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Libido: Wenn Flaute im Bett herrscht

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Lustlosigkeit  

Wenn im Bett nichts mehr läuft

28.04.2014, 17:15 Uhr | ag

Libido: Wenn Flaute im Bett herrscht. Lustlosigkeit ist ein Problem, unter dem viele Langzeitpaare leiden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Lustlosigkeit ist ein Problem, unter dem viele Langzeitpaare leiden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Flaute im Bett ist ein Problem vieler Langzeitpartnerschaften. Der Alltag hat sich in die Beziehung geschlichen und die anfängliche Leidenschaft hat sich in ein vertrautes Miteinander verwandelt. Die Lust, die Liebe auch körperlich auszuleben, scheint abhanden gekommen zu sein. Die Folge: Frust und negative Gefühle stauen sich an und können am Ende sogar zum Bruch führen. Doch wie facht man das Feuer der Leidenschaft nach Jahren erneut an?

Stress und Routine rauben die Lust

Dass die Lust lässt im Laufe der Jahre nachlässt, ist nicht ungewöhnlich. Häufig ist im Familienleben keine Zeit mehr für Spaß im Bett, man ist beruflich oder im Haushalt so sehr gefordert, dass man an Sex überhaupt nicht denkt oder einfach zu müde ist. Ist man ständig gestresst, sinkt der Spiegel des Sexualhormons Testosteron, das sowohl beim Mann als auch bei der Frau die Lust steigert. Statt sich abends im Bett zu vergnügen, sinken viele Paare matt aufs Sofa und der gemütliche Fernsehabend wird zur Gewohnheit. Das Problem kennt auch Eric Hegmann, Autor und Parship-Single- & Beziehungsexperte, aus seiner Praxis. "Man gewöhnt man sich an einen unbefriedigenden Zustand und richtet es sich in seiner Komfortzone ein - ohne dass diese tatsächlich komfortabel ist."

Der erste Schritt: Reden Sie darüber

Doch plötzlich stellt einer der beiden Partner fest: Etwas fehlt in der Beziehung. Statt jedoch darüber zu reden, schweigen die meisten. "Ein großer Fehler", sagt Hegmann. "Nicht umsonst heißt es, dass Konfliktlösung der Schlüssel zu langfristigen Beziehungen ist. Und Sex ist eine Form der Kommunikation." Wenn die Situation belastet, sollten Sie auf daher jeden Fall mit ihrem Partner darüber reden. Sagen Sie, was Sie stört und was Ihnen fehlt. Vielleicht finden Sie auch gemeinsam heraus, dass Ihnen Sex im Laufe der Zeit nicht mehr so wichtig ist. Doch auch das sollten Sie mit dem Partner abklären - vielleicht empfindet er ja ganz anders als Sie.

Paartherapie kann hilfreich sein

Bringen die gemeinsamen Gespräche keine Besserung, ist es ratsam, Hilfe bei einem Paartherapeuten zu suchen. Für Paare, die mit ihrem Sexleben unzufrieden sind, bietet der Berliner Beziehungs-Coach Christian Thiel aus Berlin spezielle Online-Workshops an. Bei einigen seiner Klienten ist das der letzte Versuch, die Partnerschaft zu retten. "Kein Wunder", sagt Thiel. "Wenn ein Paar seine Sexualität vernachlässigt, ist das für die Beziehung äußerst gefährlich." Denn Sex schafft Bindung und emotionale Sicherheit, die wiederum wesentliche Elemente einer funktionierenden Beziehung sind.

Beziehungspflege trotz Stress im Alltag

Viele Menschen jedoch nehmen nach Jahren des Zusammenlebens die Partnerschaft als selbstverständlich und pflegen sie nicht mehr. Thiel weiß, welche verheerenden Konsequenzen das haben kann: "Wenn körperliche Begegnungen im Alltag fehlen, klappt es auch mit dem Sex nicht mehr. Der Experte rät Paaren daher: "Schenken Sie dem anderen mehr Aufmerksamkeit im Alltag und küssen Sie sich mindestens fünf Sekunden lang bei der Begrüßung auf den Mund." Wenn die Partner ein stressiges Berufsleben haben und sich erst abends treffen, empfiehlt der Experte, sich erst einmal innig zu begrüßen und über den Tag zu reden. Dabei sollten jedoch Problemgespräche möglichst außen vor bleiben. Um Frust und Stress, den man auf der Arbeit erlebt hat, abzubauen, rät Thiel zu sportlichen Betätigungen und Yoga.

Romantik hilft, wieder zueinander zu finden

Paare, die sich über längere Zeit körperlich auseinandergelebt haben, haben oft Schwierigkeiten, wieder zueinander zu finden. Das ist manchmal - auch mit gutem Willen - gar nicht so einfach. Denn viele Paare haben die Sinnlichkeit geradezu verlernt und müssen sich in einer neuen Rolle erst wieder neu entdecken. Ein romantisches Wochenende, weg vom Alltag, kann dabei helfen. Erkunden Sie dabei aufs Neue, welche Vorlieben der andere hat. Im Zweifel einfach mal geschickt fragen - schon das weckt oft die Lust. Während Sie die gemeinsame Zeit genießen, sollten Sie sich auch klar darüber werden, dass die Gegenwart des Partners keine Selbstverständlichkeit ist. Versuchen Sie sich zu erinnern, wann Sie ihn zuletzt verwöhnt haben. Der Partner muss wieder spüren, wie wichtig er ist.

Verabreden Sie sich zum Sex

Auch wenn es schrecklich unromantisch klingt, wird es helfen, sich wieder Zeit zum Verwöhnen zu nehmen: Richten Sie einen festen Termin ein, an dem Sie sich zum Sex verabreden, so wie man sich auch zum Sport verabredet. Dann haben beide Partner Zeit und keiner steht unter dem Druck, eigentlich etwas anderes machen zu müssen. Außerdem kann ein fremdes Ambiente beim Sex sehr inspirierend sein. Besonders für Paare, die kleine Kinder haben, die ihnen in den eigenen Wänden kaum Zeit zum Rückzug lassen, ist das eine gute Option. Organisieren Sie einen Babysitter, eine Freundin oder die Großeltern, die Ihnen die lieben Kleinen für ein paar Stunden vom Hals halten.

Leben Sie Ihre Fantasien aus

Die Verabredung zum Sex ist eine hervorragende Möglichkeit, um der Routine zu entfliehen und beflügelt die erotischen Gedanken. "Um Abwechslung zu proben, sollten Sie zuerst in den unermesslichen Katalog Ihrer eigenen sexuellen Wünsche und Fantasien einsteigen", rät Hegmann. "Schlüpfen Sie mit Ihrem Partner in neue Rollen. Dabei muss es nicht um Rollenspiele mit Kostümen gehen. Testen Sie aus, wie dominant oder devot Sie sein können oder wollen." Möglicherweise entdecken Sie nach all den Jahren neue Seiten an sich und Ihrem Partner. Doch auch, wenn die erotische Inspiration anfangs fehlt, ist das gar nicht so schlimm. Dann heißt die Devise: "Einfach erst mal mit Sex anfangen - die Lust kommt dann von selbst", sagt Thiel. Die Erfahrung zeige, dass Paare, die regelmäßig körperlich zusammenkommen, auch weniger Libidoprobleme haben.

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