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Partnersuche: Akademikerinnen tun sich schwerer

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Warum Akademikerinnen schwerer einen Partner finden

28.10.2013, 08:53 Uhr | ElitePartner.de

Partnersuche: Akademikerinnen tun sich schwerer. Frauen mit Hochschulstudium haben es bei der Partnersuche nicht unbedingt leicht. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/ElitePartner)

Frauen mit Hochschulstudium haben es bei der Partnersuche nicht unbedingt leicht. (Quelle: ElitePartner/Thinkstock by Getty-Images)

Gut ausgebildete Frauen haben es auf dem Markt der Partnersuche schwerer als Nicht-Akademikerinnen. ElitePartner.de hat sich in einer Studie auf die Suche nach den Gründen für ihr unfreiwilliges Solo-Dasein gemacht – und sind im Vergleich mit männlichen Singles auf interessante Ergebnisse gestoßen.

Studium als Hürde für erfülltes Privatleben

Ein Studium gilt als Investition in die eigene Zukunft – zumindest, was die berufliche Laufbahn angeht. Für Frauen kann sich ein Universitätsabschluss jedoch als Hürde für ein erfülltes Privatleben erweisen: Die Partnersuche ist für Akademikerinnen ein schwieriges Pflaster, insbesondere, wenn sie die Altersgrenze von 30 Jahren überschritten haben. 40 Prozent von ihnen bleiben kinderlos.

Sehr hohe Ansprüche, keine Kompromissbereitschaft

ElitePartner befragte in einer Studie 4.147 Alleinlebende nach den Gründen für ihren Singlestatus. Die studierten Frauen bezeichneten sich im Vergleich zu Nicht-Akademikerinnen als besonders wählerisch: 45,1 Prozent nannten sehr hohe Ansprüche, die bei der Partnerwahl greifen und keine Kompromisse zulassen, als Top-Grund dafür, ohne Partner zu leben. Professor Hans-Peter Blossfeld, der an der Universität Bamberg Familienforschung betreibt, sieht die Gründe für diese Meinung in den tradierten Rollenbildern: Lieber bleiben gebildete Frauen alleine, als eine Beziehung mit einem Partner einzugehen, der ein niedrigeres Bildungsniveau, ein geringeres Einkommen und einen niedrigeren Status vorzuweisen hat als sie selbst. 18 Prozent der Akademikerinnen müssten sich jedoch zu diesem Schritt entschließen, um einen Partner zu finden. Denn die Gunst erfolgreicher Männer auf Augenhöhe ist hart umkämpft – ihr Prestige sichert ihnen durch die Bank einen hohen Marktwert.

Weiblicher Intellekt und Karriere stehen dem Liebesglück im Weg

Im Umkehrschluss fühlen sich Männer von einem höheren Bildungsstand einer Frau oder einer hohen Position im Beruf eher abgeschreckt: 36,9 Prozent der Akademikerinnen gaben in der Studie als zweithäufigsten Grund für ihr Single-Dasein an, dass Männer sich von beruflichem Erfolg und Bildung eingeschüchtert fühlen. Nur wenige Männer sind bereit, sich auf eine intellektuell überlegene Partnerin einzulassen. Dies bestätigt auch die Forschungsarbeit des Verhaltensforschers Professor Karl Grammer:

Frauen sollen vor allem schön und gesund sein

Bei der männlichen Partnerwahl ist die Intelligenz der Frau nebensächlich – Attraktivität, Jugend und Gesundheit sind die wesentlichen Faktoren, denn sie sind in ihrem evolutionären Ursprung entscheidend für das Zeugen und die erfolgreiche Aufzucht der eigenen Nachkommen.

Schüchternheit als Grund für Single-Dasein weniger verbreitet

Frauen lässt der männliche Intellekt seltener auf Abstand gehen: So gaben nur 19% der befragten männlichen Akademiker an, dass ihr Bildungsniveau auf Frauen einschüchternd wirke. Selbstbewusster als Nicht-Akademiker sind studierte Männer auch, was ihre Optik angeht – nur 16,4 Prozent bemängeln ihre Attraktivität als Grund für die fehlende Partnerin, unter den Nicht-Akademikern sind es 21,4 Prozent. So haben männliche Studierte auch weniger Probleme mit ihrem Selbstwertgefühl als ihre Geschlechtsgenossen ohne akademischen Abschluss: Nur jeder Dritte der Studierten glaubt, dass seiner Schüchternheit ein Grund für seinen Single-Status ist, bei den Nicht-Akademikern sind es hingegen 42,1 Prozent. Unter den Akademikerinnen ist Zurückhaltung noch weniger verbreitet – weniger als ein Viertel nennt diese als Ursache für das Alleinleben, während 30 Prozent der Nicht-Akademikerinnen ihre Hemmungen dafür verantwortlich machen.

Ein gesellschaftliches Phänomen

Die Ergebnisse der ElitePartner-Studie untermauern die Erkenntnisse der Wissenschaft: Dass viele Akademikerinnen heute keinen Partner finden, ist noch immer auf veraltete Rollenbilder zurückzuführen. Gebildete Frauen orientieren sich noch immer eher „nach oben“, während für Männer der weibliche Intellekt bei der Partnerwahl eine nebensächliche Rolle spielt und sogar abschreckend wirken kann. Beim verbreiteten Single-Status unter Akademikerinnen handelt es sich also eher um ein gesellschaftliches Phänomen und lässt sich weniger auf Schüchternheit oder andere soziale Faktoren zurückführen.

Weitere interessante Artikel zum Thema Partnerschaft finden Sie im Magazin von ElitePartner.de.

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