Sie sind hier: Home > Leben > Liebe > Beziehung > Sex > Verhütung >

Mit der Hormonspirale langfristig verhüten

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Verhütungsmethode  

Hormonspiralen – Alternative zu Kupferspirale und Pille

29.08.2017, 14:42 Uhr | em (CF)

Mit der Hormonspirale langfristig verhüten. Hormonspiralen können eine Alternative zu anderen Verhütungsmethoden sein. (Quelle: Spike Mafford)

Hormonspiralen können eine Alternative zu anderen Verhütungsmethoden sein. (Quelle: Spike Mafford)

Die Hormonspirale gehört zu den sichersten Verhütungsmethoden. 
Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Kupferspirale gibt diese langfristig kleine Hormonmengen ab. Die empfängnisverhütende Wirkung der Hormonspirale beginnt mit dem Zeitpunkt des Einsetzens und hält etwa 5 Jahre an.

Der Pearl-Index

Der Pearl-Index verrät, wie sicher eine Verhütungsmethode ist. Ein Pearl-Index von 1 bedeutet zum Beispiel, dass eine von 100 Frauen mit der gewählten Methode innerhalb eines Jahres ungewollt schwanger wurde. Die Hormonspirale hat einen Pearl-Index von 0,1 bis 0,2 und ist damit sicherer als die Pille, die einen Pearl-Index von 0,1 bis 0,9 hat.

Hormonspirale: Wirkungsweise und Anwendung

Die Hormonspirale besteht aus einem Kunststoffzylinder, der das Hormon Levonorgestrel enthält. Dieses Gestagen wirkt auf zweifache Weise: es verringert das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut und bildet einen Schleimpfropf im Gebärmutterhals. Durch die schwächer ausgeprägte Gebärmutter kann sich eine befruchtete Eizelle nicht einnisten. Der verdickte Schleim am Gebärmuttermund wird für die Spermien undurchlässig. Die tägliche Levonorgestrel-Dosis und die Konzentration von Levonorgestrel im Blut sind während der Anwendung niedriger als bei allen anderen hormonalen Kontrazeptiva.

Der natürliche Zyklus der Frau wird nach Herstellerangaben aufgrund der lokalen Wirkung der Hormone nicht beeinflusst. Da der Aufbau der Schleimhaut durch die Gabe von Hormonen abgeschwächt wird, hat dies direkten Einfluss auf die Monatsblutung der Frau und ändert sich in den meisten Fällen. Es gibt jedoch inzwischen auch Zweifel daran, dass die Hormonspiralen tatsächlich nur örtlich an der Gebärmutter wirken. So sind im Beipackzettel Nebenwirkungen aufgeführt, die den gesamten Organismus betreffen. Zudem ist das Hormon auch im Blut der Trägerinnen nachweisbar. Insofern verbleibt das Hormon nicht ausschließlich in der Gebärmutter.

Für wen eignet sich die Hormonspirale?

Die Hormonspirale eignet sich vor allem für Frauen, die langfristig verhüten wollen. Auch für Frauen, die die Familienplanung bereits abgeschlossen haben kommt eine Hormonspirale in Frage. Die Verhütungsmethode eignet sich nach Angabe der Hersteller auch für stillende Mütter, da nur sehr geringe Hormonmengen in der Muttermilch nachgewiesen wurden. Zum jetzigen Stand sind keine negativen Auswirkungen auf die Gesundheit von Säuglingen bekannt.

Die Hormonspirale kann für maximal fünf Jahre eingesetzt werden, dann sind die Hormonreserven aufgebraucht. Die T-förmige Spirale kann durch den Frauenarzt/die Frauenärztin nach einer umgehenden Untersuchung in die Gebärmutter eingesetzt werden.

Risiken und Nebenwirkungen

Als sehr häufige Nebenwirkungen (mehr als eine von 10 Anwenderinnen) werden zum Beispiel bei der Hormonspirale Jaydess unter anderem folgende Symptome im Beipackzettel angegeben: Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Akne, Veränderungen bei der Menstruationsblutung einschließlich stärkere und schwächere Menstruationsblutungen, Schmierblutung, seltene Regelblutungen und Ausbleiben der Blutungen, Eierstockzysten, Entzündung der äußeren Geschlechtsorgane und der Scheide.

Unter den häufigen Nebenwirkungen werden unter anderem Depressionen, Migräne und Übelkeit aufgeführt. Die anderen Hormonspiralen, etwa Kyleena und Mirena führen ebenfalls eine Reihe von Nebenwirkungen auf ihren Beipackzetteln auf.

Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) führt in seiner Datenbank zu unerwünschten Arzneimittelwirkungen etwa für die Hormonspirale Mirena mehr als 270 gemeldete Verdachtsfälle auf. Von Frauen angegeben wurden als angenommene Nebenwirkungen der Hormonspirale: Depressionen, Aggressionen, Nervosität, Schlaflosigkeit, verminderte Libido und Panikattacken.

Es empfiehlt sich daher, die Angaben auf den Beipackzetteln genau zu lesen und mögliche Nebenwirkungen zu beobachten.

Liebe Leserin, lieber Leser, aktuell können zu diesem Thema keine neuen Kommentare abgegeben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis.
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Shopping
Shopping
Allnet Flat Plus mit Samsung Galaxy S8 im besten D-Netz
zu congstar.de
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Meistgesuchte Themen
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Leben > Liebe > Beziehung > Sex > Verhütung

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2017