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Wenn Männer sammeln: Alte Schätze auf dem Dachboden

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Wenn Männer sammeln: Alte Schätze auf dem Dachboden

04.10.2011, 16:36 Uhr | Benedikt Sauer, wanted.de

Wenn Männer sammeln: Alte Schätze auf dem Dachboden. Vergessene Schätze lagern auf Ihrem Dachboden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

Vergessene Schätze lagern auf Ihrem Dachboden. (Quelle: Thinkstock by Getty-Images)

In jedem Mann steckt nicht nur ein Jäger, sondern auch ein Sammler. Beide Triebe dienten ihm lange Zeit zum Überleben. Heute jagen Männer noch immer Schätzen hinterher, die sich anhäufen lassen und möglichst auch die eigene Existenz sichern können – zumindest finanziell. Nein, wir reden keinesfalls vom Aktienmarkt. Antiquitäten lautet etwa das Zauberwort! Und die erste Schatzsuche beginnt in Ihrem Speicher.

Ihr Opa hat früher Münzen, Uhren und Briefmarken gesammelt? Schön! Ihre Oma antiken Schmuck, edles Porzellan und hübsche Gemälde? Noch schöner! All das verstaubt nun seit Jahrzehnten in Ihrem Keller? Respekt, vielleicht sind Sie Millionär und wissen es gar nicht. Grund genug, Ihr vergessenes Erbe mal gewissenhaft zu durchwühlen. Und die perfekte Gelegenheit, Ihre Sammelleidenschaft neu zu entfachen und auf ein besonderes Niveau zu heben.

Alter Ramsch ist oft viel Wert

Zukunftssicher, lebenserhaltend und wertsteigernd. Denn Retro geht immer. Und irgendetwas davon wird Sie bestimmt begeistern. Egal was Sie von Ihren Großeltern im Speicher finden, mit den meisten alten Sachen lässt sich heute gutes Geld verdienen. Teilweise sogar mit augenscheinlichem Ramsch wie etwa altväterischem Blechspielzeug, Schallplatten oder Technik aus längst vergangenen Zeiten. Ob jedoch etwas enorm viel wert ist oder nicht, lässt sich auf den ersten Blick nur schwer erkennen – besonders für Laien.

Aber sollte bei Ihnen der Schatzjägerfunke überspringen, werden Sie sicher rasch ein geschultes Auge dafür entwickeln.

Definition von "Antiquität"

Unsere Expertin Jenny Dietze, Kunsthistorikerin im Auktionshaus Historia in Berlin, hilft Ihnen bei den ersten Schritten.

"Von Antiquitäten wird in der Regel immer dann gesprochen, wenn sie 100 Jahre oder älter sind. Wertentscheidend ist aber nicht allein das Alter des Gegenstandes."

Material und Zustand bestimmen Preis

"Auch der Zustand, das verwendete Material, die aktuelle Nachfrage und ein eventuell vorhandener künstlerischer Anspruch sind von Bedeutung“, erklärt Dietze. "Alles Punkte, die Sie in Erfahrung bringen sollten.“

Antike Stücke aus Porzellan, Gold oder Silber sind generell viel wert und eignen sich hervorragend dazu, weitergesammelt zu werden. "Bei Porzellan achten Sie auf den Manufakturstempel. Teile aus dem 18. Jahrhundert sind wertiger als aus dem 19. Jahrhundert“, sagt Dietze. "Auch der Hersteller ist wichtig. Meissner stand beispielsweise schon immer für außerordentlich beliebte Qualität.“ Bei Gold ist natürlich der Feingehalt richtungsweisend – am besten 24 Karat.

Alte Raritäten aus Silber erzielen gute Gewinne

Derzeit enorm gefragt sind außerdem Raritäten aus Silber. Dietze: "Allein in unserer letzten Auktion hatten wir 500 Positionen, von denen am Ende gerademal 15 übrig blieben.“ Wenn Sie hier noch gute Stücke mit 800er oder 925er-Prägung besitzen, dürfen Sie sich schon mal die Finger reiben. Selbst Gegenstände aus Bronze können zu ungeahnten Höchstpreisen führen. Beispielsweise in Form einer antiken Skulptur, die laut Expertin in manchen Fällen auch schon mal einen Wert von bis zu 100.000 Euro erreichen kann. Haben Sie im Keller noch alte Briefmarken, Münzen, Schallplatten, Orden oder ähnliche Sammlungen gefunden, wenden Sie sich am besten direkt an die entsprechende Sammlerschaft. Deren Leidenschaft ist in den meisten Fällen vielleicht nicht mehr ganz so populär wie früher. Doch es gibt noch genügend Liebhaber, die Ihnen verraten können, ob Ihre Sammlung etwas wert ist.

Einzelverkauf lohnt sich oft eher als ein Sammelverkauf

Der Einzelverkauf ist wohlbemerkt oft weitaus lukrativer als alle Fundstücke auf einen Schlag zu verscherbeln – aber dafür auch extrem zeitaufwändig. Spätestens hier sollten Laien den Überblick verlieren. Das gilt sicher auch für die Werteinschätzung von alten Möbelstücken. Vor allem aber für Gemälde, die als Anlage für Kunstsammler besonders interessant sein könnten. Auktionshäuser und Antiquitätenhändler helfen im Zweifelsfall mit einer fachkundigen Bewertung weiter. Wer ganz sicher gehen will, holt sich mehrere Meinungen ein. Teure Expertisen lohnen sich hingegen nur dann, wenn Sie überzeugt sind, eine hochwertige Antiquität Ihr Eigen zu nennen.

Geben Sie die Sammlung nicht leichtsinnig her Haben Sie sich erst einmal einen Überblick über die Hinterlassenschaften Ihrer Großeltern verschafft, sollten Sie sich gut überlegen, ob Sie deren Sammelleidenschaft nicht in allen Ehren fortführen wollen. Es lohnt sich. Nicht nur wegen des immer wieder befriedigenden Gefühls, echte Kostbarkeiten zu besitzen und gleichsam zwei männliche Urtriebe zu fördern. Sondern auch wegen der Gewissheit, dass Sie in eine außergewöhnliche Geldanlage investieren, die in vielen Fällen sogar noch im Wert steigen kann: Gemälde, Skulpturen, Münzen oder Uhren. Sammeln befriedigt den männlichen Jagdtrieb

Sind Sie erst einmal auf den Geschmack gekommen, werden Sie mit Sicherheit auch schnell Ihre Faszination und Wertschätzung für allerlei Trödelmärkte entdecken. Hier lässt sich die Sammelleidenschaft wunderbar mit dem männlichen Jagdtrieb kombinieren – auf der Suche nach längst vergessenen Schätzen im Besitz von ahnungslosen Erben. Wie damals in Ihrem eigenen Speicher, als alles seinen Anfang nahm.

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