Sie sind hier: Home > Leben > Liebe > Beziehung > Sex >

Küssen: Warum wir wirklich küssen

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Romantik ist nicht der wahre Grund fürs Küssen

06.07.2010, 11:12 Uhr | dpa/t-online, dpa, t-online.de

Küssen: Warum wir wirklich küssen. Küssen: Die Gründe für einen Kuss. (Foto: imago)

Beim Küssen erkennen Paare, ob sie wirklich zusammen passen. (Foto: imago)

Fest steht: Wer verliebt ist, der küsst sich. Doch Zuneigung ist beim Küssen offenbar nur ein Faktor unter vielen. Forscher haben eine völlig unromantische Erklärung dafür, was sich wirklich hinter Bussis und Schmatzern verbirgt.

Küssen soll Patzer verhindern

Für die Biologin Sarah Woodley ist Küssen nichts weiter als Bio-Chemie. Demnach geht es dabei um den Austausch von Geruchs- und Botenstoffen, die im Speichel, der Zunge und der Mundschleimhaut enthalten sind und beim Riechen und Schmecken wahrgenommen werden. Demnach erkennt man beim Küssen, ob man biologisch zueinander passt: Was unangenehm riecht oder schmeckt, mögen wir nicht. Dies könnte ein Zeichen von Krankheit sein oder auf eine Gen-Ausstattung hindeuten, die mögliche Nachkommen anfällig für bestimmte Krankheiten macht. Woodleys Theorie geht also davon aus, das Küssen Patzer der Evolution verhindern soll - wie unromantisch.

Wer gut riecht bekommt leichter einen Partner

Die Biologin ist sich sicher: Sowohl bei Tieren als auch bei Menschen spielt der Geruch bei der Partnersuche eine entscheidende Bedeutung. Dies hat sie bei Eidechsen untersucht, heute erforscht Woodley den Einfluss von Geruch beim Menschen. Doch nicht nur die Nase kommt bei der Partnerwahl zum Einsatz. Wir achten dabei auch auf die Stimme und den Körperbau des anderen, so das Fazit der Wissenschaftlerin. Der Zweck bleibt der gleiche: Die Suche nach den besten Genen für die Nachkommen.

Andere Theorien gehen davon aus, dass ein Kuss das Ergebnis der Brutpflege sei: Demnach stehe Küssen im Zusammenhang mit dem kindlichen Still-Instinkt. Vermutet wird zudem, das es ein Überbleibsel alter Völker ist, die ihre Kinder oft von Mund zu Mund fütterten.

Kuss wandert vom Po zum Mund

Kopfzerbrechen bereitet Wissenschaftlern aber auch die Geburtsstunde des Kusses. "Die Wurzel des Phänomens ist so alt wie die Menschheit selber", sagt Ingelore Ebberfeld. Die Sexualwissenschaftlerin aus Bremen erforscht schon lange die Geschichte des Kusses. Ihre Erklärung: "Die Vorfahren der Menschen haben sich bei Begegnungen gegenseitig am Hinterteil beschnüffelt und beleckt. Als aus den Vierbeinern aufrecht gehende Zweibeiner wurden, wanderte der Kuss gewissermaßen mit nach oben", erklärt Ebberfeld.

Küssen ist der Schlüssel zur Sexualität

Damit wendet sich die Sexualforscherin gegen die genannten Brutpflege-Thesen. Sie ist der Ansicht, dass weder das Saugen an der Mutterbrust noch das Einflößen vorgekauter Nahrung mit dem Mund die sexuelle Sprengkraft eines Zungenkusses erklären könne. Stattdessen treibe die pure Wollust ein Paar zum Küssen - und nicht eine bloße Bekundung liebevoller Zuneigung. "Die Wurzel des Küssens ist der Sex", sagt Ebberfeld. Männer "erschnüffelten" zum Beispiel, ob eine Frau ihren Eisprung habe oder schwanger sei - auch wenn das nur unbewusst registriert werde. Das Ritual der Lippenberührung sei die innigste Verbindung, die Menschen eingehen könnten.

Männer und Frauen haben andere Kuss-Strategien

Bereits 2007 führten amerikanische Wissenschaftler eine umfangreiche Grundlagenforschung zur Erotik des Kusses durch. Dabei stießen sie auf große Unterschiede zwischen Männern und Frauen: Die meisten Männer können sich Sex ohne Küssen vorstellen. Mehr als 80 Prozent der Frauen waren hingegen der Ansicht, dass dies unmöglich ist. Beide Geschlechter verfolgen zudem unterschiedliche Kuss-Strategien. Demnach küssen Männer nur, um im Bett zu landen. Frauen nutzen den Kuss, um den richtigen Partner zu finden.

Küssen ist gesund

Egal warum wir uns küssen, woher der Kuss kommt und was wir mit dem Busseln bezwecken: Küssen ist einfach nur gesund. Der deutsche Verein der Kussfreunde betont, dass Knutschen viele Glückshormone freisetzt. Das Immunsystem werde mit jedem Schmatzer angekurbelt und Vielküsser hätten sogar eine höhere Lebenserwartung.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Shopping
Shopping
Der vertraute Duft der NIVEA Creme als Eau de Toilette
jetzt bestellen auf NIVEA.de
Shopping
Wandbild mit täuschend echtem LED-Kerzenschein
Weihnachtsdekoration bei BAUR
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Meistgesuchte Themen
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Leben > Liebe > Beziehung > Sex

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017