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Pheromone: Warum Parfüm beim Dating von Vorteil ist

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Sexualtherapeutin rät  

Parfum bringt kaum einen Vorteil beim Kennenlernen

16.02.2017, 13:01 Uhr | Ann-Kathrin Landzettel

Pheromone: Warum Parfüm beim Dating von Vorteil ist. Nichts ist verführerischer als ein raffinierter Duft.  (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Nichts ist verführerischer als ein raffinierter Duft. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Männer wie Frauen unternehmen eine Menge, um das andere Geschlecht beim ersten Date zu beeindrucken: Neben einem gepflegten Äußeren und einer Portion Charme gehört für viele auch der ein oder andere Spritzer Parfum zur Eroberungsstrategie. Übertreiben sollte man es mit dem künstlichen Duft aber nicht. 

Aussehen, Körperhaltung, Stimme und Mimik nehmen wir von unserem Gegenüber bewusst wahr und fällen so ein erstes Urteil. Ob der andere uns sympathisch ist, entscheiden aber nicht nur die Optik und das Wesen, sondern auch der Geruch. Dieser ist so einmalig wie ein Fingerabdruck und entscheidend für die Anziehung.

Die Nase weist beim ersten Date den Weg

Können wir unser Date nicht riechen, stehen die Chancen schlecht für ein Happy End. "Die Wissenschaft ist noch dabei, die Zusammenhänge zwischen der individuellen Duftnote und der sexuellen Anziehungskraft zu entschlüsseln“, sagt Dr. Carla Thiele, Sexualtherapeutin und Ärztin für Innere Medizin aus Leipzig.  „Klar aber ist: Wenn unsere Nase unser Gegenüber nicht mag – und bei dieser Einschätzung passiert eine Menge unterbewusst – sieht es für die Liebe schlecht aus.“

Besser nur wenig Parfum beim Kennenlernen

Die Expertin rät daher, beim ersten Kennenlernen mit künstlichen Düften wie Parfum, Lotionen und Deos besser sparsam umzugehen und besonders auf das Parfum auch mal ganz zu verzichten. "Weniger ist hier eindeutig mehr. So bekommt die andere Nase ‚ehrliche‘ Informationen und hat die Möglichkeit, die genetische Passung zu erschnüffeln – und wird nicht durch fremde Aromen in die Irre geführt."

Nach der Geruchsprobe kommt der Kuss

Die nächste Duftprobe findet dann beim Küssen statt. Nicht nur, dass die intensive Nähe zum Anderen uns seinen Duft noch stärker wahrnehmen lässt. Über den Speichel schmecken und riechen wir, ob es passt oder nicht, ob wir uns angezogen fühlen. Denn auch der Speichel enthält eine Menge Boten- und Duftstoffe. "Mundgeruch ist daher genauso kontraproduktiv wie eine extreme Pfefferminzfahne", sagt Thiele. "Entscheidend ist auch hier, den anderen möglichst im ‚Original‘ wahrzunehmen."

Bei der Partnersuche auf die Nase hören

Zudem rät die Sexualtherapeutin, die auch durch die MDR-Sendung „Leichter Lieben“ führt, bei der Partnersuche Abstand von Menschen zu nehmen, bei der die Nase nicht mit Lust dabei ist. "Der Geruchssinn wird meist unterschätzt. Doch er entscheidet über Erfolg und Misserfolg einer Beziehung mit. Viele meiner Patienten, die sich in der Trennungsphase befinden, geben zu, dass Sie den Partner noch nie so richtig riechen konnten. Die Nase spielt auch für die langfristige Bindung eine bedeutende Rolle." Das heißt: Gibt die Nase nicht ihre Zustimmung, steigt das Risiko, dass die Beziehung scheitert. Die Chemie muss stimmen.

Frauen um den Eisprung sind attraktiver

Welchen Einfluss beispielsweise das Sexualhormon Östrogen hat, wird deutlich, wenn man den weiblichen Zyklus genauer betrachtet. So haben Untersuchungen gezeigt, dass Männer Frauen um den Eisprung herum besonders gut riechen können und deutlich attraktiver finden. Ein cleverer Schachzug von der Natur, um die Fortpflanzung zu gewährleisten.

Veränderungen im Hormonhaushalt sorgen in der Schwangerschaft zudem dafür, dass Frauen viel intensiver riechen und empfindlicher gegenüber Gerüchen sind. Man geht davon aus, dass der sensible Geruchssinn die Schwangere und das Ungeborene vor schädlichen Stoffen schützt.

Pille weg, Beziehung kaputt?

Es kann sogar passieren, dass Frauen, nachdem sie die Pille abgesetzt haben, ihren Partner plötzlich nicht mehr riechen können. Schuld daran ist die neue Hormonsituation. Untersuchungen haben gezeigt, dass Frauen, die die Pille nehmen und dem Körper dadurch eine Schwangerschaft vorgaukeln, sich eher zu Männern hingezogen fühlen, die genetisch ein ähnliches Immunsystem haben.

Frauen, die auf die hormonelle Verhütung hingegen verzichten, wählen eher Männer mit einem gegensätzlichen Immunsystem, um dem Nachwuchs möglichst vielfältige Immunbausteine mitzugeben. „Die neue Hormonsituation kann für die Partnerschaft zu einer Belastungsprobe werden und kann sogar zu einer Trennung führen“, erklärt die Ärztin.

Ohne Geruchssinn wären wir treuer

Sogar beim Thema Seitensprung spielt der Geruchssinn eine bedeutende Rolle. So mancher Seitensprung passiert, weil die Nase der Stimulation der Pheromone nicht widerstehen kann und die Anziehungskraft zu groß wird. Das gilt sowohl für die unbewusst aufgenommenen Geruchsinformationen des Gegenübers als auch für den bewusst wahrgenommenen Körpergeruch. „Könnten wir nicht riechen, wären wir treuer“, sagt Thiele.

Sexuallockstoffe befeuern die Lust

Auch beim Sex selbst intensiviert der Duftcocktail des anderen die Leidenschaft. So empfinden viele den Geruch von frischem Schweiß beim Liebesspiel als extrem anziehend. Auch die Duftdrüsen im Intimbereich leisten beim Sex ganze Arbeit und sorgen für zusätzlichen Lustgewinn.

„Die Schambehaarung ist dabei der ideale Geruchsträger“, sagt Thiele. "Die Führungsgänge der Duftdrüsen sitzen an den Wurzeln und können sich über die Haare ideal verteilen." Wer sich rasiert oder epiliert, entfernt laut der Sexualtherapeutin automatisch auch einen Teil des sexuellen Reizes.

Mit künstlichen Duftstoffen zum Traumpartner?

Und wie sieht es mit Pheromon-Parfums aus? Lässt sich durch sie die Attraktivität steigern? Das sei ein Versprechen der Werbeindustrie und Geldmacherei, lautet die Einschätzung der Ärztin. Jeder Mensch finde eine andere Duftmischung anziehend. Zudem sei die Forschung gerade erst an den Anfängen. Was genau welcher Lockstoff auslöst – das könne man aktuell noch gar nicht klar sagen. "Das Geld kann man sich sparen. Bei der Partnersuche vertraut man besser auf seine ganz persönliche Duftnote", rät Thiele.

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