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Haarpflege: 5 Mythen auf dem Prüfstand

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5 Mythen auf dem Prüfstand  

Haarpflege: Lässt kaltes Wasser die Haare glänzen?

08.05.2017, 13:47 Uhr | dpa, sah

Haarpflege: 5 Mythen auf dem Prüfstand. Eine Frau steht unter der Dusche. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images/Choreograph)

Wie wirkt kaltes Wasser auf Haare? (Quelle: Choreograph/Thinkstock by Getty-Images)

Wachsen die Haare nach dem Schneiden schneller oder verschließt ein Schnitt mit der heißen Schere die Spitzen? Manche Pflegetipps sind an den Haaren herbeigezogen, andere stimmen dagegen wirklich. Wir haben fünf Mythen unter die Lupe genommen.

1. Kalter Guss am Ende der Wäsche lässt Haare glänzen

Ein altes Hausmittel für mehr Glanz in den Haaren soll ein kalter Überguss zum Ende der Haarwäsche sein. Denn die durch das Waschen aufgeraute Hornschicht der Haare werde durch eisiges Wasser geschlossen, heißt es. Dem widerspricht aber ein Profi: "Niemals schließt sich dadurch die Haaroberfläche, und es glänzt auch nicht stärker", sagt Jens Dagné von der Friseurvereinigung Intercoiffure Deutschland. "Haar quillt durch die Alkalität des Wasser-pH-Wertes völlig gleich stark auf – auch mit kaltem Wasser."

2. Haarkuren müssen lange einwirken

Eine längere Einwirkzeit bei Haarkuren verbessert nicht deren Wirkung. Natürlich könne man diese auch über Nacht mit einem Turban einwirken lassen, erklärt Dagné. "Das gibt ein besseres Bauchgefühl, aber die Wirkung wird deshalb nicht gesteigert." Die Hersteller empfehlen meist rund 10 bis 15 Minuten Einwirkzeit. "Und das reicht auch", betont er.

Haarkuren sind die intensivere Form von cremigen Pflegeprodukten, die nach einer empfohlenen Einwirkzeit wieder aus dem Haar gespült werden. "Der alternative Conditioner ist wesentlich weniger pflegeintensiv und wird nach der Haarwäsche in das Haar gegeben, aber fast sofort wieder aus dem Haar gespült", erklärt Dagné.

Er rät daher auch, besser ab und an Haarkuren zu verwenden als ständig Spülungen. Zwar fördern beide Produktgruppen die Kämmbarkeit der Haare, Kuren geben aber extra Pflege. "Pflegen Sie nicht den Abfluss mit Spülungen, tun Sie etwas Richtiges, Intensives für Ihr Haar", sagt der Friseurmeister aus Worms.

3. Haargummis sind schädlich für die Haare

Dieser Mythos stimmt tatsächlich, denn durch den Druck an der immer gleichen Stelle können Haargummis den Haarbruch fördern. Besonders, wenn das Haarband durch ein Metallstück verbunden ist. Daher sollte man die Haare nie im nassen Zustand zusammenbinden, da sie dann noch empfindlicher sind. Außerdem ist es ratsam, die Haare zwischendurch auch mal offen zu tragen.

4. Haare wachsen schneller, je öfter man sie schneidet

Dieser Irrglaube hält sich hartnäckig. Jedoch hat das Haarwachstum nichts mit abgeschnittenen Spitzen zu tun. Allerdings wird durch regelmäßiges Schneiden Spliss verhindert, sodass beim nächsten Friseurbesuch weniger abgeschnitten werden muss und das Haar voller erscheint.

5. Thermocut ist besser fürs Haar

Bei einem Schnitt mit der heißen Schere sollen sich Haarspitzen schneller verschließen, was das Spliss-Risiko sinkt. Der im Vergleich zum normalen Haarschnitt teurere Thermocut wurde lange angepriesen, inzwischen ist er aber umstritten. Zwar sei der Grundgedanken nicht verkehrt, sagt Mathias Napp, Art-Director an der Deutschen Friseur-Akademie in Neu-Ulm. Er bezweifelt aber den Erfolg der Schnittmethode.

Zumdem machen laut Napp moderne, inzwischen weiterentwickelte Scheren und Pflegeprodukte die heiße Schere eher überflüssig. Sie sei etwas "old school", also alte Schule, sagt Napp. "Anfang der Neunziger war das ein Hype." Inzwischen aber werden normale Scheren immer besser geschliffen, sie sind folglich schärfer – umso mehr, desto besser wird dem Ausfransen der Enden vorgebeugt. Außerdem sei mit Ölen und Spitzenfluiden eine gute Pflege der empfindlichen Spitzen möglich.

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