwendung kommt." Beim Anbieter Luxusprint finden sich so ausgefallene Materialien wie Bambuspapier, das mit Seide kaschiert wurde, Steinpapier mit Baumwolle und sogar Velourslederpapier.

Besonders exklusive Karten Sie wollen etwas anderes als Papier? Varianten aus farbigem oder gebürstetem Edelstahl mit eingraviertem Text, aus Carbon oder solche mit Spiegeloberfläche fertigt Baba Cards. Hier finden Geschäftsmänner mit dem Sinn für das Besondere sogar Modelle aus 24-karätigem Gold. Farbige Kanten (auch Farbschnitt genannt) stammen von dem bereits im 17. Jahrhundert beliebten Goldschnitt. In diesem Fall waren die Kanten golden. Einen farbigen Kern erhält man durch das Benutzen mehrerer Papierschichten, die per Kaschierung übereinandergelegt und verbunden werden. Die wohl exklusivsten Visitenkarten stellt eine kleine britische Manufaktur her. Eine Signature Card aus dem Hause Black Astrum überlassen Sie Ihrem Gegenüber sicher nicht so schnell, denn hochkarätige Diamanten funkeln auf den handgefertigten Karten. In einer Manufaktur werden die Karten in präzisen Gussformen hergestellt und mit hochwertigen Edelsteinen besetzt. Bei einem Preis um 1500 Euro (pro Stück) erklärt sich schon von selbst ein kleiner elitärer Kundenkreis. Hinzu kommt: Nur auf persönliche Einladung der Firma selbst, kann man sich hier eine Karte anfertigen lassen. No Goes

Auf der kleinen Karte kann man so einiges falsch machen. Die Grafikerinnen Soff und Gürgen sprechen aus Erfahrung, denn sie haben immer wieder sonderbare Kundenwünsche, wie "ein selbstgezeichnetes Einhorn, was noch mit 3D-Lack hervorgehoben werden sollte", schmunzelt Gürgen. Davon raten die beiden ab, ebenso wie von übertriebenen Gestaltungselementen und unpraktischen Formaten. Im Sparwahn ließen sich einige sogar das Druckereilogo als Sponsor auf die Visitenkarte drucken - ein absolutes No Go!

Zu guter Letzt: Damit das gute Kärtchen wohlbehalten und formvollendet beim Adressaten ankommt, sollte es in einem passenden Etui transportiert werden. Feine Modelle aus Edelmetall oder Leder machen hier stets einen guten Eindruck. Schöne Modelle und die wichtigsten Tipps finden Sie auch in unserer Fotoshow.

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