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Die fast vergessene Revolution – das Fahrrad wird 200

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Vom Laufrad zum E-Bike  

Heute wird das Fahrrad 200 Jahre alt

07.03.2017, 11:19 Uhr | MHa, dpa

Die fast vergessene Revolution – das Fahrrad wird 200 . Dieser Nachbau von Drais' Erfindung steht im Kurpfälzischen Museum Heidelberg. (Quelle: Von Gun Powder Ma - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4406665)

Dieser Nachbau von Drais' Erfindung steht im Kurpfälzischen Museum Heidelberg (Quelle: Von Gun Powder Ma - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4406665)

Das Fahrrad feiert seinen 200. Geburtstag und ist aus den Straßen nicht mehr wegzudenken – allein in Deutschland gibt es über 73 Millionen Fahrräder. Wir zeigen Ihnen Kuriositäten, historische Ereignisse, interessante Zahlen und einiges mehr.

Historisch: Die Erfindung des Fahrrades

Am 12. Juni 1817, vor 200 Jahren, unternahm der badische Freiherr Karl Drais (1785-1851) die erste Ausfahrt mit seiner "Laufmaschine". Damit war Drais' Erfindung der Startschuss für den modernen Individualverkehr. Das erste Fahrrad, das Drais auf die Straße brachte, kam dabei noch ohne Kette, Pedale oder luftbefüllte Reifen aus.

Wie funktioniert der "Drahtesel"?

Drais hat das Zweiradprinzip mit hintereinander angeordneten Rädern erfunden", sagt der Technikhistoriker und Physikprofessor Hans-Erhard Lessing, Deutschlands führender Drais-Fachmann. Erst das Fahren hält ein Zweirad im labilen Gleichgewicht. Bis dahin war das unbekannt. "Wer nichts tut, fällt runter", sagt Lessing. "Die Balanciererei war für viele Leute unerträglich."

Ein revolutionärer Gedanke

Nach Lessings Einschätzung wollte Drais mit dem Fahrrad folgendes erreichen: Mobilität ohne Pferd oder Ochse – ein Gedanke, der die Welt verändern sollte.

Das Zweirad war zu gefährlich

In vielen Städten wurde Drais' Erfindung bald wieder verboten, weil die Fahrer auf den Gehwegen Unfälle verursachten. Aber es gab Nachbauten (in Großbritannien und Frankreich) und in den folgenden Jahrzehnten wurde die Laufmaschine zum modernen Fahrrad weiter entwickelt.

Von Holz zu Metall – die rasante Weiterentwicklung des Fahrrades

Anstelle eines hölzernen oder gusseisernen Rahmens wurden leichtere Stahlrohre verwendet und der Pedalantrieb erfunden. Der endgültige Durchbruch kam dann mit der Erfindung der Luftbereifung im Jahr 1887, wie US-Historiker David Herlihy in seinem 2004 erschienenen Buch "Bicycle" schreibt. Das verbesserte den Fahrkomfort wesentlich.

Wie das Radfahren die Welt eroberte

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde Radfahren zum Massenphänomen. Das Rad ermöglichte Arbeitern erstmals, weitere Fahrten in die Umgebung zu unternehmen. In Deutschland waren daher viele Radvereine der SPD und den Gewerkschaften eng verbunden.

Das Zweirad als Symbol des Feminismus

In den USA wurde das Rad zu einem Symbol des Feminismus: "Die Frau, die erfolgreich die Herrschaft über das Fahrrad erlangt, wird auch die Herrschaft über ihr Leben erreichen", sagte die 1906 gestorbene Frauenrechtlerin Susan B. Anthony.

Wie das Zweirad sogar die Mode beeinflusste

Die Radindustrie war sogar an einer Veränderung der Damenmode und dem endgültigen Untergang des Reifrocks beteiligt: Die ersten Damenhosen waren Radhosen.

Was hat das Fahrrad mit dem Auto zu tun?

Heutzutage fast vergessen: Die junge Fahrradindustrie war zudem ein Wegbereiter des Autos. Mehrere Autohersteller gingen aus Fahrradfabriken hervor, darunter:
• Opel
• Peugeot
• Rover

Carl Benz baute seinen Patentmotorwagen 1883 auf Basis eines dreirädrigen Velozipeds. Dreiräder mit Kettenantrieb waren im späten 19. Jahrhundert ein verbreitetes Fahrzeug für Erwachsene.

Im Guinessbuch der Rekorde

Von einem Dragster (Rennwagen) gezogen, liegt die Höchstgeschwindigkeit, die mit einem Fahrrad erreicht wurde, bei rund 269 Kilometer pro Stunde. Der niederländische Rennradfahrer Fred Rompelberg schaffte es damit ins Guinnessbuch der Rekorde

Deutschlands Fahrradstadt Nummer 1

Zu jedem Einwohner Münsters gehört ein Fahrrad. Oder zwei. Oder drei. Neuankömmlinge haben es nicht immer leicht, sich inmitten der wuselnden Menge aus Fahrradfahrern und ihren Zweirädern zurechtzufinden. In der deutschen Fahrradhauptstadt werden jedes Jahr mehr als 6.000 Fahrräder gestohlen.

Kurioses Verbot

In Baldwin Park (Kalifornien) ist es verboten, in einem Swimmingpool mit
dem Fahrrad zu fahren.

Das längste Fahrrad der Welt

Das längste Fahrrad der Welt ist in den USA unterwegs. Trotz 30 Metern
Länge ist es fahrtauglich.

So platzsparend ist das Fahrrad im Vergleich zum Auto

In eine einzige Parklücke für PKWs passen 12 normale Fahrräder.

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